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Michael Schulz ist bundesbester Müller

Michael Schulz, beschäftigt in der Wünschendorfer Otto Crienitz Obermühle, gehört zu den frisch gekürten Jungfacharbeitern 2016. Er wurde bundesbester Müller. Die umständliche bundesdeutsche Fachterminologie nennt aufgrund des technischen Fortschritts diesen ehrenwerten Beruf allerding „Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft”. Sei es, wie es sei. Michael genoss eine hervorragende Ausbildung. Sein gestrenger Ausbilder Felix Scharf war selbst mal Bundesbester und hat seinem Schützling viel abverlangt. Dieser wiederum legte Leistungswillen und Disziplin an den Tag. Zum Motiv für die intensive Berufsausbildung gefragt, antwortet er mit einem Zweizeiler: „Jeder ist nur dann so gut, wenn er‘s mit Lust und Liebe tut.” Für Michael steht fest: Er wird beruflich noch höhere Stufen besteigen. Meister, Fachwirt, Ingenieurschule – alles steht Lernwilligen wie ihm offen. Die Kammer hat in einer Festveranstaltung die Spitzenreiter geehrt. IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Höhne und Ausbildungsleiter Frank Zimmermann gratulierten im Bildungszentrum den 31 besten Absolventen der diesjährigen Facharbeiterprüfungen. Diese schafften ein „Sehr gut” und den besten Abschluss in ihren jeweiligen Berufen. Ihnen wurde neben einem Pokal und einer Urkunde auch ein Weiterbildungsgutschein überreicht.

22 Jungfacharbeiter haben den thüringenweit besten Abschluss geschafft. Und sogar zwei jungen Männern gelang es, Bundesbester zu werden: der erwähnte Michael Schulz und Karl Clemens Fröhlich, Fachkraft für Rohr- Kanal- und Industrieservice von der Firma Kanalservice Dröbischau. Beide Absolventen wurden zur nationalen Bestenehrung im Dezember nach Berlin eingeladen.

Laudator Höhne würdigte die herausragenden Leistungen der Geehrten. Er kann da ja kompetent mitreden. Hat er sich doch selbst vom Eisenhüttenstädter Stahlarbeiter über die Station Berufsausbildung mit Abitur, mehrfaches Unistudium und Kammerfunktionen bis zum Chef der Geraer Kammer hochgearbeitet, die unter den über 80 bundesdeutschen Kammern ein hohes Ansehen genießt, vor allem auch als Dienstleister für Aus- und Weiterbildung. Die Festrede stand unter dem Motto: „Die IHK-Ausbildung ist ein gelungener Start ins Berufsleben und sichert der jungen Generation Zukunft”. Insgesamt haben dieses Jahr mehr als 2.300 Ostthüringer Auszubildende ihre IHK-Facharbeiterprüfung in etwa 130 Berufen bestanden. Unter den Landesbesten finden sich zwei Geraer: Johannes Hein, Automobilkaufmann bei der Cloppenburg GmbH, und Peggy Heinicke, Kauffrau für Bürokommunikation im SRH Waldklinikum.

Solche zielstrebigen jungen Leute brauche die Ostthüringer Wirtschaft weitaus mehr, hieß es in der Runde. Wer den IHK-Abschluss erwirbt, besitze damit einen international anerkannten Befähigungsnachweis. Möglich sei das durch unser duales Bildungssystem, das Theorie und Praxis sinnvoll vereint. Im Ausland beneide man uns darum. Unser Problem: Etwa 1.800 Jugendliche traten jetzt ab Herbst im Kammerbereich eine Lehre an. Doch ein Viertel der zur Verfügung stehenden Stellen konnte bisher nicht besetzt werden. Diese Situation nimmt die Geraer IHK zum Anlass, ihre Öffentlichkeitsoffensive weiterzuführen. Gemeinsam mit der regionalen Presse wird mit den Losungen „Bleib Lokalmatador” und „Dein Revier braucht Dich” geworben unter jungen Leuten für eine Facharbeiterausbildung sowie mögliche Weiterbildung, unter den heimischen Unternehmen um die Bereitstellung von Lehrstellen und in den Berufsschulen um frühzeitige gezielte Orientierung für die Schüler.

Nur durch das einheitliche Vorgehen von IHK-Prüfern, Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen funktioniere die Ostthüringer Berufsausbildung. Ihnen allen dankt die IHK Gera mit einer begehrten Urkunde für den Einsatz und den Erfolg in der Heranbildung des Facharbeiternachwuchses.

( Harald Baumann, 03.12.2016 )

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