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Fachdienst 1100 – Alles unter einem Dach

Presse, Marketing, Kultur, Veranstaltungen, Märkte, Sport – all diese Bereiche sind nun in einem Fachdienst zusammengefasst und sollen künftig noch deutlicher zum Erscheinungsbild der Stadt sowohl nach innen als auch nach außen beitragen, das Image selbiger stärken und zugleich zu mehr Effizienz in der Stadtverwaltung führen.

Es ist zum einen der im Sommer vergangenen Jahres von der Oberbürgermeisterin angekündigten Strukturreform geschuldet, dass nun sechs Bereiche wie ein Damoklesschwert über den dazugehörigen neuen Fachdienstleiter schweben. „Zum anderen laufen einige befristete Verträge mit Fachdienstleitern aus. Zu denen auch Dr. Frank Rühling gehört, seiner Zeit Fachdienstleiter für Kultur”, erklärt Pressesprecher Uwe Müller in seiner jetzigen Doppelfunktion.

Uwe Müller, bis 31. Dezember, Leiter des Referats Presse und Stadtmarketing, ist nun seit 1. Januar diesen Jahres Fachdienstleiter für Presse, Marketing, Kultur, Veranstaltungen, Märkte, Sport. „Es ist die Quintessenz, die Verwaltung effizienter aufzustellen, kampagnenfähiger zu werden und Arbeitsspitzen besser bewältigen zu können”, erklärt er diesen Schritt und sieht sich selbst als Dirigent eines zusammengewürfelten Orchesters. „Wenn in einem Quartett ein Spieler ausfällt, kann diese Gruppe nicht mehr ihr gewohntes Repertoire spielen. Aber wenn ich alle Trios, Quartetts und Sextetts zu einem Orchester zusammenführe, dann sind wir leistungsstärker und breiter aufgestellt und können gemeinsam die Aufgaben bewältigen.”

Dr. Frank Rühling sei auf eigenen Wunsch in die zweite Reihe abgetreten. Seit 1. Januar ist er Leiter für das neue Referat kulturelle Bildung, Migration und Integration. „Wir wollen nicht die Flüchtlinge gesondert behandeln, sondern ein besseres Miteinander pflegen. In diesem Referat ist die Volkshochschule und die Bibliothek angesiedelt, die beide auch in Sachen Integration tätig sind. So bietet z.B. die VHS Deutsch- und Integrationskurse für Flüchtlinge an”, führt Müller aus.

Künftig will er aber nicht in Schubladen denken und seine Arbeitszeit in Prozente einteilen. „Es soll und wird alles eine fließende Geschichte. All diese Bereiche tragen wesentlich zur Identifikation der Bürger mit ihrer Heimatstadt bei. Gebündelt in einer Hand soll die Stadt noch besser bekannt gemacht werden”, blickt der neue Fachdienstleiter in die Zukunft und gibt bereits einen konkreten Ausblick in Sachen Stadtmarketingkonzept. „Wir wollen Ende des dritten Quartals einen überarbeiten Marketingplan 2030 vorlegen. Gera ist vielfältig und das wollen wir auch zeigen und nach Außen tragen. Es geht dauerhaft vorwärts mit unserer Stadt. Das beweisen die neuen Wirtschaftsansiedlungen ebenso wie die Erfolge in Sachen Bildung, man denke nur an die Umwandlung der Berufsakademie in eine duale Hochschule. Auch die Entscheidung, die ehemalige Landeszentralbank zu verkaufen und damit die Chance auf eine zweite Hochschule zu ebnen, hat sich bewährt. Aber auch auf Kunst und Kultur werden wir weiterhin großen Wert legen. Wir werden Otto-Dix-Stadt bleiben. Verstärkt wollen wir unser Augenmerk auch auf das kommunale Marketing legen. Sowohl die Mitarbeiter der Verwaltung als auch die Stadträte sollen stets positiv über die Stadt reden. Ein Arbeitsschritt ist dafür, dass Intranet attraktiver und informativer zu gestalten. Nicht nur die interne Kommunikation muss gestärkt und ausgebaut werden. Auch die Außenwirkung ist entscheidend für das positive Image einer Stadt. In der Vergangenheit gab es bei einigen Ortsteilen die Überlegung, sich dem Landkreis Greiz anzugliedern.” 

