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Staatssekretär bei Geraer Polizei

 Pluto war einer der berühmtesten Spürhunde hierzulande, ein Weimaraner. Machen wir uns mit Polizeihunden bekannt, die dem Pluto kaum nachstehen, aber weniger im Blickfeld der Öffentlichkeit sind. Sie haben Namen wir Duke, Quattro oder Kim und hören aufs Wort.

Die Geraer Diensthundestaffel umfasst 29 Diensthundeführer samt der Anzahl der treuen vierbeinigen Gefährten, ja, man kann von Freunden sprechen, die sich beim Schutz der Bürger und bei der Verbrechensbekämpfung bewähren.

Diesmal erschien ein besonders neugieriger Gast im „Hauptquartier“ der Geraer Staffel in der Zoitzbergstraße. Aus dem Innenministerium war Staatssekretär Udo Götze angereist, um sich mit der verantwortungsvollen Tätigkeit der Polizisten vertraut zu machen. Er wurde begrüßt von Andrè Röder, Leitender Polizeidirektor der Landespolizeiinspektion Gera.

Die Stars des Tages sind schon ganz unruhig. Sie wollen Proben ihres Könnens zeigen. Der Leiter der Diensthundestaffel Hans-Jürgen Sterzel und sein Stellvertreter, Ausbildungschef Holger Eller, geben den Startschuss zur Parade. Fast immer geht es um Hunde der Rassen Deutscher oder Belgischer Schäferhund. Nach entsprechendem Training sind sie folgsam. Die junge Hundeführerin Franziska Fischer macht das vor. Ob sie läuft, rennt oder plötzlich verharrt - ihr „Kumpel“ Duke pariert sofort. Dass man eine Hundenase nicht austricksen kann, wird beim nächsten Experiment deutlich. Äußerst raffiniert versteckt wird eine Kapsel mit Drogen, eigentlich unauffindbar. Aber der Rauschgift-Spürhund findet das Versteck.

Staatssekretär Udo Götze lernt auch mit ein Gerät mit dem seltsamen Namen „Suchplattform“ kennen. Es ist eine Art Polizeiboot. Von einer Plattform aus sucht der speziell ausgebildete Spürhund unabhängig von der Wassertiefe nach vermissten Personen. Lutz Geidel ist sehr wahrscheinlich der erste, der bundesweit diese Form des Aufspürens praktizierte.

Wir Normalbürger erleben eher den Schutzdienst, so etwa bei Demos oder Sportveranstaltungen, vor allem Fußball. Das gilt als eine Art Grundausbildung für die Hunde. Es folgt die Spezialisierung, wobei besonders Fährtenhunde gefragt sind, um Personen und Sachen aufzuspüren.

Im Dienstzimmer der modernen Einrichtung, dessen Wände zahlreiche Urkunden schmücken, berichten die Polizisten von ihrem harten Job. Gründliche Ausbildung (im Durchschnitt etwa zwölf Monate) und regelmäßiges Training der Tiere sind Voraussetzung, um für Einsätze gewappnet zu sein. Ein voll ausgebildeter 25 bis 45 Kilo schwerer Diensthund, egal ob Rüde oder Hündin, kann bis zu 20.000 Euro wert sein. Für die Polizisten sind die Vierbeiner nicht nur Arbeitskamerad, sondern dank emotionaler Bindung meist auch Familienmitglied, auch nach den im allgemeinen neun Jahren im Polizeidienst.

Der Staatssekretär schaut sich voller Genugtuung ein modernes Fahrzeug für den Einsatz der Diensthunde an. So ein Transporter ist etwa acht Jahre (nach 250.000 - 280.000 Kilometern) im Dienst. Ja, meint der Politiker, unsere Polizei müssen wir technisch und personell auf dem neuesten Stand halten. Das nicht billige Diensthundewesen sei in Thüringen gut aufgestellt und unsere Hundeführer genießen ein hohes Ansehen. Beim jährlich bundesweiten Leistungsvergleich ist Thüringen Pokalverteidiger.

Angesprochen von Neues Gera auf die aktuelle angespannte Sicherheitslage, meinte Götze, die Einsatzpläne und Strukturen würden derzeit überprüft, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Das schließe eine mögliche Aufstockung der Hundestaffeln nicht aus. Für ihre bisherigen Leistungen gebühre den Ostthüringer Polizisten Respekt, Dank und Anerkennung.

( Harald Baumann, 06.08.2016 )

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