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Kräutergarten liegt hoch im Kurs

„Oh große Kräfte sind’s, weiß man sie recht zu pflegen, die Pflanzen, Kräuter, Stein in ihrem Innern hegen.” Schon bei William Shakespeare finden wir diese Verse über die besondere Wirkung von Kräutern, die eine heilende oder anregende Wirkung haben können, vor allem aber in der guten Küche nicht fehlen dürfen.
Die frischen, aromatischen Kräuter aus eigenem Anbau werden bald wieder in der Hortküche der Kneipp-Grundschule Saarbachtal von den Schülern zu so mancher Leckerei verarbeitet.
Der eigene, mit viel Fleiß angelegte, Kräutergarten steht sowohl bei der Grundschule als auch bei der Kneipp-Kindertagesstätte „Am Maulwurfhügel“ der AWO Gera hoch im Kurs. Aber auch das Wissen um die Anlage eines Kräutergartens und die Pflege und Verwendung der Pflanzen werden auf diese Weise den Kindern ganz praktisch vermittelt. Doch bis es soweit ist, war es erst einmal notwendig, den Kräutergarten aus dem Winterschlaf zu wecken. Genau deswegen hatten der Bürgerverein Scheubengrobsdorf, die Grundschule und die Kita zum großen Frühjahrsputz aufgerufen. Und zu tun gab es genug. Gut 80 Helfer hatten sich angesagt, am Ende waren es weit über 100. Unterstützt von der guten Seele Holger Lubba sorgte Silke Platzer dafür, dass sich die fleißigen Helfer nicht gegenseitig im Weg standen oder untätig waren. So wurden Pflanzen und Sträucher gehäkelt, Unkraut gejätet, Sträucher wurden ausgegraben und nachgepflanzt, der Sichtschutz an der Wasserstation neu gestrichen, Bäume ausgeholzt und der Kompost umgesetzt.
Neubepflanzt mit Pfefferminze wurde auch das Hochbeet, welches die 4b zu ihrem Schulabschluss 2012 als Geschenk für den Kräutergarten angelegt hatte. Zu den Neuerungen zählt der Bau einer Abgrenzung zur Wildwiese wie auch das Anlegen einer Insektentränke. Hierzu bedurfte es fachmännischer Anleitung und wie schon so oft in der Sache Kräutergarten übernahm Ursula Perlet von der unteren Naturschutzbehörde diesen Part.
Mitten im Kreis der fleißigen Helfer, die ehemalige Grundschulleiterin Karin Schröter. Sie hatte die Grundschule mit auf den Weg in Richtung Kneipp-Grundschule gebracht. „Es ist schon ein schönes Gefühl zu sehen, was aus einer Idee inzwischen geworden und wie groß der Zuspruch unter den Eltern ist“, so Karin Schröter. 
Ob Kräutertee, Kräuterbutter oder aus Kräutern gefertigte lecker Aufstriche: gern greifen da die Grundschüler zu. Auch der Kräutergarten bedarf einer regelmäßigen Pflege. Über die dafür notwendige Unterstützung  kann sich Silke Platzer nicht beklagen. „Zweimal wöchentlich findet unsere Arbeitsgemeinschaft Kräutergarten statt. Zwischen zehn und zwanzig Kinder melden sich da regelmäßig freiwillig“, freut sich die Verantwortliche für den Kräutergarten.
Nicht nur als Beobachter, auch als Helfer ist stets Erik Buchholz mit vor Ort. „Wir hatten erst vor kurzem einen Einsatz auf dem Spielplatz in Frankenthal und nun hier im Kräutergarten. Für mich ist es schon beeindruckend, was man doch in schwierigen Zeiten auf die Beine stellen kann und wie von den Eltern die Idee des Kräutergartens unterstützt wird“, so der Ortsteilbürgermeister.
Somit wollte auch Mutti Claudia nicht abseitsstehen. Sie transportierte Kompost mit der Schubkarre. Dabei hatte sie ihre Jüngste, Lina, acht Monate, auf dem Rücken und bei der Leerfahrt ihren Sohn Artur in der Schubkarre. „Es sind ja auch die Kindergartenkinder, die den Kräutergarten nutzen. Da liegt es doch nah, dass auch wir Eltern mithelfen und bei der Arbeit kommt man dann auch besser mit anderen Eltern in Kontakt“, erzählt sie und verweist darauf, dass auch die Urgroßeltern von  Lina und Artur mit da sind.

( Reinhard Schulze, 25.04.2014 )

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