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Gera wächst

Der Jahresempfang der Stadt und der Wirtschaft am 10. Juni im Theater gestaltete sich einmal mehr zum Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens in Gera. Mehr als 600 Vertreter aus Wirtschaft und Ehrenamt, aus Politik, gesellschaftlichem Leben, Kultur und Sport hatte Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn im Theater versammelt, um Kontakte zu pflegen und Netzwerke zu stärken, um die Stadt weiter voranzubringen. Mit dem nun schon traditionellen Ehrenpreis der Oberbürgermeisterin wurde in diesem Jahr Ralf Lechner, Geschäftsführer der Getzner Textil GmbH, ausgezeichnet. Und Dr. Volker Kielstein wurde für seine Verdienste um Haus Schulenburg zum „Botschafter der Stadt Gera“ berufen.

Künstlerisch ausgestaltet wurde der Jahresempfang von der Thüringen Harmonie, vom Staatsballett Thüringen sowie von Stargast Gunther Emmerlich.

„Gera wächst“ – unter diesem Motto stand der Abend, ein Motto, das im Jahresrückblick mit Fotos und Videos sehr anschaulich dokumentiert wurde. Auch die Zahl der Sponsoren und Förderer dieses Jahresempfanges ist stetig gewachsen – von 13 im Jahr 2014 über 29 (2015) auf nunmehr 50 sowie weitere 36 Preisstifter für die Tombola; alles in allem ein eindrucksvolles Beispiel für die zusehends wachsende Identifikation Geraer Unternehmer mit der Stadt. Ihnen allen gebührt ein herzliches Dankeschön für ihre Unterstützung.

Doch mehr noch: OB Dr. Viola Hahn verwies in ihrer Ansprache auf wachsende Bevölkerungszahlen und die positive Entwicklung vor allem in der Wirtschaft und in der Bildung. Nur ein Beispiel dafür: 96.954 Menschen hatten zum 31. Dezember 2015 ihren Hauptwohnsitz in unserer Stadt, das sind fast 3000 mehr als in den offiziellen Prognosen des Landes vorhergesagt worden ist. Erstmals seit 1988 verzeichnet Gera damit wieder Einwohnerzuwachs. „Gera wächst! Sie alle hier spüren das. Ich bin davon überzeugt, dass Sie wissen, dass kaum eine andere Stadt in Thüringen so viele Chancen auf eine positive Zukunft hat, wie Gera. Weil wir im Gegensatz zu anderen Städten die Talsohle durchschritten haben. Weil wir aus dieser harten und entbehrungsreichen Zeit gelernt haben – was andere Städte, und ich blicke da nach Westen, noch lernen müssen. Wir wissen, wie es ist, aus der Not eine Tugend zu machen. Wir waren ganz unten – nun geht es bergauf. Wir wissen, dass Jammern nichts bringt – sondern das Setzen auf eigene Stärken. Wir sind ein Wirtschaftsstandort mit Lebensqualität. Es lohnt sich, in Gera zu leben und zu arbeiten. Es lohnt sich zu investieren. Wir haben eine mittelständische Wirtschaft, die zu Gera steht. Wir haben junge Unternehmer mit Mut. Wir haben gestandene Unternehmer mit Erfahrung. Unsere Wirtschaft wächst“, hob Frau Dr. Hahn hervor.

Es wird kräftig investiert – und es werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Getzner-Weberei baut in Leumnitz nicht nur drei, sondern vier neue Websäle. Damit verbunden sind über 100 neue Arbeitsplätze, und zwar in der Industrie. Der Kondensatorenhersteller Electronicon investiert im Gewerbegebiet Hermsdorf. Kaeser Kompressoren hat im vergangenen Jahr sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Betrieb genommen. Das ist nicht nur eine 15-Millionen-Euro-Investition. Das ist Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Gera. In diesem Jahr wird die Produktion von Kältetrocknern erweitert. Das bringt noch mal 20 zusätzliche Arbeitsplätze. Um stellvertretend nur einige Beispiele zu nennen.

In Gera wächst der Optimismus. Das Vertrauen in die eigene Stärke. Das Wissen um eine gute Zukunft. „Das spüre ich und mit diesem Gefühl bin ich nicht alleine. Ich weiß, dass viele von Ihnen das Gleiche spüren“, betont Frau Dr. Hahn. Und nicht nur wir alle hier – auch so mancher Politiker verschiedenster Couleur in Gera hat inzwischen verstanden, dass Meckern, Jammern und sinnlose Heilsversprechen weder Wähler bringen noch der Stadt helfen. Traumschlösser gehören ins Reich der Phantasie und Schwarzmaler sollen ihren Pessimismus woanders verbreiten.

In Gera sind wir auf dem richtigen Weg: Fast einstimmig wurde im Stadtrat am 24. März der Haushalt 2016 beschlossen. Damit liegt Gera noch vor der Landeshauptstadt Erfurt.

Gera wächst, weil es Menschen gibt, die anpacken. Oberbürgermeisterin Dr. Hahn zitiert Albert Einstein: „Alles Große in der Welt geschieht nur, weil einer mehr tut als er muss.“ Eine solche Persönlichkeit ist Ralf Lechner, Geschäftsführer der Getzner Textil GmbH. Dass vis-à-vis vom Flugplatz Großes wächst, das ist weithin sichtbar. Das Große ist aber noch mehr: Die Textilindustrie, die unsere Stadt in ihrer Geschichte reich gemacht hat, lebt. Nicht in Fernost wird eine neue Weberei gebaut, sondern im Hochindustrieland Deutschland. Eine Weberei, deren hochwertige Erzeugnisse nach Afrika exportiert werden. Das passt nicht in die gängigen Vorstellungen über unsere globale Welt. Ralf Lechner hat sich in besonderer Weise um den Weberei-Neubau verdient gemacht – es ist die größte Industrie-Investition in der Geschichte der Stadt. Aus diesem Grunde erhält er den Ehrenpreis 2016 der Oberbürgermeisterin. Der Preis wurde geschaffen vom Geraer Künstler Erik Buchholz, der sich darüber hinaus als Ortsteilbürgermeister für die Menschen in Frankenthal, Scheubengrobsdorf und Windischenbernsdorf stark macht – ein ehrenamtliches Engagement, für das ihn der besondere Dank von Oberbürgermeisterin Dr. Hahn gebührt.

Eine weitere Auszeichnung anlässlich des Jahresempfangs wurde Dr. Volker Kielstein zuteil, der von OB Dr. Hahn zum „Botschafter der Stadt“ berufen wurde. Allein die Rettung und die Sanierung von Haus Schulenburg, das in den 1990-er Jahren bereits dem Verfall preisgegeben schien, verdient allerhöchste Anerkennung und Wertschätzung. Aber mehr noch: Haus Schulenburg ist in der reichen Geraer Villenlandschaft ein besonderes Juwel und ein touristischer Anziehungspunkt nicht nur für Architektur- und Kunstliebhaber geworden. Tausende Menschen besuchen die Villa und den Garten, erleben Ausstellungen. Gegenwärtig ist eine Fotoausstellung zu besichtigen. Hier sehen Sie Architekturaufnahmen aus Miami, Havanna, Casablanca – und Gera. Mit dem Van-de-Velde-Jahr und dem bevorstehenden Bauhausjahr werden Akzente gesetzt im Kulturkalender.  

( Gera (gw), 18.06.2016 )

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