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Fernöstliches Flair im Marriott-Hotel

Ein Hauch fernöstlicher Kultur und Lebensart war in dieser Woche im Hotel Courtyard by Marriott zu verspüren. Zu Gast waren die Deutsch-Japanische Gesellschaft mit ihrem Präsidenten aus Suhl Rolf Anschütz und viele Schüler der Otto-Dix-Schule. Mädchen im Kimono, mit Fächer und Hochsteckfrisuren, feuchtwarme Tücher und Teeschalen wurden gereicht, und Rolf Anschütz im schwarzen Kimono gekleidet, begrüßte die Besucher mit traditionellem japanischem Gruss. Anlass war eine Ausstellung von Schülerarbeiten über Geschichte und Leben im Land der aufgehenden Sonne im Marriott-Hotel.

Fasziniert von einem Land, das die Esskultur an erste Stelle erhebt, befasst sich Rolf Anschütz bereits seit 30 Jahren mit japanischer Lebensart. Er gründete das Japanrestaurant "Waffenschmied" in Suhl, was in der DDR als Geheimadresse für eine außergewöhnliche Erlebnisgastronomie galt. Denn schon da gab es das berühmte japanische Entspannungsbad, das Furobad. Heute betreibt der Gastronom und erklärter Japanfreund das Hotel-Restaurant "Sakura" in Oberhof. 1979 konnte er das erste Mal in das Land der Kirschblüten reisen. Seitdem unterhält er viele Kontakte bis in die japanische Regierung, die ihn gern unterstützt, Japan ein Stück näher nach Thüringen zu bringen.
Dem Präsidenten der Deutsch-Japanischen Gesellschaft liegt nicht nur daran, weitere Mitglieder für die Gesellschaft zu gewinnen, sondern vor allem, in jungen Menschen das Verständnis und die Toleranz für andere Völker zu wecken. "So lebe ich, wie lebst du, aber niemals: So lebe ich, wann lebst du so wie ich?" ist seine Botschaft an die junge Generation. Zunächst initiierte er ein Projekt an Erfurter Schulen, bei dem sich Mädchen und Jungen Wissen über Japan aneigneten und es in Dokumentationen, Zeichnungen oder gestalteten Objekten zum Ausdruck brachten. Über 2000 Arbeiten entstanden auf diese Weise, die Rolf Anschütz der japanischen Regierung überreichte. Es entstand die Idee, die Projekte auf weitere Schulen in Thüringen zu übertragen. Begeisterte Aufnahme fand die Idee bei Schülern der 9. und 8. Klassen der Dix-Schule in Gera.
Zur Ausstellungseröffnung be-richtete Marc Tröger aus der 9 b. "Es hat sehr viel Spaß gemacht etwas über das Land zu lernen und zu erfahren, wie die Leute dort leben", begeisterte er sich. Viel habe man auch im Internet gefunden und es als Informationsquelle genutzt. Es sei alles viel lockerer als sonst im Unterricht gewesen, gefiel den Jugendlichen besonders gut. Solche Projekte fördern das multikulturelle Denken ist sich Schuldirektor Weisheit sicher.
Rolf Anschütz hat noch große Pläne. Am liebsten möchte er die Ausstellung, die als Wanderausstellung in mehreren Städten zu sehen sein soll, auch im Europäischen Parlament zeigen.

( NG/hs, 24.02.2001 )

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