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Handwerk kürt wieder seine Besten

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Jedes Jahr messen sich die Nachwuchstalente des Handwerks beim PLW miteinander. Die meisten dürften mit diesem Kürzel noch den Praktischen Leistungswettbewerb verbinden. Inzwischen läuft der Wettbewerb aber unter dem Namen „Profis leisten was“. Das Thüringer Handwerk nahm in diesem Jahr zum 24. Male an diesem Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks teil. „Außergewöhnliche Leistung verdient außergewöhnliche Beachtung, ja: öffentliche Anerkennung. Ein Stück Bewunderung darf auch hinzukommen. Mit dem Leistungswettbewerb kürt das Handwerk seine Besten. Auf die Sieger dürfen wir stolz sein. Jedes Jahr messen sich hier unsere Nachwuchstalente. Und die gezeigten Leistungen waren absolut überzeugend“, so Stefan Lobenstein, Präsident des Thüringer Handwerkstages, anlässlich der Auszeichnungsveranstaltung „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2016“ in der Bildungsstätte Aga der Handwerkskammer für Ostthüringen. Geehrt wurden die Landes- und Kammerbezirkssieger aus 36 Berufsgruppen.

Die hervorragenden Leistungen der Teilnehmer zeigen einmal mehr, dass eine gute Ausbildung nicht in erster Linie eine Frage der Masse, sondern der individuellen Klasse, der Ausdauer und des ausbildenden Umfeldes ist. Zu letzterem gehören Ausbildungsbetriebe, Berufsbildende Schulen und die Bildungszentren.

„Die erfolgreichen Teilnehmer am Leistungswettbewerb zeigen deutlich: Leistung lohnt sich. Und Leistung im Handwerk lohnt sich doppelt!“, betont Stefan Lobenstein. Eine Ausbildung im Handwerk sei ein guter Start ins Berufsleben und bilde eine wichtige Basis für den beruflichen Erfolg. Im Handwerk bilde der leistungsorientierte Berufsnachwuchs eine wichtige Basis für die künftige Führungsgeneration in diesem Wirtschaftsbereich. Viele der Teilnehmer an den Wettbewerben beschreiten weitere Karrierewege im Handwerk, absolvieren die Meisterausbildung oder studieren. Hieraus erwachsen traditionell die künftigen Unternehmergenerationen im Handwerk.

Einen besonderen Dank richtete der Präsident des Thüringer Handwerks an die ausbildenden Betriebe.

Ohne dieses große Ausbildungsengagement gäbe es nicht Jahr für Jahr diese hervorragenden Leistungen. Ausbildung sei der Königsweg in der Nachwuchsförderung und der Fachkräftesicherung.

Freuen über eine Ehrung als Sieger im Kammerbezirk Ostthüringen konnte sich Christoph Frölich, Kfz-Mechatroniker bei Auto-Scholz-AVS GmbH & Co. KG. Nach seinem Abitur am Osterlandgymnasium absolvierte der heute 24-Jährige seine Ausbildung bei Auto-Scholz-AVS, wurde übernommen und will nun erst einmal Berufserfahrung sammeln. Ein späteres Studium schließt er nicht aus. Als technisch anspruchsvoll, vielseitig und wandlungsfähig, beschreibt er seinen Beruf.

Sieger und Teilnehmer sind die Leistungsträger von morgen. Damit aber die hohe Leistungskraft bestehen bleibt, braucht es auch künftig starke Partner der Dualen Ausbildung im Handwerk. Hierzu gehören neben den Ausbildungsbetrieben und den handwerklichen Bildungsstätten insbesondere die Berufsbildenden Schulen. Mit den sinkenden Schüler- und Lehrlingszahlen ist die Berufsschulkonzentration im Freistaat weiter voran geschritten. Immer mehr Auszubildende müssen weitere Wege zu ihren Berufsschulen zurücklegen. Deshalb bleibt die Forderung des Thüringer Handwerks nach Einführung eines kostenreduzierten Azubi-Tickets ganz oben auf der Agenda. „Ein landesweites Ticket analog zum studentischen Semesterticket würde hier deutlich zur finanziellen Entlastung der Auszubildenden und Eltern beitragen sowie die Attraktivität der Ausbildung steigern“, sagte Klaus Nützel, Präsident der gastgebenden Handwerkskammer zu Ostthüringen. Nur so könne man die Qualität der dualen Berufsausbildung im Handwerk erhalten und solch starke Leistungen wie von den diesjährigen Landes- und Kammersiegern auch in der Zukunft vorweisen.

Auch Albert Weiler (CDU), Abgeordneter des Deutschen Bundestages macht sich in seiner Festrede für das längst überfällige Azubi-Ticket stark. „Um unsere bewährte duale Ausbildung weiter erfolgreich durchführen zu können, bedarf es einer vernünftigen Infrastruktur. Dass in Thüringen Ausbildungsgänge an einigen Standorten abgeschafft bzw. ganze Berufsschulstandorte geschlossen werden, ist für viele der Jugendlichen ein großes Problem. Die Auszubildenden sind oft mit langen Fahrzeiten zu ihren Ausbildungsstätten und den damit verbundenen hohen Kosten konfrontiert. Dies um so mehr, weil viele der Auszubildenden noch nicht mobil sind.

So zahlt ein Thüringer Student durchschnittlich 17,15 Euro/Monat für ein thüringenweit gültiges Ticket ein Auzib allein für ein Nahverkehrsticket für Erfurt 37,90 Euro/Monat.

( Reinhard Schulze, 17.12.2016 )

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