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Bauleute fordern Gesetz, das Tariftreue belohnt

Angesichts der anhaltenden Krise im Bauwesen, wovon die Baubetriebe in Gera und der Region besonders betroffen sind, verlangen die Mitarbeiter des Standortes Gera der Baufirma Max Bögl dringend von der Bundesregierung ein Vergabegesetz zur Tariftreue. Danach sollen öffentliche und private Aufträge nur an solche Firmen vergeben werden, die sich an die Tarifbestimmungen halten und z. B. Tariflöhne zahlen. Hintergrund ist die Tatsache, dass in einem Übermaß Billiganbieter, die häufig keine ordentliche Qualitätsarbeit leisten, auf den Markt drängen, wodurch solide Baufirmen einem beträchtlichen Wettbewerbs- und Kostendruck ausgesetzt sind, der Kurzarbeit und Entlassungen nach sich ziehen kann und bereits nach sich zieht.

Die Forderung ist in einem Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder enthalten. Darüber informierte auf einer Betriebsversammlung Wolfgang Bunke, Betriebsratsvorsitzender des Gesamtbereiches Gera des Bauunternehmens Bögl. Kopien des Betriebsrats-Schreibens habe auch die Thüringer Landesregierung und der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Schwanitz, erhalten. Die Bauarbeiter erwarten, dass der Kanzler bei seinem in Aussicht gestellten Besuch in Gera auf die Sorgen und Nöte der Bauschaffenden eingeht. OB Ralf Rauch, der als Gast an der Betriebsversammlung im Kultur- und Kongresszentrum teilnahm, unterstützte die Forderungen der Bauarbeiter und mahnte dringend an, die weitere Ost-Förderung auf sichere Füße zu stellen.
Rauch würdigte das Engagement der Oberpfälzer Firmengruppe Max Bögl, die seit 1991 am Stand-ort Gera über 50 Millionen Mark für einen leistungsfähigen Baubetrieb investierte - Grundlage dafür, dass sich das Unternehmen bei wichtigen Bauvorhaben in Gera hervortun konnte. Dazu zählen solche Projekte wie der Autobahnabschnitt Gera - Rüdersdorf, die Süd-Ost-Tangente, die erste private BUGA-Investition in Debschwitz und die moderne Wohnanlage am alten Langenberger Rathaus.
Der Oberbürgermeister hegt die Hoffnung, dass das Unternehmen Bögl auch bei weiteren Investitionen mit von der Partie ist. Ein solches Betätigungsfeld könnten beispielsweise die dringend erforderliche Modernisierung der Bahnstrecke Gera - Weimar, auf die die Stadt drängt, und einige BUGA-Projekte sein.
Trotz anhaltender Krise im Bauwesen will Bögl alle Anstrengungen unternehmen, um den bisherigen Erfolgskurs fortzusetzen. Die Antwort heißt vor allem Termintreue und Qualität.

Günstig wäre es, wenn an den Umsatz des Vorjahres in Höhe von 180 Millionen Mark am Standort Gera angeknüpft werden könnte.

Bögl ist mit knapp 1000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt und der Region. Gegenwärtig ist für einen Teil der Belegschaft Kurzarbeit angesagt.

( NG/hb, 17.02.2001 )

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