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Theater rüstet sich für nächste Spielzeit

Schon der Name „Theater& Philharmonie Thüringen (TPT) beinhaltet den Anspruch: Gera und Altenburg besitzen Thüringens einziges Fünf-Sparten-Theater und „Das soll auch so bleiben”, so Generalintendant Kay Kuntze, der gemeinsam mit Chefdramaturg Felix Eckerle die umfassenden Angebote der Künstler für die Spielzeit 2015/16 vor der Presse vorstellte. Außerdem gab es erstmals eine akustische und optische „Vorschau” auf die nächsten Vorhaben am vergangenen Donnerstagabend in der Geraer Puppenbühne.

Immerhin werden den Geraern, Altenburgern und Besuchern aus der Umgebung insgesamt 18 Neuproduktionen aller Sparten angeboten. Und auch der ergänzende Nebensatz des Generalintendanten verbreitet Optimismus: „Wir sind optimistische, hochwertiges Theater auch nach dem Jahr 2016 anbieten zu können. Unser Standort ist schützenswert, weil wir künstlerisch-kommerziell erfolgreich sind.”

Nicht nur die erwartungsvolle große Schar begeisterter Theaterfreunde und -besucher dürfte das optimistisch stimmen. Schließlich hat es vor ein paar Monaten eine von der finanziellen Lage des Hauses große Sorgen über einen Fortbestand der Bühnen in der heutigen Form gegeben. Durch große Anstrengungen konnte aber durch die Stadt Gera, den Landkreis und die Stadt Altenburg sowie mit Hilfe des Thüringer Kulturministerium der Fortbestand des TPT in bisheriger Form gesichert werden. Allerdings tragen die Theaterleute durch einen Haustarifvertrag auch einen erheblichen Anteil der Lasten.

Die Kaufmännische Geschäftsführerin Andrea Schappmann – sie scheidet am Ende der laufenden Geschäftszeit aus ihrer Funktion aus – konnte wegen Erkrankung ihren Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung des Hauses nur schriftlich vorlegen. Darin stellt sie fest, dass sich das Theater finanziell konsolidiert hat und ein solides kaufmännisches Fundament geschaffen werden konnte und seit 2011 ein ausgeglichenes Unternehmensergebnis ausweist.

Die Mitarbeiterzahl hat sich von 319 im Jahre 2010 altersbedingt auf 300 im vergangenen Jahr verringert. Im gleichen Zeitraum ist allerdings auch die Zahl der Vorstellungen um 181 zurückgegangen. 135.635 Besucher wurden gezählt, rund 43.700 weniger als 2010. Erfreulich: Die Auslastung der Vorstellungen veränderte sich mit durchschnittlich 74 Prozent nur unwesentlich.

Wirtschaftlich betrachtet ist es TPT gelungen, den so genannten Drittmittelanteil in den letzten Jahren erheblich zu steigern. Andrea Schappmann stellt fest, dass 2014 rund 248.000 Euro aus dieser Finanzquelle kamen, vier Jahre vorher waren aus Spenden, Sponsoring sowie anderen zusätzlichen Zuschüsse nur 64.000 Euro zusammengekommen. Zusammengefasst: Der selbst erwirtschaftete Finanzierungsanteil der Theater-GmbH liegt seit 2010 bei zwölf Prozent und damit deutschlandweit im Durchschnitt. Gegenwärtig sind rund 2.200 Abonnenten eingetragen.

(Über die Vorhaben alle Sparten wird Neues Gera noch berichten.)

( Reinhard Schubert, 25.04.2015 )

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