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Zeit der Ausreden ist vorbei

„Klar, klarer, Schulterschluss zwischen Sportvereinen, Stadtsportbund und Landessportbund“ –  ist genau das, was die fast 100 Vereinsvertreter hören wollten. Einer von ihnen, Hartmut Bergmann, Vorsitzender des SV Pforten, der in seinem Diskussionsbeitrag auf der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes (SSB) kein Blatt vor dem Mund nahm und die Teilnehmer honorierten ihm das durch ihren lautstarken Applaus. In der geplanten Streichung der Betreiberzuschüsse sieht er das Aus für die Sportstätte in Pforten. Einst die Sportstätte in Eigenregie übernommen, um die Stadt zu entlasten, droht ihr nun das Aus. „Ist der Sport dafür da, die Stadt zu sanieren? Wir werden derartige Maßnahmen nicht hinnehmen. Wir werden es der Stadt zeigen. Der Sport ist stark“, zeigt sich der Vereinsvorsitzende kampfstark.
Bereits im Bericht des Präsidiums wies SSB-Präsident Markus Morbach darauf hin, dass der Geraer Vereinssport  die finanzielle Situation der Stadt verseht und das man sich konstruktiv an der erfolgreichen Umsetzung und der Fortschreibung  des Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) beteiligen wird und verwies dabei schon auf erste Gesprächsrunden, um mit den betroffenen Vereinen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. „Aber im Gegensatz zu vielen Lobbyisten, die sich mit plakativen Forderungen und Scheinangeboten mit dem Haushaltssicherungskonzept beschäftigen, hat der Vereinssport unter dem Dach des Stadtsportbundes konkrete Angebote bereits diskutiert. Das ist, sportlich fair gesehen, ein Geschäft auf Augenhöhe – ein Geben und Nehmen“, so Markus Morbach. Hinsichtlich der Sicherung des Vereinssports fordert der SSB Investitionssicherheit, Verlässlichkeit der Aussagen, Fairness seitens des Trägers der Sportstätten gegenüber den Vereinen sowie die Gleichbehandlung aller im Zusammenhang mit den Maßnahmen des HSK beteiligten Institutionen. 
Positiv bewertete der SSB-Präsident die jährlichen Zuschüsse in Höhe von 70.000 Euro für lizenzierte Übungsleiter im Haushalt zu belassen.
Wie stark und solidarisch der Geraer Sport wirklich ist, hat sich während der Zeit des Junihochwassers gezeigt. So dankte der Präsident allen Helfern für ihr großes Engagement und auch für die Selbstverständlichkeit der Hilfe auch von denjenigen, die nicht unmittelbar betroffen waren. „Der Geraer Vereinsport hat gezeigt, dass man auch in dieser extremen Situation in der Lage sein kann, die Stadt zu gestalten, wenn man die Dinge beherzt anpackt“, so Markus Morbach. Vor einem Jahr gewählt, sei für ihn klar gewesen, dass dies eine besondere Ehre für ihn war und das der Vereinssport hier etwas ganz Besonderes für ihn ist. „Nach dem 2. Juni 2013 bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass der Geraer Vereinssport mit seinen Werten Teamfähigkeit, Engagement, und Einsatzbereitschaft, Disziplin, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit sowie Leistungsbereitschaft etwas ganz Besonderes ist. Mit Ihnen, liebe Vertreter der Vereine, lässt sich die Zukunft gestalten und das, obwohl die Herausforderungen immens sind.“
So war es der Geraer Sport, der zuerst gehandelt, nicht nur reagiert, sondern von Beginn an agiert hat. So hörte man an keiner Stelle, „warum etwas nicht geht“. Dies hören wir als Interessenvertreter der Vereine leider viel, viel zu oft von anderen Stellen, so Markus Morbach, der den anwesenden Vertretern der Stadt zurief: „Auf die Sportvereine können Sie sich zu 100 Prozent verlassen.“ Und weiter: „Hören Sie in der Verwaltung damit auf, zu sagen, wie und warum etwas nicht geht. Die Zeit der Ausreden ist jetzt endgültig vorbei. Gestalten Sie jetzt endlich mit uns die Zukunft der Sportstadt Gera.
Über die Sportstätteninfrastruktur informierte Bau- und Sportdezernent Ramon Miller. Seine Ausführungen lassen hoffen und dennoch sitzen Enttäuschung  und Frust bei den Vereinsvertretern tief. Die Botschaft der Vereine sei angekommen, so Ramon Miller. Was die Vereine nun fordern sind Taten. 
Verständnis und Unterstützung für den Vereinssport, daran lies auch Peter Gösel, Präsident des Landessportbundes Thüringen, keinen Zweifel. Gerade in der Zeit der Hochwasserkatastrophe erwies sich der LSB als echter Partner. Aufmerksam verfolgte dieser den Verlauf der Mitgliederversammlung. Sein Fazit dann eher ernüchternd: „Wenn ich das so höre, dann ist es nicht erst fünf vor Zwölf, sondern fünf nach Zwölf.“ Dennoch vertraut er auf die Kraft des Geraer Vereinssports. So hält er nichts von Leuten, die am Sonntag für das Ehrenamt streiten und am Montag gegen das Ehrenamt arbeiten. Seine Hoffnung, dass man auch künftig über guten Sport in Gera redet und das auch zum Wohle des Landes Thüringen.
Für ihren unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz während des Hochwasserkatastrophe  wurden 16 vom Hochwasser betroffene Vereine sowie der Turnverein Gera e.V. mit der Ehrenurkunde des Stadtsportbundes und einer finanziellen Förderung für das Ehrenamt im Sportverein geehrt. 

( Reinhard Schulze, 11.04.2014 )

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