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Zuwendung vor Ort zu spüren

Über den Rennsteig wandern, durchs Tiroler Land, über sieben Brücken muss man gehn, muß i denn zum Städtele hinaus und dann noch rote Lippen soll man küssen – der Chor des Seniorenpflegeheimes „Otto Dix“ weiß, wie man Menschen begeistern kann. „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“, wusste schon der deutsche Schriftsteller und Dichter Johann Gottfried Seume. Und in der Tat, die Senioren fühlen sich wohl in ihrem Seniorenpflegeheim in der Liselotte-Herrmann-Straße 7.

„Den Baggerlärm werden wir überstehen, hauptsache auf dem schmuddeligen Platz entsteht etwas Schönes“, soll eine Bewohnerin gesagt haben, als man mit dem Bau des Seniorenpflegeheimes begonnen hatte. Das war Ende Mai 2002. Einen Monat später im Juni folgte die Grundsteinlegung,  am 7. Oktober des gleichen Jahres wurde Richtfest gefeiert und am 25. März 2004 dann die Einweihung des Pflegeheimes – Grund genug, das Zehn-jährige Bestehen mit einem Festakt zu feiern.

Besonders eng verbunden mit dem Heim fühlt sich Birgit Diezel. Erst als Staatssekretärin im Finanzministerium, später als Thüringer Finanzministerin und nun als Präsidentin des Thüringer Landtages. Sie hat das Seniorenpflegeheim, wie es Wolfgang Reuleke, Geschäftsführer der Geraer Heimbetriebsgesellschaft mbH (HBG) in seiner Laudatio sagte, mit auf den Weg gebracht und den Bau bis zur Fertigstellung begleitet und ist dem Haus bis heute treu geblieben.

„Individuelle Betreuung und Zuwendung sind vor Ort spürbar“, so Birgit Diezel. Für sie kein Zufall, dass sich dieses Haus zu einer ersten Adresse für Senioren in Gera entwickelt hat. Sie stimmte mit Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn darin überein, dass die hohe Lebensqualität ein Verdienst der dortigen Mitarbeiter ist. Sind sie es doch, die den Mitmenschen Energie, Liebe und Zuwendung spenden.

Das Seniorenpflegeheim verfügt über vier Wohnebenen mit einer Bewohnerkapazität von insgesamt 90 Plätzen, 72 Einzel- und neun Doppelzimmer, alle ausgestattet mit altersgerechten Mobiliar. Jedes der Zimmer verfügt über einen getrennten Sanitärbereich. In allen Wohneinheiten ist je ein behindertenrechtes Pflegebad vorhanden. Aufenthalts- und Speiseräume mit angrenzenden Balkons können in jedem Wohnbereich genutzt werden. Die Speiseversorgung erfolgt durch die hauseigene Küche.

Auf Grundlage des Artikels 52 Pflegeversicherungsgesetz sah der 3. und 4. Thüringer Landespflegeplan als Voraussetzung für die Sanierung und Modernisierung des Seniorenpflegeheimes „Kurt Neubert“, den Ersatzneubau des Seniorenpflegeheims „Liselotte-Hermann-Straße“ - seit 19. April 2010 Seniorenpflegeheim „Otto Dix“ – vor.

Bereits 1998 hatte die Geraer HBG das Grundstück, welches zu DDR-Zeiten als Garagenhof des Rates des Bezirkes Gera genutzt wurde, erworben. Im September 2001 erhielt die HBG einen Fördermittelbescheid über damals 13,4 Millionen Deutsche Mark.

Während der Sanierungsphase des Seniorenheims „Kurt Neubert“ von Juni 2004 bis August 2005 diente das Heim in Debschwitz als Ausweichobjekt für die Bewohner. Seit der Inbetriebnahme hat sich das Seniorenpflegeheim „Liselotte-Hermann-Straße“ zu einer der besten Altenpflegeinrichtungen in der Geraer HBG entwickelt. Auf Grund seiner hohen Qualität, für die 60 Mitarbeiter (begonnen 2005 mit 47) verantwortlich sind, hat die Einrichtung in den vergangenen Jahren durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen die Note „sehr gut“ (1,2) erhalten.

Seit 2005 wurden 381 pflegebedürftige Senioren betreut. Der Altersdurchschnitt liegt derzeit bei 86 Jahren. Ältester Bewohner ist eine Seniorin mit 101 Jahren.

Die Entscheidung zur Namensänderung vollzog sich vor dem Hintergrund, die Bedeutung von Otto Dix für die Stadt und für das Stadtbild noch deutlicher werden zu lassen. Verbunden mit der Namensänderung, so Wolfgang Reuleke, ist die Zielstellung, innerhalb Geraer HBG und der Einrichtung die Kunst erlebbar für die Senioren zu machen. So sollen Ausstellungen, Malkurse, Patenschaften mit Schulen und Kitas in die Konzeption des Hauses eingebunden werden, womit sich die Attraktivität der Einrichtung weiter erhöht.

( Reinhard Schulze, 18.04.2014 )

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