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Große Gefühle zu entdecken

Zwei Häuser, ein Spielplan, wobei Generalintendant Kay Kuntze und sein Leitungsgremium darauf achtet, dass es für das Theater Altenburg und die Bühnen der Stadt Gera einen ausgewogenen Spielplan 2016/2017 gibt. 44 Premieren stehen an, davon 23 Neuinszenierungen auf beide Städte verteilt. Insgesamt sind 850 Veranstaltungen geplant. Im Geschäftsjahr 2015 gab es 861 Vorstellungen, die von rund 140.000 Zuschauern besucht wurden. Theater & Philharmonie Thüringen hat somit eine Auslastung von 76,90 Prozent im Gegensatz zum Jahr 2014 mit 74,19 Prozent erzielt. Wobei in Gera die Auslastung bei 79,69 Prozent und in Altenburg bei 72,41 Prozent lag.

Ähnliche gute Ergebnisse werden auch für die kommende Saison mit einem auf Schwerpunkte gerichteten Spielplan angestrebt. Auch wenn es noch keine schwarz auf weiß gesicherte Finanzierung gebe, so habe man sich mit der Zustimmung der Gesellschafter planungsfähig gemacht, meinte Kay Kuntze, der gemeinsam mit Chefdramaturg Felix Eckerle und dem kaufmännischen Geschäftsführer Volker Arnold das Angebot für die Spielzeit 2016/2017 im Geraer Theater vorstellte. Als einen der Höhepunkte nannte der Generalintendant die Ballettfestwoche Ende Januar. Dafür steht der Theaterball erst 2018 wieder auf der Agenda. Beides zusammen sei in einem Jahr nicht zu schaffen, bedauerte Kay Kuntze. Es läge nicht nur daran, dass sich der Theaterball finanziell nicht rechne, sondern auch daran, dass er für zwei Woche alle Produktionskapazitäten des Hauses bindet. Eröffnet wird die Ballettfestwoche mit einer Uraufführung von „Dracula”, einem Ballett von Silvana Schröder. Erstmals präsentieren sich unter dem Motto „Thüringen tanzt” auch Ballettkompanien aus Nordhausen und Eisenach sowie internationale Truppen. In Altenburg wird es als Ausgleich dafür einen Musicalsommer mit fünf großen Musical- und Operettenproduktionen geben.

„Obwohl wir alle Menschen gern zu den Gästen in unseren Theatern sehen, ganz gleich aus welcher Altersgruppe und sozialen Schichten sie stammen, halten wir ein umfangreiches Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien bereit”, versicherte der Generalintendant. Dazu gehört das neue Konzept für die Ballettküche, die eine tänzerische und kulinarische Speisekarte für Kinder und Familien enthält. Kay Kuntze freut sich riesig darauf, das Filmmusical der Shermann-Brothers „Tschitti Tschitti Bäng Bäng”, das nun auch als Bühnenmusical vorliegt, inszenieren zu können, übrigens zum ersten Mal für ein Stadttheater. Das Puppentheater macht vor einem weiteren Filmklassiker, der nicht nur seit den 70er Jahren Kinderherzen erfreut, sondern auch für die jetzt Erwachsenen zum Kultfilm wurde, nicht Halt. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” nach dem Märchen der tschechischen Autorin Božena Nĕmcová erlebt im Geraer Puppentheater seine Premiere. Eine neue Klassenzimmerproduktion „Bilge Nathan” und die Uraufführung eines Jugendstückes über Drogenkonsum „Vom Gefühl her : Fuck u!” sind für Altenburg geplant. Das Musiktheater lädt mit „Gold” in der Bühne am Park in Gera Kinder zum Mitgestalten ein. So können sie sich als Geräuschemacher für Meereswellen und Wind ausprobieren.

Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder” (Musik; Paul Dessau) und „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagony” (Musik: Kurt Weill) kommen auf die Bühne, die Boulevardkomödie aus Paris „Zwei Männer ganz nackt”, zwei hebräische Kammeropern – darunter eine Uraufführung - ,die wenig gespielte Oper von Tschaikowski „Masepa”, Zuckmayers „Der Hauptmann von Köpenick” sowie die Uraufführung „Verbrechen” von Ferdinand von Schirach im Puppentheater bilden die Vielfalt der Neuinszenierungen des Spielplanes, ergänzt von Übernahmen, die sogenannten B-Premieren, die in dieser Spielzeit in Altenburg bzw. in Gera ihre Aufführung erlebten. Vom Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera sind 110 Konzerte geplant.

( Helga Schubert, 23.04.2016 )

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