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Ein halbes Jahrhundert im Dienste der Bienen

So manches hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Diese Erfahrungen mussten auch die Bienenfreunde „Goldene Weisel“ sammeln. Gern wird noch heute in der Chronik des Vereins geblättert und Rolf-Dieter Gebhardt holt zu besonderen Anlässen auch mal eines der Bilder hervor, auf den die Vereinsgründer zu sehen sind. Immerhin geht die Historie des Vereins „Goldene Weisel“ auf den 12. September 1879 zurück. An diesem Tag wurde der Verein im „Lokal zur Goldenen Sonne“ gegründet.

In der ehemaligen DDR war die Imkerei sehr lukrativ. Der Staat stützte und förderte in allen Bereichen, ob Wanderung, Honigaufkauf oder Beschaffung von Gerätschaften. Zwischen 1970 bis 1989 gab es in Gera und Umgebung vier Imkersparten, eine Wandersparte mit insgesamt 120 Imkern und etwa 1.200 Bienenvölker. Auch wenn die Zahl der Imker und Bienenvölker längst nicht mehr an die in DDR-Zeiten heranreichen, hat sich der Geraer Imkerverein zu einem starken, immerhin der viert stärkste Verein thüringenweit, und anerkannten Partner im Landesverband der Thüringer Imker e.V. entwickelt. Heute zählt der Verein 62 Mitglieder, darunter acht Frauen, die derzeit 360 Bienenvölker betreuen. Das Durchschnittsalter liegt bei 55 Jahren.

Dass diesjährige vorweihnachtliche Treffen im „Gummistiefel“ des Novotel Gera nutzte Rolf-Dieter Gebhardt, um auf die vergangenen 25 Jahre Verein „Goldene Wiesel“ zurückzublicken und schon einmal über die Jahreswende in 2017 zu schauen.

Als Hauptaufgabe sehen die Vereinsmitglieder sich für die Erhaltung der Ökologie einzusetzen und ihr Wissen an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Die Vermarktung der dabei anfallenden Bienenprodukte erfolgt von jedem Imker selbst. Die Nachfrage ist groß, meint Rolf-Dieter Gebhardt.

Ein Blick in die bundesdeutsche Imkerei lässt daran keinen Zweifel. So werden in Deutschland jährlich rund einhundert Millionen Kilogramm Honig verzehrt, das sind pro Kopf rund 1,1 Kilogramm. 20 bis 25 Prozent dieser Menge wird im eigenen Land erzeugt. Dafür sorgen die rund 110.000 Imkereibetriebe mit ca. 750.000 Bienenvölkern.

Bei derartigen Dimensionen erscheinen die Erträge im Verein „Goldene Weisel“ eher bescheiden. Nicht die Menge, sondern die Liebe zu den Bienen und das Engagement für deren Erhalt seien aber entscheidend, meint der Vereinsvorsitzende. Viele Imker waren der Einladung des Vorstandes zur Feier des 25-jährigen Vereinsjubiläums gefolgt. Rolf-Dieter Gebhardt erinnerte an die Entwicklung des Vereins sowie auch an die Vereinsarbeit im zu Ende gehenden Jahr. Er selbst weiß um die Bedeutung des Ehrenamtes und dass die vielen Projekte im Verein ohne ehrenamtliches Engagement nicht denkbar sind.

Besonders gewürdigt wurde das Engagement von Volker Hopfer, Peter Bäuml, Antje und Peter Loos und Karl Hellfritzsch sowie von Andy Horn und Peter Zeidler für ihre Lehrtätigkeit.

Auch von einer Neuheit wollte der Vorsitzende bericht, auch wenn noch nicht spruchreif, denn das Gespräch erfolgt erst im Januar. Angedacht ist, unterstützt von Centermanagement der Gera-Arcaden, die Ansiedlung von fünf Bienenvölkern auf dem Dach des Einkaufszentrums. Der produzierte Honig soll dann von Peter Zeidler in den Gera-Arcaden feilgeboten werden. Möglich könnten auch Führungen für Kinder sein, denkt Rolf-Dieter Gebhardt schon einmal weiter, vorausgesetzt, dass der dafür notwenige Sicherheitsstandard gegeben ist.

( Reinhard Schulze, 17.12.2016 )

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