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Das Aus für die Flammenden Sterne

Gera (NG/zoe). Nach über zehn Jahren ziehen sich die „Flammenden Sterne Gera“ aus Ostthüringen zurück. Zu Ende geht damit eine bemerkenswerte und größtenteils erfolgreiche Veranstaltungsreihe, die im Jahr 2005 Premiere feierte und damals noch an drei Tagen über 20.000 Besucher anlockte. „Wir bedauern die Entwicklung sehr“, sagt Jürgen Wünsche, Geschäftsführer der veranstaltenden EFM - Event- und Festivalmanagement GmbH. Auch wenn das Konzept im Hinblick auf die Durchführungsdauer geändert wurde – ihren Status als eine der größten Veranstaltungen in Ostthüringen verloren die „Flammenden Sterne“ nicht. Dem Reiz, Weltklasse-Feuerwerke live zu erleben, erlagen bis zuletzt rund 15.000 Besucher an einem Tag – passende Witterungsbedingungen vorausgesetzt.

Trotz der stolzen Zahl an Besuchern, die von weit über die Stadtgrenzen hinaus den Weg nach Gera-Leumnitz fand, waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Veranstalter immer schwieriger geworden. Gestiegene Durchführungskosten und zurückgehendes Sponsoring bei gleichzeitig stabilen Eintrittspreisen – das war auf Dauer nicht zu halten: „Wir wollten den Besuchern immer ein attraktives Event zu moderaten Eintrittspreisen bieten“, sagt Jürgen Wünsche. Eine Anpassung der Ticketpreise, um das Event zu halten, hätte deutlich ausfallen müssen. „Ich vermute, das wäre am Markt nicht durchsetzbar gewesen“. Und auch der Versuch, mit einem vorgeschalteten Event für eine jugendliche Zielgruppe zu punkten, scheiterte im Vorjahr am Ostthüringer Regen.

Im Hinblick auf eine Fortführung der Veranstaltung waren leider auch Gespräche mit der Stadt ergebnislos geblieben. Wünsche: „Wertschätzung: Ja! Kostenreduktion oder Durchführungszuschuss: Nein!“ Daraus aber einen Vorwurf abzuleiten, möchte die EFM nicht. „Ich denke, die Stadt Gera um Oberbürgermeisterin Dr. Hahn sieht sich mit einer extrem schwierigen Haushaltslage konfrontiert. Da gibt es andere Prioritäten“, sagt Wünsche.

Dass die „Flammenden Sterne“ aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes in Gera überhaut so lange existieren konnten, sei in erster Linie den langjährigen Veranstaltungspartnern Köstritzer Brauerei, Sparkasse Gera-Greiz, Antenne Thüringen und Mediengruppe Thüringen zu verdanken gewesen. Wünsche: „Diese Unternehmen betreiben einen Gutteil der Kulturförderung für die Bürger in der Region. Das ist in hohem Maße bemerkenswert“.

Die Stadt Gera bedauert, dass sich das Feuerwerksfestival „Flammende Sterne“ nach über zehn Jahren zurückzieht. Die Nachricht erreichte die Stadtverwaltung heute völlig überraschend. Dass die Stadt per Pressemitteilung darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass das Feuerwerksfestival nicht mehr in Gera stattfinden werde, ist bemerkenswert. Der Veranstalter hatte seit dem letzten Feuerwerksfestival am 5. September 2015 nicht den Kontakt zur Stadtverwaltung gesucht, so dass es keinerlei Anzeichen gab, dass die 12. Auflage des Feuerwerksfestivals nicht mehr stattfindet. Der Betreiber des Flugplatzes Gera-Leumnitz, wo die Veranstaltung stattfand, hatte den Termin für das Festival 2016 bereits seit Oktober 2015 reserviert.   

( Gera (NG/zoe), 09.04.2016 )

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