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Einsatz neuer Funkgeräte und Meldeempfänger bewährt sich

Die Einrichtung der beiden Räume fällt eher etwas karg aus. Doch deren Nutzer scheint dies nichts auszumachen. Sie wirken nicht gerade so, als wäre es ihnen besonders wichtig. Im Gegenteil, sie sind froh, hier in der DRK-Kindereinrichtung „Kinderwelt“ in der Eiselstraße 139 untergekommen zu sein. Selbst der kleinste Luxus kostet Geld und daran mangelt es, weiß Marc Brade. Dabei ist das, was Marc Brade und sein Team tun, äußerst wichtig, auch wenn darüber wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist. Der 33-Jährige ist Leiter des noch ganz jungen Einsatznachsorgeteams. Die Mitglieder, derzeit sechs und alle ehrenamtlich, stehen auf Anforderungen für die psychische Betreuung von Einsatzkräften nach belasteten Einsätzen zur Verfügung, können aber auch Betroffenen Hilfe leisten.

Für Marc Brade, Evelyn Herbst und Markus Winter noch gut in Erinnerung, ihr Einsatz beim kürzlichen Bombenfund in Untermhaus. Einsatzort für sie war das Kultur- und Kongresszentrum. Dort waren von den rund 500 evakuierten Bürgen 142 kurzfristig untergebracht. Sie wurden von 16 im Team eingesetzten Hilfskräften betreut.

Das Besondere dabei war, dass erstmals die neuangeschafften Funkgeräte und Funkmeldeempfänger zum Einsatz gekommen waren und dies mit Erfolg, meint der Teamleiter. „Wir waren als Rettungsassistenten eingesetzt und verwendeten die neue Technik erstmals. Die Kommunikation war damit gesichert“, erzählt Marc Brade, verweist aber auch darauf, dass dies nicht die eigentliche Aufgabe für das Einsatznachsorgeteam ist.

Wie der Name schon vermuten lässt, es geht um Nachsorge, was auch das Credo verrät: Hilfe für Helfer. „Wir als ehrenamtliches Einsatznachsorgeteam leisten Hilfe für Helfer. Oft denkt niemand an Belastungen, denen eine Einsatzkraft ausgesetzt ist. Diesen belasteten Einsatzkräften widmet sich das Einsatznachsorgeteam in Form entsprechender Nachbereitungsangebote“, erläutert er. Doch die eigentliche Arbeit beginnt viel früher. Sie setzt an in der Prävention. „Bereits im Vorfeld bieten wir Schulungen und Kurse an, damit Einsatzkräfte ihre eigenen Widerstandskräfte erkennen und ausbauen können. So vorbereitet hilft es ihnen belastende Ereignisse besser zu bewältigen. Wir wollen Einsatzkräfte unterstützen sich selbst zu helfen und bei Bedarf vermitteln wir an entsprechende Berufsträger“, berichtet er weiter.

So wichtig die Arbeit auch ist, doch auch hierfür mangelt es an den so notwenigen finanziellen Mitteln. Es ist nicht nur die Kleidung, woran man die Helfer erkennt, die notwendig ist. Es bedarf auch einer entsprechenden Einsatztechnik, dazu zählen auch die neuen Funkgerät und Funkmeldeempfänger. Möglich war deren Anschaffung durch die Bereitstellung von Lotto-Fördermitteln, die beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit beantragt und durch die Ministerin Heike Werner in Höhe von 3.860 Euro bewilligt wurden.

Kontakt: DRK Kreisverband Gera Stadt e.V. – Einsatznachsorgeteam, Ebelingstraße 15,  (0176) 24152819, E-Mail: ent@drk-gera.de, Spendenkonto: DRK KV Gera Stadt e.V., BIC: DEUTDE8EXXX, IBAN: DE02 8207 0000 0306 0126 00, Zweck: BER PSNV

( Reinhard Schulze, 22.10.2016 )

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