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Nähmaschinen für Kuscheldecken gesucht


„Diese 62 Decken entstanden bei vier Nähtreffs und zeigen, dass wir in Gera mit Minidecki die Menschen erreichen können“, freut sich Manuela Prautsch, die mit einem Zeitungsaufruf im April diese bundesweite Aktion nach Gera brachte. Insgesamt 15 Näherinnen haben sich an diesem ersten Ergebnis beteiligt. Die Aktion stammt aus der Schweiz und „Mini Decki“ heißt auf Deutsch „Meine Decke“. Bei „Mini Decki“ werden Kuscheldecken hergestellt, die Kindern nach ihrer oft langen und beschwerlichen Flucht ein kleines Stück Geborgenheit geben sollen. 56 große und sechs Babydecken können nun die Flüchtlingskinder erreichen.

„In Lusan und Zwötzen sind derzeit 150 Flüchtlinge dezentral in Einzelwohnungen eingezogen. Die Hausgemeinschaften sollen helfen, die Menschen schneller zu integrieren“, weiß Flüchtlingskoordinator Dirk Saßenroth von der Caritas. „In diesem Jahr sind vier neue Erdenbürger in den Flüchtlingsfamilien dazugekommen“, ergänzt Anke Lenz, die Leiterin des Hauses Christopherus in der Karl-Matthes-Straße.

Jedes Flüchtlingskind in Lusan und Zwötzen kann eine Decke erhalten. Wegen des Ramadan wird dies jedoch erst im Juli passieren, wenn der Fastenmonat zu Ende ist.

„Wir bemerken jeden Tag: Die Menschen, die hier im Stadtteil wohnen, wollen sich integrieren. Sie erkundigen sich nach Sprachkursen, nach Arbeit, nach Schulmöglichkeiten für ihre Kinder. Viele fragen, wie ihre Ausbildung und z.B. ihr Lkw-Führerschein anerkannt werden. Sie möchten nichts geschenkt bekommen. Für die Aufnahme im friedlichen Land möchten sie gern etwas zurückgeben“, berichtet Dirk Saßenroth.

„Leider zeigen viele Hausgemeinschaften nicht immer die nötige Toleranz den neuen Mitbürgern gegenüber. Es ist daher auch unsere Aufgabe, die Situation zu erklären und die Lebensbedingen der Flüchtlinge den Menschen näherzubringen“, sagt Saßenroth weiter.

„Wir haben uns beim Hofwiesenparkfest und beim interkulturellen Gut-Mensch-Fest in Altenburg vorgestellt, haben unser Anliegen vermittelt und um Mithilfe gebeten“, sagt Manuela Prautsch.

Für die Nähtreffs sucht die Aktion noch zwei Nähmaschinen, ein Bügelbrett und ein Bügeleisen und natürlich Spenden von Baumwollbettwäsche. Derzeit werden die Zusammenkünfte zum Zuschneiden und zum Verteilen genutzt. Fertig gestellt wird das Ganze von den Näherinnen meist zu Hause in deren Freizeit. Für Anja Franke aus Gera und Juliane Ziermann aus Dürrenebersdorf verbinden sich Hobby mit einem nützlichen Zweck. „Erfahren habe ich von der Aktion aus der Zeitung und bin beim ersten Nähtreff dabei gewesen. Ich nähe sehr gern und soweit es meine Zeit erlaubt helfe ich bei der Aktion auch organisatorisch mit“, berichtet Anja Franke.

Im Verein Akzeptanz e.V., dem Arbeiter Samariter Bund (ASB) in der Wiesestraße und im Familienzentrum Bieblach-Ost werden nächste Mini Decki-Nähtreffs stattfinden. Ziel soll es sein, Kuscheldecken für Flüchtlingskinder in Bieblach-Ost herzustellen. Dazu sucht Mini-Decki gerade aus diesem Stadtteil helfende Hände. „Am Aktionstag 30 Jahre Bieblach-Ost im und rund um das Stadtteilbüro haben wir die Aktion vorgestellt und hoffen jetzt auf fleißige Mitstreiter“, wünscht sich die Organisatorin Manuela Prautsch. „Jede und jeder ist gern willkommen. Man muss nicht unbedingt Nähen können. Wir suchen auch Helfer für das Zuschneiden, den Transport und die Organisation.“

Nächste Treffs zum Kennenlernen und Mithelfen:

Familienzentrum Bieblach-Ost (8. Juli, 15 Uhr, 9. Juli, 10 Uhr)

Akzeptanz e.V. (5. Juli, 17.30 Uhr) und in dem ASB, Wiesestraße 189A (14. Juli, 10 Uhr).

( Von Wolfgang Hesse, 02.07.2016 )

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