„Dem wollen wir entgegenwirken. Die Ortsteile mit all ihren Initiativen und engagierten Bürgern tragen wesentlich zum Gesamtkunstwerk Kommune bei. Wir wollen die Kirche im Dorf lassen. Das Zentrum einer jeden Stadt ist eine tragende Säule, doch die Bürger in den ländlichen Kernen sind das Fundament. Schaut man über den Tellerrand hinaus, sind am Horizont die Städtepartnerschaften zu sehen. Sowohl diese Partner als auch der Sport mit seinen gut 20 nationalen und internationalen Wettbewerben und Meisterschaften hier vor Ort sind unser Sprachrohr in die Welt. In 110 Sportvereinen mit rund 15.000 Mitgliedern liegt ein unwahrscheinliches Potential, welches höchste Anerkennung verdient. Trotz Haushaltssicherungskonzept und der finanziellen Engpässe und daraus resultierenden Erhöhungen, sehe ich im Sport ein großes Potential für die Werbung unserer Stadt“, gibt Uwe Müller einen mannigfaltigen Ausblick in Sachen Stadtmarketing.

So sieht er auch die Zahlen als Zeichen für die positive Entwicklung unserer Stadt. „2015 hatten wir seit 1988 erstmals wieder einen Einwohnerzuwachs, bei einem Ausländeranteil von rund fünf Prozent. Das dritte Jahr in Folge wurden mehr als 700 Babys geboren. Viele Frauen entscheiden sich wieder früher Mutter zu werden und gehen wieder auf das traditionelle Familienbild von zwei und mehr Kindern zurück. Auch das Durchschnittalter ist zurückgegangen”, belegt er den zahlenmäßigen Aufwärtstrend.

Neben dem Marketing sind nun auch die Museen in seiner Obhut. „Auch wenn nun erst einmal Orangerie und Dix-Haus geschlossen sind, bin ich froh, dass die Bauarbeiten nun begonnen haben und wir freuen uns, wenn wir beide Häuser zum Geburtstag von Dix am 2. Dezember wieder öffnen können. Seit diesen Sonnabend ist Otto Dix im Stadtmuseum präsent und rückt damit erstmals mitten ins Herz der Stadt Gera. Des Weiteren sind wir in diesem Jahr gleich auf zwei internationalen Ausstellungen zu Gast. Als zweitgrößter Leihgeber von Dix Werken tragen wir maßgeblich zum Gelingen des deutsch-mexikanischen Jahres von Mai 2016 bis Mai 2017 in Lateinamerika bei. Weiter sind wir in Frankreich mit Dix Werken präsent. Die Geraer Bevölkerung und deren Gäste erwartet dadurch eine abwechslungsreiche Schau im Stadtmuseum, da stets Werke zwischen Mexiko, Frankreich und Gera unterwegs sind”, gibt Müller einen Ausblick auf ein spannendes Ausstellungsjahr.

Es sind natürlich die zahlreichen Initiativen mit ihren Mitwirkenden, die die Museen und Kultureinrichtungen Geras beleben und am Leben erhalten. „All diese Initiativen sind zu begrüßen und zu würdigen. Hier finden Gespräche außerhalb der Verwaltung statt. Diese Diskurse sind kreativ, ideenreich und frei von jeglicher bürokratischer Erstarrtheit. Es ist Fakt, Kultur und Verwaltung beißen sich. Kultur ist freiheitsliebend, Verwaltung reglementiert. Wir müssen und sollten diese Räume nutzen, um neue Ideen zu schaffen. Es nützt keinem immerwährend im eigenen Saft zu schmoren. Gera hat eine unheimliche Bandbreite an zu vermarktenden Potentialen zu bieten. In dieser Bandbreite kann dies keine Stadt vorweisen. Wir sollten uns dies bewusst machen und werden”, freut sich Uwe Müller auf seine vielseitige Aufgabe. Er selbst sieht sich als Kapitän einer Mannschaft: „Wer die Tore schießt ist völlig egal, aber wir wollen gewinnen.” 

( Fanny Zölsmann, 16.01.2016 )

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