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Bildungsmesse wirbt mit "Mehr! Aus-Bildung machen"

Gera ist Klassenbester: Zum wiederholten Male ist die Stadt erster Veranstalter in Thüringen der alljährlich im Frühjahr stattfindenden Bildungsmessen zur Vorbereitung des Ausbildungsjahres. Die zwölfte Veranstaltung "Berufe aktuell 2001", wiederum im Kultur- und Kongresszentrum, verspricht sich am Mittwoch, 24. Januar, unter der Losung "Mehr! Aus-Bildung machen" mindestens 8000 Besucher. Schirmherr OB Ralf Rauch freut sich darauf, unter den Gästen Thüringens Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel begrüßen zu können. Zu dem von der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera (IHK), der Handwerkskammer für Ostthüringen, der Stadtverwaltung und dem Arbeitsamt Gera organisierten Forum warten rund 90 Aussteller mit Angeboten zur Berufswahl und zur beruflichen Weiterbildung auf. Wie die IHK-Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung Ingrid Weidhaas vor der Presse informierte, werden über 120 Berufe praxisnah vorgestellt. Doch darüber hinaus können sich Schüler, Eltern und Lehrer über alle 360 in der Bundesrepublik zugelassenen Ausbildungsberufe informieren.

Vor dem Hintergrund der noch immer angespannten Lage auf dem Ausbildungsmarkt wollen die Veranstalter mit der Bildungsmesse dazu beitragen, dass möglichst jeder Schulabgänger, der es wünscht, eine Lehrstelle erhält. Immerhin drängen dieses Jahr in Ostthüringen rund 12.000 Jungen und Mädchen ins Berufsleben (Thüringen insgesamt 36.000). Nicht jeder Wunschtraum kann dabei in Erfüllung gehen. Leider haben nach wie vor zu viele junge Leute als Berufswunsch Kfz-Mechaniker, Hotelkaufmann, Bankkaufmann oder Floristin. Von volkswirtschaftlichem Interesse und gefragt in vielen modernen Unternehmen sind aber Fachkräfte wie Mechatroniker, Fachinformatiker, Mediengestalter und Tätigkeiten in der Metall- und Elektrobranche. Letztere Branche steigert z. B. die Zahl der Lehrverträge von 346 im Vorjahr auf 439 in diesem Jahr.
Die vom Wirtschaftsministerium geförderte Bildungsmesse "Berufe aktuell" will Anstoss für die Unternehmen sein, die eigene Nachwuchssituation zu überdenken, um mehr Lehrlinge auszubilden. Die IHK hat 3500 Verträge im Visier, wobei sich nicht zuletzt ihre sieben speziellen "Werber" engagieren. Das Ostthüringer Handwerk bildet derzeit rund 6.600 Lehrlinge aus. Hier sind vier "Werber" auf Achse. 120 Plätze entstehen im staatlich finanzierten Jugend-Sofortprogramm. Sorge bereitet allen Bildungsträgern die Lehrstellensituation im gebeutelten Bauwesen. Wie die IHK berichtet, gibt es im Bereich Handel zur Zeit 740 Lehrverträge, im Hotel- und Gastätten-Gewerbe 565, dagegen im Baugewerbe nur 403. Es ist gegenwärtig nahezu aussichtslos, in der Baubranche sich um eine Lehrstelle zu bewerben.
Das Bemühen der Veranstalter um Ausbildungsplätze in der erforderlichen Zahl wird leider auch dadurch geschmälert, dass weiterhin 15- bis 20 Prozent der Lehrlinge wenige Woche nach Lehrbeginn wieder aufgeben oder den Anforderungen nicht gewachsen sind. Viele Ausbildungsbetriebe klagen darüber, dass die Bewerber ungenügende schulische Leistungen mitbringen.

( NG/hb, 20.01.2001 )

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