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Ecken und Kanten in der runden Fußball-Welt von Gera

Fast außer Rand und Band geriet das Landesklassen-Derby zwischen TSV 1880 Gera-Zwötzen und dem Lusaner SC 1980. Gleich elf Tore bekamen die Unentwegten zu sehen. Alle Treffer wurden im Kasten der Gäste versenkt. Lusan ließ sich vom Lokalrivalen regelrecht vorführen. SC-Chef Wolfgang Droigk erlebte das Drama Stunden nach seinem 50. Geburtstag nicht mit. Den Spott hätte der KFA-Vorsitzende nicht verdient. Eine Viertelstunde lang gabs ja noch Torschussversuche und Ecken auf beiden Seiten, obwohl die Überlegenheit gleich erkennbar war: Schon in Minute 6 klingelte es nach Steffen Schöneichs erstem Ligatreffer. Kurzes Aufraffen; dann nahm die Kanonade ihren Lauf. Vom Abstauber über bestrafte Ballverluste des Gegners aus Mittelfeld und Strafraum bis zur wiederholten Kombination Eingabe-Kopfball-Tor war alles dabei. 2:0 Torsten Metsch (22.); 3:0 Thomas Kowalski (28.); 4:0 Heiko Bresse (36.); die Wiederholung dieser Übung machte 5:0 Bresse (37.). Pausentee. Dann schlug es binnen zwölf Zeigerdrehungen noch sechs Mal ein! Mit welchem Bein oder Kunststoßversuch die Gastgeber auch gerade den Ball trafen: Roßmann, Kowalski, Kowalski, zur Abwechlsung wieder Bresse mit zwei Toren und "Kowa" zu seinem 4.Treffer. Er steht jetzt an Platz 2 in der Torjägerliste. Lusan braucht Selbstbesinnung oder doch größere Veränderungen?
Jedenfalls ist das Personalkarussell gerade einmal die Runde durch Geras Spitzenvereine rum: Abstieg und Vorstandswechsel beim VfB, Trainerwechsel, Abstieg und Sponsorenpleite beim 1. SV, neuer Coach beim Lusaner SC. Jetzt nur noch ein amt. Abteilungsleiter (Herbert Hartmann) beim TSV 1880. Gerade noch jubelten viele Fußballfans mit Matthias Müller über ein großartiges Oldie-Turnier mit Ajax und Juve. Da verhärteten sich die Diskussionen um künftige Mitspieler in der Vereinsführung und finanzielle Maßstäbe auf verschiedenen sportlichen Ebenen. "...damit Zwötzener Tugenden wieder greifen.", schließt ein Aushang im Karl-Harnisch-Stadion, der Schlussfolgerungen zusammenfasst. Zum Beispiel: Uwe Neuber soll den Bereich Nachwuchs neu aktivieren. Übrigens: Auch Gedanken um eine Tennisabteilung seien vom Tisch. "Wir haben andere Schwerpunkte!", unterstrich Peter Harthaus. Aus Nachfragen spürt man: Bei aller Popularität und Höhe, die das Unterfangen mit Stars und Promis zum TSV-Budenzauber bekam, der Alltag fordert Tribut. Ziel Nr.1 heißt "Aufstieg der 1. Männermannschaft in die Landesliga". Eine richtige Auswechslung auf der Position des Zwötzener Abteilungsleiters steht noch aus. Die Funktion ist nach Müllers Amtsniederlegung ausgeschrieben. Aber wer setzt sich im zerrissenen Fußball-Gera so einen Hut auf? Und jetzt? Wie weiter, Lusan? Was schafft Zwötzen? Die Rückrunde hat mehr offene Fragen als Ecken am scheinbar runden Leder sind.

( 24.02.2001 )

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