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Herzmuskel des Unternehmens

Am 1. April war es dann offiziell soweit, der Graphische Betrieb Gebrüder Frank beging sein 100. Jubiläum mit einem Festakt. Gekommen waren sie zahlreich - Kunden, Lieferanten, Dienstleister, Vertreter von Verbänden und Kammern, Freunde, Kollegen und nicht zuletzt Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn. Sie alle wollten gratulieren und auf eine lebhafte und erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. „Die FAZ vom 29. März diesen Jahres beschreibt die Leistung so: ‚Hundert Jahre, zwei Weltkriege und die DDR‘. Mein eigenes Fazit: Fünfmal begonnen und dreimal politisch gescheitert. Aber: Luther würde jeden Tag wieder ein Apfelbäumchen pflanzen”, resümierte Geschäftsführer Dr. Harald Frank.
Die rund 60 geladenen Gäste erhielten eine exklusive Geschichtsreise, begonnen am 1. April 1914. „Warum 1914? Deutschland war ein moderner Staat, wahrscheinlich der freieste Staat, den es jemals auf deutschem Boden gab. Die Währung war stabil, ein enormer Bevölkerungszuwachs verschaffte Selbstvertrauen und die florierende Wirtschaft versprach einen zunehmenden Wohlstand für breiteste Kreise. Warum gerade der 1. April? 1914 war es ein Mittwoch. Es schien ein Glückstag zu sein”, erzählte Dr. Frank aus der Geschichte, und es sollte auch einer werden. 2014, der 1. April ist ein Dienstag, präsentiert das Stadtmuseum seit wenigen Wochen eine kleine, aber feine Studioausstellung über „400 Jahre Druckereien und Verlage in Gera und 100 Jahre Gebrüder Frank, Graphischer Betrieb”. „Es ist wie im richtigen Leben und selten schwarz-weiß: der Start ist schwer und erfordert Mut, die Fortsetzung ist schwer und erfordert Durchhaltevermögen, Gestaltungskraft und Eigenkapital”, philosophierte Dr. Frank und fasste zusammen, dass seit 1990 rund 15 Millionen Euro investiert und 35 Lehrlinge ausgebildet wurden. Dass Dr. Harald Frank zu einem der erfolgreichsten Unternehmern der Region gehört, bewies nicht zuletzt die Auszeichnung vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft zum Unternehmer des Jahres 2013. 
„Erfolgreiche Unternehmen leben nur durch ihre herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten und ihre Mitarbeiter. Und trotz aller Wechselbeziehungen und gesellschaftlicher Wandel blieb das Unternehmen stets auf Kurs und ist zukunftsfähiger denn je. Das bedruckte Papier hat Zukunft, denn was vor 100 Jahren gedruckt wurde, kann heute noch gelesen werden und so wird es auch in 100 Jahren sein. Wer kann heute schon sagen, wie viele Daten auf einer CD oder einem Stick in 100 Jahren zu finden sein werden”, regte Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn zum Nachdenken an und dankte zugleich Franks Engagement, sich auch für die politischen, sportlichen und gesellschaftlichen Belange der Stadt einzusetzen. Doch nicht nur Erfolg und Engagement zeichnen ihn aus.  So betonte Peter Höhne, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostthüringen, dass Dr. Harald Frank auch ein kritischer Unternehmer sei. „Wir haben von ihnen viel gelernt und heißen ihren fachlichen Rat stets willkommen.” 
1991 gründete Dr. Harald Frank den Regionalkreis Ostthüringen des Unternehmerverbandes ASU - seit einigen Jahren „Die Familienunternehmer” - und war lange Zeit Regionalkreis-Vorsitzender. „Familienunternehmer, wie Sie es sind, sind der Herzmuskel des Unternehmens”, würdigte Albrecht von der Hagen, Hauptgeschäftsführer von „Die Familienunternehmer” das traditionsreiche Familienunternehmen, welches bereits den Weg in die vierte Generation mit Sohn Daniel Frank geebnet hat. 
Dass die Stabilität eines Unternehmens auf die stabile Leitung zurückzuführen ist, darauf setzt auch Christian Schiffers, Geschäftsführer des Fachverbandes der Deutschen Faltschachtelindustrie. Als eines von 90 Mitgliedern des Fachverbandes weiß die Druckerei einen weiteren starken und verlässlichen Partner auf ihrer Seite. „Die 90 Mitglieder repräsentieren drei Viertel des Branchenumsatzes in Deutschland. Die Druckerei Gebr. Frank sitzt zudem als einziges ostdeutsches Unternehmen im Beirat”, so Schiffers weiter. 
Doch was wäre ein Festakt mit vielen lobenden Worten ohne die rühmenden Taten? Seit Jahren ist Dr. Harald Frank Vorstandsmitglied im Förderverein seiner ehemaligen Schule - dem Goethegymnasium Rutheneum seit 1608. So war es für ihn eine besondere Geste, bei seinen Gästen um Spenden zu bitten statt auf Geschenke zu hoffen. Freudig konnte er die stolze Summe von 1.525 Euro an Schulleiter Dr. Joachim Hensel überreichen. „Das ist noch nicht die endgültige Summe, wir werden den Betrag noch auf 1.914 oder 2.014 Euro aufstocken”, versprach der Jubilar zur Übergabe. „Als Förderverein für 650 Schüler brauchen wir immer Geld. Dieses soll für unsere Konzertreise im März 2015 nach New York eingesetzt werden. Rund 60 Chorsänger aus unserer Schule werden teilnehmen und mit jedem Cent, den wir einnehmen, können wir die Eltern entlasten”, erklärte Dr. Joachim Hensel die Verwendung.
Mit einer weiteren Spende würdigte Dr. Frank die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. „Mit diesen 1.000 Euro unterstützen wir die Anschaffung einer neuen labortechnischen Ausstattung” – mit diesen Worten überreichte er den Scheck an Professor Dr. Eugen Herzau.
Gemeinsam mit seinen Gästen blickte Dr. Harald Frank in die Vergangenheit, gestaltete mit den Spenden die Gegenwart und wünschte sich für die Zukunft: „Eine geordnete Firma übergeben, gut ausgebildete Enkel erleben, seinen Familienstammbaum weiter verästeln und sein vor 35 Jahren begonnenes Buch über ‚Chemie bei Pilzen‘ fertig schreiben zu können.”

( Fanny Zölsmann, 04.04.2014 )

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