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„Ich schiebe den roten Umschlag rüber”

Sie sind abgebrannt, dies konnten wir in allen Medien – offline als auch online – lesen. Geras Streetworker und Sozialarbeiter wurden Opfer eines Brandanschlages.

Das Gebäude im Bärenweg ist nur noch Schutt und Asche. Einst aus den Fördermitteln des Urbanprojektes 2005 in einjähriger Bauphase saniert und für die Nutzung der sozialen Arbeit zurechtgemacht, stehen nicht nur die Mitarbeiter sondern vor allem die Menschen, die hier täglich einen Anlaufpunkt gefunden haben, vor dem Nichts. Natürlich galt die Priorität ein Ausweichquartier zu finden, um die notwendige Arbeit nicht Brach liegen zu lassen. In der Tonhalle im zweiten Obergeschoss haben sie nun notdürftig ein Büro und die Nähstube eingerichtet. In der Theaterstraße 50, dem eigentlichen Nachtasyl, sind die Mädels vom Case-Management und der Streetworker Alex anzutreffen. „Hier im Büro in der Tonhalle sind Heike Luther, die Koordinatorin, Ilona Starke, verantwortlich für unsere Buftis, und unsere Finanzerin Elke Gilg anzutreffen”, erklärt Andreas Heimerdinger, Vorsitzender des Streetwork GERA e.V. Der Schaden im Bärenweg wird auf rund 150.000 Euro beziffert. Firmen sind gerade am Werk, um die Kontaktstelle bis Oktober wieder auf Vordermann zu bringen. Gar nicht so einfach, schließlich gilt es das Gebäude bis auf die Grundmauern nackig zu machen. „Alles ist voll von Ruß, selbst die Küche müssen wir rausschmeißen”, erklärt Heimerdinger, schließlich müssen alle Räume samt Inventar schadstofffrei sein. Auch ein neues Beratungsmobil steht Dank der Versicherungszahlung wieder vor der Tür und ist auch schon wieder im Einsatz, freitags 15 bid 18 Uhr in der Heinrichstraße.

Einen kleinen Beitrag – nicht viel, so sagt sie selbst – wollten die Fachkräfte für Religionspädagogik mit ihrer Spende in Höhe von 145 Euro leisten. „Wir haben in diesem Jahr unsere Weiterbildung mit einem Einsegnungsgottesdienst abgeschlossen. Bei diesem haben wir eine Kollekte gesammelt”, erklärt stellvertretend für alle 14 Absolventinnen Anne-Christin Matzke. Sie ist seit vier Jahren Erzieherin in Lucka und sattelte nun den Religionspädagogen oben drauf, um den Kita-Kindern spielerisch christliche Werte und Normen zu vermitteln, die sie oft von zu Hause nicht kennen.

Im Oktober, genauer am 15., wollen die Streetworker wieder ihre neue alte Kontaktstelle im Bärenweg beziehen. Denn hier gab es nicht nur Beratung und Betreuung für die Hilfesuchenden sondern auch ein warmes Essen und ein familiäres Umfeld, welches viele der 18 bis 27 Jugendlichen nicht mehr kannten oder nie kennengelernt haben.   

( Fanny Zölsmann, 28.05.2016 )

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