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Rekruten legen Gelöbnis ab

Zum 1. Juli 2011 wurde die Wehrpflicht in Deutschland auf Eis gelegt. Doch mit den Freiwillig Wehdienstleistenden und den Soldaten auf Zeit gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, in der Bundeswehr tätig zu werden. So wurden zum 1. Januar 2016 auch in Thüringen wieder zahlreiche Männer und Frauen einberufen, welche seitdem ihren militärischen Dienst über ein Jahr oder auch länger leisten. Im Zuge der Grundausbildung gibt es nach jeder Neuaufnahme auch ein feierliches Gelöbnis, welches am 18. Februar erstmals im Stadion der Freundschaft abgehalten wurde. „Die militärische Zeremonie stellt für die Soldatinnen und Soldaten die förmliche Aufnahme in die militärische Gemeinschaft dar. Die Einbindung der Bundeswehr in die Gesellschaft wird durch das Ablegen des Feierlichen Gelöbnisses in der Öffentlichkeit verdeutlicht“, erklärt Presseoffizier und Hauptmann Marcus Kornek zu den Feierlichkeiten.

Bereits seit 1961 gibt es den heutigen Bundeswehrstandort „Zum Hain“ in Gera. Mit der Zeremonie in Gera, die immer an öffentlichen Orten durchgeführt wird, wolle man zudem die feste Bindung zum Ort zeigen, da der immer belegte Standort nach der NVA von der Bundeswehr übernommen wurde. Doch bevor die 198 Rekruten des Panzerpionierbataillons 701 (Gera), des Panzergrenadierbataillons 391 (Bad Salzungen) und des Führungsunterstützungsbataillons 383 (Erfurt) ihr Treuebekenntnis zur Bundesrepublik abgaben, sprachen Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger und die Oberbürgermeisterin der Stadt Gera, Dr. Viola Hahn, zu den Soldaten und deren Angehörigen, die ebenfalls an der Zeremonie teilnahmen. So betonte Hahn, dass Stadt und Bundeswehr eine gutes Miteinander und eine tiefe Freundschaft pflegen und die Bundeswehr vor allem in den letzten Jahren unkompliziert und schnell zur Seite stand, wenn es nötig war. Zwei Beispiele hierfür waren dabei das Hochwasser, bei dem Technik und Soldaten über mehrere Tage mithalfen, die Katastrophe zu lindern. Zudem würdigte sie den Einsatz im ehemalige Wismut-Krankenhaus, als es darum ging, das Haus zu räumen und auszustatten, damit Kriegsflüchtlinge einziehen konnten.

Minister Poppenhäger machte noch einmal klar, wie wichtig die Arbeit der Bundeswehr ist. Er gab den Rekruten mit auf den Weg, dass das Engagement in der Truppe auch eine Verpflichtung ist und er froh darüber ist, dass es Menschen gibt die sich dieser schwierigen Aufgabe stellen und mit ihrem Einsatz vor allem helfen wollen. Die traditionelle Rekrutenrede hielt in diesem Jahr, stellvertretend für alle anwesenden Soldaten, Pierre Schrader. Mit Charme und Witz erzählte er etwas über die gewonnenen Eindrücke in den ersten Wochen, dass man sich auf die kommenden Aufgaben freue und dass sich ein jeder der Verantwortung bewusst sei.

Nach den Reden und der musikalischen Begleitung durch das Musikkorps Kassel schworen die Rekruten ihren Fahneneid. Als nach knapp einer Stunde der Befehl „Rühren“ kam, eilten die Eltern zu ihren Kindern auf den Platz.

Vor dem Stadion der Freundschaft veranstaltete die Friedensinitiative Gera eine Demonstration und zeigte auf Plakaten und Bildern ihre Abneigung zur Veranstaltung und kam dabei auch mit vielen Besuchern ins Gespräch, die der Meinung sind, dass man die Bundeswehr benötigt, aber auch darauf achten sollte wie, wo und wann diese zum Einsatz kommt.

( Gera, Lars Werner, 27.02.2016 )

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