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Schlagzeilen der Woche

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Lebenslieder, Leidenschaft und Gemälde

Nach bereits elf erfolgreichen Konzerten stehen nun die letzten drei auf dem Programm der diesjährigen Songtage.

Matthias Gehler, Sonnabend, 9. Mai, Trinitatis

Vor knapp 25 Jahren hat Matthias Gehler seine Gitarre in die Ecke gestellt und seither keine Konzerte mehr gegeben. Einer der letzten großen Auftritte war 1990 zur Eröffnung des Schleswig-Holstein-Festivals bei Justus Franz. Und dann gab es noch ein internes Konzert für die Journalisten aus aller Welt, die in Berlin den Vereinigungsprozess beobachtet hatten – ein Abschiedskonzert als Staatsekretär und Regierungssprecher – moderiert von Angela Merkel, die Gehlers Stellvertreterin war. Dann ist er in den Journalismus zurückgekehrt, lebt und arbeitet in Thüringen beim MDR als Chefredakteur. Rückblickend auf die friedliche Revolution und die Wiedervereinigung ermutigten Freunde und Veranstalter den ehemaligen Liedermacher, seinen alten Koffer zu öffnen und das Material von damals zu sichten. Entstanden sind eine CD mit Liedern und ein Buch mit Liedtexten und kurzweiligen Geschichten, die jeweils die Hintergründe erzählen. 9. Mai | Trinitatiskirche | Beginn: 20.30 Uhr

Sinéad O´Connor, Mittwoch, 13. Mai, KuK

1986 kommt „The Captive“ in die englischen Kinos. Auf dessen Soundtrack findet sich der Song „Heroine“, mit einer Frau namens Sinéad O‘Connor am Mikrofon. Was man damals, trotz ihres durchaus erfolgreichen Platten-Debüts „The Lion and the Cobra“ Mitte der 1980er Jahre, noch getrost als „nahezu unbekannt“ umschreiben kann, ändert sich gut vier Jahre später schlagartig. Die von Prince geschriebene Single „Nothing Compares 2 U“ schlägt weltweit ein. Das Album „I Do Not Want What I Haven‘t Got“ verkauft sich über sieben Millionen Mal – Sinéad O‘Connor wird zum Weltstar. 2014 gibt es das neue Album. Und auch damit weiß sie zu überraschen und zu erfreuen. Zwölf Songs, die das demonstrieren, was sie so besonders macht: leidenschaftlich und direkt, aber mit allumfassender zerbrechlicher Schönheit durchzogen. Eine Tour de Force, die den Geist des Funky Blues mit einer frischen Ergründung des uralten Leitmotivs der romantischen Liebe durchzieht.

Das Album signalisiert das neue Selbstbewusstsein einer Songschreiberin, die bis vor kurzem vielleicht eher als Sängerin berühmt war. 

13. Mai | KuK | Beginn: 21 Uhr

Alexa Feser, Freitag, 15. Mai, Comma

Alexa Feser lässt man am besten einfach sprechen. Dann diktiert sie, mit wundersamer Beiläufigkeit und strahlenden Augen, reihenweise überschriftsreife Sätze – so schnell, dass der Stift kaum folgen kann.

Noch klarer als im Gespräch ist Alexa Feser, wenn sie ihr stupendes Wortgefühl dafür nutzt, ihre Wahrheiten nicht nur in Sätzen sondern in den ihr eigenen leisen und doch so lauten Songs auszudrücken – mit ihrem Klavier, ganz besonders mit ihrer herben, gebrochen schönen und ganz und gar eigenen Art zu singen: „Mir geht es nicht nur um Inhalte und Texte. Ich will, dass man die Geschichten nicht nur in den Zeilen lesen, sondern auch in der Stimme hören kann. Ich will auch nicht schön singen - ich will so singen, dass man mich emotional versteht. Ich will aus Wunden Weisheiten machen.“ Alexa Fesers Songs sind präzise formulierte Kurzgeschichten, eindrucksvolle Gemälde aus Musik.

15. Mai | Clubzentrum COMMA | Beginn: 21 Uhr

( Gera (NG), 09.05.2015 )

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