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Vernetzung unter den Kulturschaffenden

Gut ein Jahr haben sie im Verborgenen gewerkelt, haben sich getroffen, Gedanken ausgetauscht, Ideen formuliert und erste Projekte angeschoben. Nun wollen sie auch die Öffentlichkeit einbeziehen. Gemeint ist der im September vergangenen Jahres gegründete Kulturstammtisch, auf Initiative der drei Linke-Stadtratsmitglieder Mike Huster, Bernd Krüger und Nina Wunderlich. „Wir haben viel und oft diskutiert und immer wieder festgestellt, dass es nicht wirklich eine Vernetzung unter den Kulturschaffenden gibt. Auch findet nur spärlich ein Dialog zwischen den Stadträten und denen, die Kultur machen, statt. Wir wollten einen Rahmen schaffen, sich regelmäßig zusammenzusetzen, um mit den Kulturschaffenden an einem Tisch ins Gespräch zu kommen. Wir waren erstaunt, dass die ersten Treffen so gut angenommen wurden”, resümiert Bernd Krüger und zeigt sich zugleich erfreut, dass sie scheinbar mit ihrer Initiative ins Schwarze getroffen haben. „Die Verwaltung gefällt sich in ihrer Ohnmacht, finanziell dürftig ausgestattet zu sein”, mahnt er jedoch auch an und bedauert die Verluste der letzten Jahre, so z.B. Alles Theater. Maßgeblich schneiden jedoch auch die Reduzierung der Zuschüsse ins Fleisch der einzelnen Kulturengagierten.

„Mittels unseres Kulturstammtisches wollen wir nicht nur die Aktiven erreichen, sondern auch die Interessierten, die sich künftig vorstellen könnten, ihren Beitrag in Form von Eigeninitiative oder auch in Form von finanzieller Unterstützung zu leisten”, bringt Mike Huster an. Damit sie diese auch erreichen und über das vorhandene Engagement in dieser Stadt informieren können, ist aktuell eine kleine Broschüre in Planung, in der sich Fördervereine, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, die Kultur ihrer Heimat zu lancieren, vorstellen und für sich werben können.

Natürlich ist nicht immer alles so schnell geboren, wie Ideen befruchtet werden. „Wir planen die Fertigstellung dieser Broschüre im Frühherbst”, gibt Huster bekannt.

Ein weiteres Projekt, welches bereits konkrete Züge angenommen hat, ist das Aufstellen einer Plastik vom dem KuK. Der Geraer Buchautor Manfred Taubert kam mit dieser Idee zum Stammtisch. „Und so funktioniert es, die Künstler, Aktiven und Liebhaber der Kultur setzen sich an einen Tisch und diskutieren Mögliches und Machbares”, bekräftigt Huster das Ansinnen dieser Runde. „Wir hatten viele Skulpturen, die alle still und leise aus dem Stadtbild entfernt wurden”, kritisiert Krüger.

Doch jetzt hat die Stadt eine neue Instanz, die es nun noch aufzubauen und bekannt zu machen gilt, damit sich jeder Bürger angesprochen fühlt, aktiv seine Stadt mit kulturellem Leben zu füllen.

Ab September geht der Kulturstammtisch, der sich mittlerweile in KulturNetzGera umfirmiert hat, ins zweite Jahr, dann stehen bei den Verantwortlichen noch wesentlicher die Wünsche der Schöpfer im Vordergrund. „Das erste Jahr galt dem Sondieren, wollen und brauchen wir ein solches Netzwerk. Nach der Sommerpause wollen wir dann, dass die Künstler mit ihren konkreten Wünschen den Prozess gestalten”, so Huster abschließend.

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 9. September, 18 Uhr, im Volkshaus Zwötzen statt.

( Fanny Zölsmann, 08.08.2015 )

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