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Flüchtlingshilfe in guten Händen

Die Zahlen der neu ankommenden Flüchtlinge sinken weiter und die Lage in den einzelnen Bundesländern und Gemeinden entspannt sich. Doch die Vereine, Organisationen, Verbände und Städte haben trotz allem noch viel zu tun, denn die Flüchtlingswelle vom vergangenen Jahr überforderte so ziemlich jeden. Jetzt kommt langsam Ordnung ins Chaos und die zahlreichen Mitarbeiter der einzelnen Organisationen kommen endlich dazu, die Integration der Menschen voranzutreiben. „In Gera ist die Diakonie unser langjähriger Partner in der Flüchtlingsarbeit. Sie betreuen die Gemeinschaftsunterkunft in der Trebnitzer Straße und sind auch an weiteren Projekten beteiligt. Zudem sind Volkssolidarität, Caritas und DRK als soziale Träger für die Stadt tätig. Alle zusammen leisten eine hervorragende Arbeit und haben einen Großteil dazu beigetragen, dass der Ansturm und die Unterbringung in Gera damals so gut funktionierte und kein Chaos ausgebrochen ist“, erklärt Evelyn Kiewert, die Fachdienstleiterin Soziales der Stadt. Zwar gab es auch hier Zeiten in denen die Mitarbeiter aller involvierten am Limit waren und nicht alles rund lief, aber mittlerweile ist man aufeinander eingespielt und die Abläufe funktionieren.

Auch hat die Stadt zum damaligen und jetzigen Zeitpunkt kein zu großes Problem mit der Unterbringung der Flüchtlinge gehabt. So gibt es zum einen die Gemeinschaftsunterkunft, welche zum großen Teil für Familien ausgelegt ist. Weiterhin war es ein Vorteil, dass Wohnraum zur Verfügung stand und steht, so dass anerkannte und geduldete Flüchtlinge schnell eine Wohnung finden konnten. Auch das ehemalige Wismut-Krankenhaus stand zur Erstaufnahme bereit. Im April eröffnete nun eine zweite Gemeinschaftsunterkunft, in der bis zu 219 Personen in Zweimannzimmern Platz finden. Dabei sind die 110 vorhandenen Zimmer jeweils 16 Quadratmeter groß und werden als Wohn- und Schlafraum sowie Küche genutzt. In jeder Etage gibt es außerdem Gemeinschaftsbäder und Räumlichkeiten für Waschmaschinen und Trockner. Luxus sieht anders aus, doch die Bewohner beklagen sich auch nicht, sondern sind froh ein Dach über dem Kopf zu haben. „Trotz der rückgängigen Zahlen war die zweite Unterkunft nötig und so wurde das Gebäude von einem privaten Vermieter angemietet, der das Haus von November 2015 bis April 2016 nach den Bedürfnissen der Stadt und mit Hilfe von Investitionspauschalen, um- und ausbaute“, so Kiewert weiter. Die Flüchtlinge werden nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt und so gibt es auch für Gera noch weitere Zuweisungen. Hierbei hat die Stadt das Konzept, dass alle Ankommenden in einer der beiden Unterkünfte Platz finden und betreut werden. Hier haben diese einen Ansprechpartner, der hilft sich zurechtzufinden und z.B. bei Antragstellungen zur Seite steht. „Das bereits bestehende Haus wird auch langfristig weiter als Unterkunft für Asylsuchende dienen. Die neue Unterkunft kann auch einem anderen Zweck zugeführt werden und als Wohnheim für Studenten genutzt werden. Wann das sein wird können wir aber nicht sagen, denn Prognosen gibt hierzu keiner ab“, erklärt Kiewert weiter. Kosten entstehen der Stadt, nach Aussage dieser, nicht, denn die Zuweisungen vom Land in Höhe von 209 Euro pro Person, decken die Kosten für die Unterbringung ab. Die Betreuung vor Ort hat das DRK übernommen.

Mit den Maßnahmen hat die Stadt für weitere Entspannung gesorgt, denn die Asylsuchenden werden nach dem Konzept der Stadt bis zur Anerkennung in der Gemeinschaftsunterkunft bleiben und erst danach auf Wohnungssuche gehen oder die Stadt mit einem anderen Ziel verlassen. 

( Lars Werner, 25.06.2016 )

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