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Ein Riesenberg von Bewerbungen

Eine Unmenge Post flatterte in den vergangenen Tagen und Wochen in das Spatzenbüro im Comma. Projektleiterin Kinderjury für das Festival Goldener Spatz 2016, Katharina Trautmann, konnte es kaum glauben und zählte lieber noch einmal. 1.383 Bewerbungen um einen Juryplatz lagen auf ihrem Tisch. So viel wie noch nie, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Wobei, wie auch in den Jahren zuvor, die Mädchen mit 1.024 Einreichungen vor den Jungen mit 359 die Nase vorn hatten.

Am Wochenende hatte nun die sechsköpfige Auswahlkommission mit Festivalleiterin Margret Albers die schwere und doch schöne Aufgabe, die Juroren im Alter zwischen neun und 13, denen die wichtige Aufgabe während des Festivals zukommt, die Goldenen Spatzen zu vergeben, herauszusuchen. Dazu mussten alle Bewerbungsbögen von allen Mitgliedern der Auswahlkommission gelesen und beurteilt werden. Die Kinder sollten sich nicht nur kurz vorzustellen, sondern auch über ihre Hobbys zu schreiben, was sie derzeit bewegt und was sie gern einmal in einem Film sehen möchten und eine Filmkritik beilegen.

Katharina Trautmann, die bereits das 13. Jahr die Kinderjury betreut, war beeindruckt und auch überrascht, was die neun- bis 13-Jährigen für Wünsche haben und wie sie die Welt sehen. „Sehr viele beschäftigen sich mit dem Klimawandel”, erzählt sie, so zum Beispiel was passiert, wenn die Gletscher schmelzen, oder wenn es keinen Strom mehr gibt. Fast 80 Prozent allerdings würden sich mit dem Flüchtlingsthema befassen. Andere äußerten Angst vor Terroranschlägen. Verfilmt würden sie gern einmal ihre eigene Lebensgeschichte sehen oder über das Leben der Bundeskanzlerin. Mit großem Interesse widmet sich die Auswahlkommission jedoch stets den Filmkritiken, da hier die zukünftigen Juroren ein Beispiel ihrer Urteilsfähigkeit abgeben. Die Bewerber reichten zu 350 Filmen und TV-Sendungen Kritiken ein. Dabei standen aktuelle Kinohits im Vordergrund: „Ostwind I & II”, „Alles steht Kopf”, „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft”, aber auch „Star Wars: Das Erwachen der Macht” und die Klassiker „Alfons Zitterbacke” oder „Die Feuerzangenbowle” gehörten zu den bevorzugten Filmen. „Alle Bewerber erhalten eine Antwort”, versicherte Katharina Trautmann. Bei 25 von ihnen wird die Freude besonders groß sein, denn sie sind die Auserwählten, wobei jedes Bundesland, die Festivalstädte Erfurt und Gera und die Länder Österreich, Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein sowie Südtirol und die Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens berücksichtigt wird. An der Spitzen der Bewerbungen steht das Bundesland Nordrhein-Westfalen (242), gefolgt von Bayern (154), Bad Württemberg (140) und Thüringen (117). Aus Gera bewarben sich 13 Kinder.

Das Festival Goldener Spatz wird zum 24. Mal durchgeführt und findet in diesem Jahr vom 5. bis 11. Juni in Gera und Erfurt statt. 

( Helga Schubert, 30.01.2016 )

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