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20.000 Euro für mehr kulturelle Vielfalt

Vor etwas mehr als vier Wochen rief die Stadt zu einer zweiten Runde „Lokaler Aktionsplan Toleranz fördern - Kompetenz stärken” in diesem Jahr auf. Grund waren zusätzliche Mittel in Höhe von 20.000 Euro. In der ersten Runde Anfang des Jahres konnten elf Projekte mit einer Summe von 70.000 Euro bewilligt werden, darunter das Fest der Kulturen „Wir sind alle die Welt”, die Kunstausstellung „Toleranz” und das Demokratieprojekt „Wir sind das Dorf”. 
In der vergangenen Woche traf sich der Begleitausschuss, um über die aktuell vorliegenden Anträge abzustimmen und die Finanzen zu verteilen. Sieben Träger reichten ihre Ideen für kulturelle Vielfalt, ein buntes Miteinander und mehr Toleranz mit einer Gesamtsumme von 22.335 Euro ein. Für die Mitglieder des Begleitausschusses galt es die inhaltliche Übereinstimung mit den Zielen des LAP zu ermitteln und, im Anschluss daran, die finanziellen Mittel zu verteilen.
Der Förderverein Ostschule Gera e.V. erhielt sowohl die inhaltliche als auch finanzielle Zusage für die Streitschlichterausbildung von 25 Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren. „Die siebenten und achten Klassen werden an diesem Workshop teilnehmen und das Erlernte bei den Fünf- und Sechsklässlern anwenden. Zusätzlich werden sie für drei bis fünf Jahre ehrenamtlich verpflichtet, unterstützen die Lehrer am Nachmittag und führen eine eigene Sprechstunde durch”, erklärt Schulleiter Hans-Jürgen Voit das mit 3.600 Euro veranschlagte Projekt.  
Ebenfalls eine Zusage erhielt Puppenbühnenleiterin Sabine Schramm für das Theaterstück „Die große Reise”. Bereits in der ersten Runde hat sie sich am Programm beteiligt, jedoch nur ein Viertel ihrer beantragten Summe, aufgrund knapper Kassen, bewilligt bekommen. Nun erhalten sie eine zusätzliche Finanzspritze von 4.000 Euro, um das Stück in der gewünschten Form und mit passendem Rahmenprogramm über die Bühne bringen zu können. 
Der Interkulturelle Verein Gera e.V. wird mit 3.500 Euro im Rahmen ihrer eingereichten Idee „Der Welt begegnen - die Welt verstehen” gefördert. Geplant seien zehn generationsübergreifende Veranstaltungen bis November.
Inhatlich zwar bewilligt, aber um mehr als 50 Prozent finanziell gekürzt, kann das Shalom sein Projekt „Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern” im Rahmen der interkulturellen Woche umsetzen. Laut Antrag sei eine Bilderausstellung von Schülern aus Tunesien, Vorträge und ein Abschlusskonzert geplant. Angesetzt waren 3.235 Euro, bewilligt wurden 1.235 Euro, da der Begleitausschuss sich gegen die Kosten für eine Band aus Nürnberg in Höhe von 2.000 Euro aussprach. „Warum könnte nicht eine Band aus Gera auftreten”, so Begleitausschussmitglied Silvia Mlinarsky fragend. 
Mit jeweils 167,50 Euro weniger als beantragt müssen sich die Kunstzone e.V. und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Gera zufrieden geben. Der Geraer Künstler Sven Schmidt plant die Fortführung des Kunstprojektes Toleranz in Form von Videoclips, verfilmt von Schülern, die ihre Meinung zum Thema äußern. „Wir wollen auf einer Internetplattform und vernetzt mit den sozialen Netzwerken diese Filme präsentieren und so mit einer anderen Form von Kunst zum Nachdenken und Diskutieren anregen”, erklärt er. Dafür stehen ihm nun 3.832,50 Euro zur Verfügung.
Mit einer Bildungsreise nach Krakau und Ausschwitz sollen Jugendliche, Erzieher, Lehrer und zivilgesellschaftliche Akteure das jüdische Leben, Begegnungen in der Vergangenheit und Gegenwart bearbeiten und für die Geraer zugänglich machen. Zudem stehen drei Lesungen und eine Projektdokumentation zum Buch „Shalom, Herr Levi - jüdisches Leben heute” und die Arbeit mit der Biographie von Uwe von Seltmann auf dem Programm. „Anhand des ersten Bescheides konnten wir bereits 500 Exemplare des Buches ‚Herr Levi‘ drucken. Wir wollen noch weitere 500 Stück drucken, um noch mehr Menschen mit diesem hochinteressanten Buch zu erreichen und für das jüdische Leben zu sensibilisieren”, erklärt Uwe Heimowsky seine Projektidee mit einem Budget von 3.832,50 Euro.  
Gänzlich abgelehnt wurde der Antrag des Fördervereins Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium. 

( Fanny Zölsmann, 12.09.2014 )

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