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Stressfrei vom Gessental bis nach Untermhaus

Noch in diesem Frühjahr sollen der Stadtrat und die Aufsichtsräte des Geraer Verkehrsbetriebes und der Stadtwerke den Planungsbeginn für die künftige Straßenbahnlinie zwischen Eselweg und Wintergarten beschließen. "Das Wirtschaftsministerium machte uns Mut, das neue Verkehrsprojekt schon jetzt anzugehen", erklärte Oberbürgermeister Ralf Rauch zu den damit verbundenen Finanzentscheidungen. Mindestens 75 Prozent der Kosten könnten aus ÖPNV-Fördermitteln bestritten werden.
Für die Geraer ginge damit ein Traum in Erfüllung. Denn bis 1968 fuhr die Straßenbahn noch nach Untermhaus. Der aufstrebende Stadtteil hat in den letzten fünf Jahren einen Einwohnerzuwachs von 25 Prozent. Das sieht GVB-Geschäftsführer Dr. Norbert Vornehm als ein wichtiges Argument für den kalkulierten Fahrgastzuwachs von mindestens 30 Prozent. Er sprach von etwa 9.500 Nutzern pro Tag. Außerdem erhielte das Straßenbahnnetz eine ideale Verbindung vom Nord-Westen zum Süd-Osten.
Die Länge der Linie betrüge sieben Kilometer zweigleisiger Stadtbahn und könne mit bis zu 70 km/h auf vorwiegend bahneigenem Gleiskörper befahren werden. Es sollen zwölf Haltestellen gebaut werden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 85 Millionen Mark.
Für den Geraer Verkehrsbetrieb würde sich trotz der großen Aufwendungen noch eine betriebswirtschaftliche Ersparnis einstellen. Das resultiert aus dem Ersatz bisheriger Buslinien und von Fahrern. Voraussichtlich im Zehn-Minuten-Takt wurde die Stadtbahnlinie 1 zwischen der Park-and-Ride-Station nördlich des Eselsweges durch die Leibnizstraße, vorbei am Bahnhof, über die schon gebaute Strecke in der Breitscheidstraße in Richtung Gessental führen. Angeschlossen wäre auch das BUGA-Gelände des Hofwiesenparkes.
Nach dem Konzeptentwurf würde die gesamte Strecke mehr als ein Jahr früher, als bisher vorgesehen, fertig werden. Bis Ende 2003 sei das Stadtbahn-Teilstück zwischen Heinrichstraße und Hauptbahnhof fertig zu stellen. Allerdings nicht mit einer Wendeschleife auf dem Bahnhofsvorplatz, sondern mit einer Haltestelle, die über einen westlichen Bahnhofsausgang zu erreichen ist. Bis 2005 würde die Bahn bis zur Wendeschleife Leibnizstraße weitergebaut, gleichzeitig seien die Schienen in Richtung Süden zu legen: Zunächst von 2002 bis 2004 bis zum Wintergarten und dann bis 2006 bis Zwötzen.
OB Ralf Rauch freut sich über die möglichen gegenseitigen Vorteile für das von der EU geförderte Ur-banprojekt zur Innenstadt und Geras ambitionierte Pläne für die Bundesgartenschau 2007. Er sieht nach Abschluss der Jenaer und Erfurter Straßenbahnbauvorhaben für Gera jetzt beste Chancen.

( NG/tt, 17.02.2001 )

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