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Kunst und Kultur bringen neues Leben in den Komplex

Die Kunsthistorikerin Dr. Claudia Tittel und ihr Mann, der Musikwissenschaftler Burkhard Schlothauer kauften Anfang des Jahres die Häselburg. Erst vor kurzem wurde unterhalb des Gebäudekomplexes ein leerstehender Wohnblock abgerissen um Platz für die Neubauten des Rutheneums zu schaffen. Doch nicht nur hier entsteht etwas, sondern auch in der Häselburg, die seit Anfang der neunziger Jahre im Dornröschenschlaf liegt und jetzt durch neue Ideen wieder mit Leben gefüllt werden soll. Kunst, Kultur, Schule und Wohnungen sollen entstehen. Doch bevor die Ideen im Kopf umgesetzt werden können, muss alles saniert werden. Da ist es gut einen Architekten im Boot zu haben, der durchs Studium noch Kontakte zur Hochschule in Erfurt hat. So wurde den Schülern des Fachbereiches Architektur angeboten, Entwürfe für die Häselburg zu erarbeiten, welche gleichzeitig die Abschlussarbeit der Architekturstudenten darstellte. Ein Semester Zeit hatte man jetzt und am Ende konnten in der vergangenen Woche acht architektonische Visionen von den Absolventen in der Häselburg präsentiert werden. Viele Interessenten, die das Haus noch mit Leben gefüllt kennen, kamen um zu sehen, was die neuen Besitzer vorhaben und wie die Entwürfe aussehen. „Es ist faszinierend auf welche Ideen die Studenten während der Umsetzung gekommen sind. Einige Ideen werden in unsere Planung einfließen und sicherlich am Ende auch umgesetzt werden. In jedem Fall sind wir sehr glücklich über das Ergebnis und über die Resonanz von außen“, erklärt die zukünftige Bauherrin Claudia Tittel. Doch hier werden nicht nur Visionen ausgestellt, sondern Tittel und Schlothauer lassen auch Taten folgen. So wird der Bauantrag zum ersten Bauabschnitt Anfang Dezember bei der Stadt eingereicht, so dass man hoffentlich Anfang 2017 mit den ersten Arbeiten beginnen kann, denn Mitte des Jahres möchte man hier schon die erste Sommerakademie, mit einem Projekt von Maurice de Martin, starten. Der Berliner Künstler und Hochschuldozent wird in das noch leerstehende Gebäude einziehen, um dort mit den Geraer Bürgern und Geflüchteten das erste experimentelle Semester unter dem Thema „HEIMAT. Neue Perspektiven der Migration“ zu realisieren.

( Lars Werner, 03.12.2016 )

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