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Für eine Willkommenskultur

Es ist ihr gemeinsam erklärtes Ziel, sich für die allgemeine Unterstützung und den Schutz von Flüchtlingen, Asylsuchenden, Migranten, Einzelpersonen und politisch Verfolgten einzusetzen. „Wir wollen uns für eine positive Willkommenskultur in Thüringen stark machen. In unserem Verein geht es um die Flüchtlinge und nicht gegen die Nazis”, verdeutlicht Gusti Dietzsch. Sie gehört dem fünfköpfigen Vorstand des sich noch jungen und in Gründung befindenden Vereins „Akzeptanz! Gera” an.

Am 17. April haben sich 17 engagierte Bürger zusammengefunden, um sich in diesem Bündnis neu zu vereinen. „Jeder, der sich für den Abbau von Vorurteilen und Diskriminierungen einsetzen will, ist bei uns willkommen. Ich kenne viele junge Menschen, die sich engagieren wollen aber bisher noch keinen Kontakt gefunden haben”, freut sich Theresa Pohler auf weitere Mitglieder. Sie selbst hat in Dresden studiert und habe dort eine bessere Widerstandskultur kennen gelernt.

Der parteiunabhängige, freie Verein will sich künftig um hilfesuchende Flüchtlinge, Asylsuchende, Migranten, Einzelpersonen und politisch Verfolgte sowie um unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder kümmern. „Noch stehen wir in Thüringen damit am Anfang und sind gerade mit diesem Thema überfordert. Wo werden sie untergebracht, welche Hilfe wird ihnen zuteil, wie geht man mit ihnen um”, zitiert Claudia Poser-Ben Kahla ein paar offene Fragen des ersten Integrationsgipfels, der jüngst in Erfurt stattfand.

Neben dem Freundeskreis für Flüchtlinge und den vielen anderen ehrenamtlich Engagierten will nun auch der neugegründete Verein die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen. „Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz. Wir wollen Interessen bündeln, Netzwerke festigen und Ressourcen zielorientiert einsetzen”, betont Katrin Berthold das Ansinnen und unterstreicht, das ein Verein als Institution mehr Rechte und Möglichkeiten bietet.

Neben den vier Geraer Frauen gesellt sich ein Arzt aus Bad Klosterlausnitz im Vorstand. Abdelrahman Ashour ist gebürtiger Ägypter und seit eineinhalb Jahren in Deutschland. „Ich möchte den Migranten helfen, sich hier schnell zurecht zu finden um sich irgendwann sicher zu fühlen”, sagt er.

In naher Zukunft wollen sie Arbeitsgruppen gründen. So z.B. eine namens „Bildung und Kultur”. Hier wollen sie Nachhilfen, Sprachkurse und Treffs anbieten. Eine weitere will sich mit dem Thema „praktische Hilfen” beschäftigen und sich mit Fragen rund um das Thema „wie geht es weiter” auseinandersetzen. Wer den Verein näher kennenlernen oder sich engagieren möchte, der findet auf www.akzeptanz-gera.de Ansprechpartner und Informationen.

( Fanny Zölsmann, 02.05.2015 )

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