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7.500 km: Mit dem Auto um die Ostsee

Pierre Luther hat drei Wochen Sommerurlaub geplant. Doch am Ende dieser Zeit wird er weder einmal ausgeschlafen, ein ordentliches Frühstück zu sich genommen oder einen Tag in der Sonne gelegen haben. Vielmehr wird er schlafen, wo er gerade ist, sich mit kaltem Wasser duschen und froh sein, sich früh schnell eine Schnitte schmieren zu können. Gemeinsam mit seinem Geraer Freund Jens Krätzig, seinem Arbeitskollegen Ron Böttner und seinem ehemaligen Kommilitonen Sebastian Pawlizcek wird Pierre Luther in 16 Tagen, 7.500 Kilometer gefahren, zehn Länder besucht und dabei die Ostsee umrundet haben.

Es ist seit langem sein Traum, einmal an einer Rallye teilzunehmen. Nun ist es endlich so weit. In wenigen Wochen geht es los. Dann startet für vier Jungs der Trip ihres Lebens.

Am 13. Juni versammeln sich insgesamt 134 Teams in Hamburg um gemeinsam zu starten. Am Ende zählen erledigte Aufgaben und die gefahrenen Kilometer um als Sieger hervorzugehen. „Doch es geht uns primär um den Spaß. Auch wenn der Sieger eine erneute Teilnahme an einer der vier Rallyes gewinnt, die der Hamburger Veranstalter im Jahr organisiert, ist dies für uns nicht vordergründig”, bringt es Pierre Luther auf den Punkt.

Neben einem Startgeld von 1.375 Euro (ein Auto plus vier Fahrer) und 750 Euro für einen vom Veranstalter vorgeschlagenen Verein, haben es sich die vier Jungs auf die Fahnen geschrieben, den Spendenbetrag zu erhöhen. „Neben der Berliner Arche können Fans der Rallye und Freunde der Sache den Streetwork Gera e.V. unterstützen. Alles Geld, welches wir über die Spendenaktion sammeln, kommt den Vereinen zugute. Sowohl das Startgeld, als auch Sprit, Maut und Verpflegung werden wir aus eigener Tasche finanzieren”, erklärt Pierre Luther, dass die Teilnahme daran geknüpft ist, Gelder für wohltätige Zwecke zu sammeln. Aktuell können die vier 2.298 Euro für den Streetwork Gera e.V. und 1.120 Euro für die Arche verbuchen. Als Bonbon wird jeder Spender mit seinem Namen oder Unternehmen auf dem Auto platziert und wird quer durch Europa hofiert.

Neben dem Finanziellen gibt es eine zweite Teilnahmebedingung: Das Auto. So gibt der Veranstalter vor, dass das zufahrende Vehikel mindestens 20 Jahre auf dem Buckel haben muss, es kein Wohnmobil sein und lediglich 2.500 Euro kosten darf. „Anfangs hatte ich es mir nicht so schwierig vorgestellt, ein passendes Modell zu finden, welches neben den nötigen technischen Ausstattungen auch räumlich etwas bietet, denn sicherlich werden wir größtenteils im Auto schlafen, zumindest bis Dänemark. In Skandinavien gilt das Jedermannsrecht, d.h. wir können überall Zelten bzw. unter freiem Himmel schlafen.”

Am Ende steht nun ein BMW mit V8-Motor und 300 PS vor der Tür und wartet auf seinen Einsatz. Neben den Startvoraussetzungen unterliegt auch die Fahrt selbst gewissen Regeln. „Weder Autobahnen noch ein Navigationsgerät dürfen benutzt werden”, erklärt er.

Mit im Gepäck: Ein Ersatzrad auf dem Dach. „Wir werden keine weiteren Ersatzteile mitnehmen. Wir hoffen, dass er durchhält”, so die mutigen Worte eines Abenteurers, obwohl er im Hinterkopf weiß, dass sein Auto eine „einzige fahrende Baustelle ist”.

Am 28. Juni werden sie, wenn sie aller Voraussicht nach wieder in Hamburg einfahren, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen durchquert haben.

Wer nun neugierig geworden ist, der kann dabei sein, wenn die Jungs auf große Fahrt gehen. Und wer seinen Beitrag für den guten Zweck leisten will, ist hier ebenfalls richtig: www.shareventure.de/rallye2015 

( Fanny Zölsmann, 09.05.2015 )

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