Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Vertreter verbünden sich neu

Ab 1. Februar wird es im Stadtrat eine neue Fraktion geben - die Liberale Allianz. Die Fraktion wird aus den bisherigen Mitgliedern der Fraktion „Arbeit für Gera“ Kerstin Pudig, Markus Meisner und Astrid Regel sowie den bisher der CDU-Fraktion angehörenden Stadtratsmitgliedern Sandra Graupner, Anne-Kathrin Hildebrand, Bernd Müller (parteilos) und Falk Nerger (FDP) bestehen. Zur Fraktionsvorsitzenden wurde Kerstin Pudig gewählt, Stellvertreter sind Sandra Graupner und Falk Nerger. Neues Gera hat bei Kerstin Pudig nachgefragt. Warum Liberale Allianz? Was heißt das?

Streng genommen bedeutet „Liberale Allianz“ ja „Freies Bündnis verschiedener Partner“  - mit gleichen wirtschaftlichen, militärischen oder politischen Zielen. Und genauso ist es. Hier haben sich die Wählervereinigung AfG, die FDP und ehemalige Mitglieder der CDU, darunter der vormalige Kreisvorsitzende Bernd Müller, zu einer Fraktion im Stadtrat Gera zusammengeschlossen.    

Was passiert mit der AfG?

Die Wählervereinigung „Arbeit für Gera“ gibt es weiterhin als freie Wählervereinigung. Sie hat einen Vorstand und arbeitet weiter kommunalpolitisch als Basis für die Fraktionsmitglieder der Liberalen Allianz, die in der AfG sind. Das sind Markus Meisner, Astrid Regel und ich. Die AfG ist einer der Partner in der Fraktion „Liberale Allianz“.

Wir werden Sie dem AfG-Wählern weiter die Treue schenken?

Ich bin noch immer die Person, die ich war. Ich denke, das werden auch die AfG-Wähler, also meine Wähler, so sehen. Meine politischen und gesellschaftlichen Ansichten ändern sich dadurch nicht. Im Gegenteil, durch die Neufraktionierung eröffnen sich mir und uns im Stadtrat Gera natürlich auch völlig neue Möglichkeiten, um eben genau die politischen Ziele durchzusetzen, für die AfG steht und für die AfG gewählt wurde.

Wie haben sich die neuen Fraktionsmitglieder gefunden?

Müller, Pudig und Nerger waren die damaligen Kreis- und Vorstandsvorsitzenden der „Allianz für Gera“ – Partner im Oberbürgermeisterwahlkampf 2012. Uns hat damals der Allianzgedanke vereint, der in der erfolgreichen Oberbürgermeisterwahl 2012 gipfelte, dann jedoch nicht konsequent fortgeführt wurde. Letztendlich sind es immer die Menschen, die der Motor sind, die für eine Sache brennen, und mit dem Wechsel im Kreisvorsitz der CDU war uns die CDU als starker Allianzpartner, ja als stärkster Allianzpartner, im Laufe der Jahre abhandengekommen. Die Fraktionsmitglieder haben sich durch persönliche Bekanntheit, durch gemeinsame Erfolge und nicht zuletzt durch gemeinsame Ziele für unsere Stadt und nur für unsere Stadt,  zusammengefunden. Das gilt für Sandra Graupner, Markus Meisner, Astrid Regel und Anne-Kathrin Hildebrand genauso wie für die erst genannten Personen. Unermüdlich treibende Kraft war dabei immer wieder Bernd Müller, der den Vorstand der AfG und den Kreisvorsitzenden der FDP eingebunden hat.   

Was wollen Sie künftig erreichen und für Gera bewegen?

Wir haben immer noch die gleichen Ziele wie vor der Oberbürgermeisterwahl 2012 und wie vor der Kommunalwahl 2014. Wir wollen ein geeintes wirtschaftsnahes Lager in Gera. Wir wollen ohne parteipolitisches Interesse Sachpolitik für Gera machen. Wir wollen uns für die weitere Stabilisierung der Wirtschaft und Bildung, auch bei Konsolidierung der Finanzen, in Gera einsetzen. Für uns, insbesondere für mich, ist ein Arbeitsplatz immer noch die sozialste Sache überhaupt.

Denken Sie, dass dieses Hopping innerhalb des Stadtrates zu einem guten, vertrauensvollen Verhältnis zum Bürger beiträgt?

Die Stadtratswahl ist in überwiegendem Maße eine Personenwahl, insofern ändert sich nichts, wir sind noch dieselben. Ich denke der Bürger ist klug und mündig. Er hat bereits erkannt, dass das wirtschaftsnahe Lager im Stadtrat in letzter Zeit eben nicht mehr gemeinsam aufgetreten ist. Ganz deutlich wurde das in der letzten Stadtratssitzung mit der aktuellen Stunde zur Feuerwehr. Ich denke der Bürger wird eher durch unstetiges Agieren abgeschreckt, als durch ein kommunales Bündnis, das schon einmal sehr erfolgreich war. Wir wollen nichts zersplittern, benötigen aber gegen die unheilige Allianz von CDU und LINKEN eine gewisse Schwungmasse im Stadtrat.

Fragen: Fanny Zölsmann

( Neues Gera, 30.01.2016 )

zurück