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Gartenverein mit eigenem Kulturhaus

Es gibt viel Gutes, auf das der Verein „Schafwiesen” des Verbandes der Gartenfreunde e.V. Gera zum 90. Bestehen seiner Anlage in diesen Tagen zum Sommerfest anstoßen kann. Insgesamt 133 Parzellen hat der Verein in der Anlage 1 und 2. Und nur ein Garten steht derzeit leer. „Darauf sind wir stolz”, sagt Vorsitzender Knut Hesse, der seit 24 Jahren seinen Kleingarten bewirtschaftet. Und fügt hinzu: „Das ist auch ein Ergebnis der erfolgreichen Arbeit des Vorstandes.”

Vor allem junge Familien mit Kindern aus dem Stadtteil Untermhaus suchten für ihre Freizeit in der Nähe was Grünes. In den letzten zwei Jahren seien es 38 neue Pächter, vor allem junge Leute, gewesen, die mit dem Gärtnern begannnen, schaut Wolfgang Patzer, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, in die Unterlagen.

Der Verein „Schafwiesen”, der 1926 gegründet wurde, ist vor allem eng verbunden mit dem Kulturhaus, das ebenso den Namen „Schafwiesen” trägt. Kleingärtner haben es 1954 gebaut und ist seitdem Bestandteil der Anlage. Seit fünf Jahren ist das Gebäude mit Saal – das Aushängeschild und Werbeikone des Vereins – an Evelin Blechschmidt verpachtet. Zahlreiche Familienfeierlichkeiten fanden und finden hier statt. Aus den Einnahmen finanziert der Vereinsvorstand die anfallenden Instandhaltungsarbeiten am und im Haus sowie in der Anlage und im Vereinsbungalow mit Computerraum, 2003 errichtet. Erst vor zwei Jahren hat die Anlage 2 Strom bekommen. Allein dafür wurden 3.500 Euro in die Hand genommen.

Ein Hoch auch auf das Frauenaktiv, das seit über vier Jahrzehnten im Verein wirkt und nahezu ein Alleinstellungsmerkmal im Geraer Verband hat. Wenn die Zahl der aktiven Frauen um Irmtraud Wositzka im Laufe der Zeit weniger geworden ist, so mischen sie doch nach besten Kräften im Vereinsleben mit, besonders bei den alljährlichen Sommerfesten, bei denen Kinderbelustigungen immer eine besondere Rolle spielen.

Und natürlich erhebt man zur feierlichen Stunde zum Sommerfest das Glas auf die fleißigen Gartenfreunde. Dazu gehört die 83-jährige Nortrud Hempel, die Vereinsgeschichte schreiben kann, denn sie bewirtschaftet ihren mustergültigen Garten schon 56 Jahre!

Und da ist auch die Familie von Hans-Jürgen Schulz, die ihren Garten nach dem verheerenden Hochwasser vor drei Jahren wieder auf Vordermann brachte und wie alle anderen auch nicht aufgab. Genauso hatte es die Heizung im Keller des Kulturhauses erwischt. Allein hier betrug der Schaden fast 6.000 Euro. Der Verein „Schafwiesen” konnte – wie ebenso die anderen vom Hochwasser betroffenen Geraer Anlagen - auf vielseitige Förderung bauen. Doch rund 1.000 Euro erbrachte er selbst. Jene Zeit habe dazu beigetragen, die Gemeinschaft zu stärken, unterstreichen Knut Hesse und Wolfgang Patzer. Überhaupt sei es das wichtigste Anliegen des im Vorjahr neu gewählten Vorstandes, das Miteinander aller Gartenfreunde zu fördern, so wie es früher einmal war.

Leider gibt es nur wenige Dokumente oder Fotos, die zum 90. Geburtstag des Vereins gezeigt werden können. Eine Kopie der Urkunde vom 21. Mai 1932 ist darunter. Sie belegt die Bestimmungen der Stadt Gera für die Errichtung der Dauerkolonie Schafwiesen und deren Einfriedung. Dort, wo es heute grünt und blüht, soll es vor 90 Jahren Kiesgruben gegeben haben, die aufgeschüttet und dann als Schafwiesen genutzt wurden, heißt es. Daher kommt sicher auch der Name „Schafwiesen”.                                                                  

( Erika Baumann, 20.08.2016 )

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