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Bäume sollen Einheit dokumentieren

Es sind Denkmale der besonderen Art. Rund 150 Gemeinden in ganz Deutschland wollen jeweils drei Bäume – je eine Kiefer, Eiche und Buche – in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit jeweils zehn Meter Seitenlänge pflanzen. Das Wachsen dieser Bäume zu einem Kronenzusammenschluss soll Entwicklung, Ausbreitung, Aufschwung, Wandel und die Zusammengehörigkeit als Einheit dokumentieren.

„Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) will der Erinnerung an die deutsche Einheit im wahrsten Sinne des Wortes Raum geben. Seit Frühjahr dieses Jahres werden bundesweit Wiedervereinigungsdenkmäler gepflanzt, meinte Hans-Dieter Dörbaum, Geschäftsführender Vorstand des Thüringer Landesverbandes der Schutzgemeinschaft, bei der Pflanzaktion in der Stadtrodaer Straße. Das Gelände befindet sich zwischen einer Aufforstungsfläche und einem Wanderweg zur Kreuzung Martinshöhe.

Die Idee für die wachsenden Denkmale hatte SDW-Mitglied Werner Erhardt bei einem Bürgerdialog mit Bundeskanzlerin Angela Merkel entwickelt. Daraufhin hatte die Kanzlerin die Schirmherrschaft übernommen und hat in Bonn selbst drei Bäume gepflanzt. In Thüringen will die Schutzgemeinschaft Wald mindestens vier dieser Naturdenkmäler schaffen. Den Anfang hatte der frühere Vizekanzler Franz Müntefehring gegeben, nunmehr folgte Gera und schließlich wird gemeinsam mit dem Stiftungsrat der Wartburg und Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht solch ein Naturdenkmal unterhalb der Wartburg gesetzt.

Hans-Dieter Dörbaum bezeichnete die Auswahl der drei Baumarten mit der Buche für die ehemalige Bundesrepublik, die Kiefer für die ehemalige DDR und die Eiche für das wiedervereinte Deutschland als Symbole, die dann von oben betrachtet die Form eines Daches darstellen – das Dach Deutschlands, das alle Bürger des Landes beschützt. Wenn die Idee voll verwirklicht wird, können in diesem und im nächsten Jahr rund 33.000 Bäume in Deutschland gepflanzt werden und als lebendige Denkmale zur deutschen Einheit wirken. Die kleine Geraer Anlage wird durch den Fachdienst Stadtgrün übernommen.

Zur Teilnahme an der Pflanzaktion war leider nur eine gute Handvoll Baum- und Naturfreunde gekommen. Der Leiter des Fachdienstes Stadtgrün bei der Stadtverwaltung, Matthias Mittenzwey, sicherte zu, dass zur Erinnerung eine Tafel die Wanderer am Rande des Stadtwaldes auf das einzigartige Naturdenkmal aufmerksam machen soll.

( Reinhard Schubert, 07.11.2014 )

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