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„Mittelstand ist Motor der Stadt“

Zum ersten Mal hat der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Gera seine Auszeichnung „Geraer Unternehmer des Jahres 2015“ an eine Frau verliehen: Die Buchhändlerin Rosemarie Züge-Gutsche ist seit 29 Jahren als Buchhändlerin tätig – und es gibt keine andere ihrer Berufskolleginnen, die auf eine so hohe Auszeichnung verweisen können. Nicht nur aus diesem Grunde wurde die Laudatio am Auszeichnungsabend von Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn gehalten. Als „Buchhandlung mit Charme und Geschichte“ wurde einmal Brendel‘s Buchhandlung bezeichnet. Ihre Geschichte reicht so weit zurück, dass Rosemarie Züge-Gutsche mit Stolz auf die lange Tradition ihres Hauses verweisen kann. Das Geraer Geschäft gehört zu den sieben ältesten Buchhandlungen in ganz Europa. Die Geschichte geht zurück bis zum Jahre 1842. Damals eröffnete Henriette Ludwig, geborene Freiin von Eichelberg in der damaligen Schlossgasse eine Leihbibliothek, 1856 übernahm ihr Gehilfe Friedrich Ernst Brendel das Geschäft unter dem Namen „Fr. Brendel‘s Buchhandlung“ und wird seitdem unter dieser Firmierung auch im neuen Domizil in der Großen Kirchstraße weitergeführt. Frau Züge-Gutsche war als Mitarbeiterin der Buchhandlung auf der Sorge tätig und erfuhr 1989, dass der Inhaber von „Brendel‘s“ die DDR verlassen würde. Sie bewarb sich als Nachfolgerin, überzeugte den aktuellen Eigentümer Volksbuchhandel mit ihrem Konzept und erhielt den Zuschlag. Viel Arbeit wartete auf sie – und Hürden, die sie vorher nicht erahnt hatte. Die Buchhändlerin verwirklichte aber zielstrebig ihre Ideen und erweiterte die Ladenfläche. Kaum war das geschafft, gab es schon einen neuen Traum: Der Keller des Hauses sollte ein „Buch-Keller“ werden, bereits 1995 war auch dieses Ziel erreicht.
Rosemarie Züge-Gutsche sprühte vor Ideen und organisierte im Veranstaltungsraum des „Buke“ Lesungen von vielen bekannten Autoren, Vorträge und ganze Reihen – von Weinverkostungen über Zaubershows bis zu immer gut besuchten Lesungen. Weit über 800 sind es bisher gewesen.. Im Sommer 2010 hätte eine Havarie im Keller fast das Ende des beliebten Treffpunktes bedeutet. Die Buchhändlerin nutzte aber die Schließzeit, um den Keller noch schöner zu gestalten. 
Dann erfüllte sich die Buchhändlerin einen zweiten Traum mit dem Café Rosè in der Zschochernstraße 30. Aus dem ehemals verwilderten Garten und einem alten Gemäuer hat sie ein nicht alltägliches Ambiente geschaffen, mit Rosen, Oleander und vielen anderen Blumen. „Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen“, zitiert sie Cicero und ist ganz glücklich, wenn es ihren Gästen gefällt. 

( Gera (NG), 05.09.2015 )

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