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Einzigerartiger Pfad durch die Geschichte

Ob Sonne am kommenden Wochenende ins Freie lockt, weiß man noch nicht genau. Sicher ist, dass uns die Sonntagsuhr eine Stunde mehr schenkt, um vielleicht einen Blick in den Bezirk Bieblacher Hang zu wagen.

Denn heute, seit einer Woche, schmücken sechs neue Tafeln diesen Stadtteil. Einen kurzen, prägnanten und eindrucksvollen Streifzug durch die Geschichte des Bieblacher Hangs können nun Bewohner, Schüler und Spaziergänger erleben. Zu sehen und zu erfahren gibt es so einiges. „Uns ist diese historische Aufarbeitung, gemeinsam mit vielen Bürgern dieses Stadtteils, gelungen”, mit diesen Worten eröffnete Martina Schramm, Geschäftsführerin der GWB „Elstertal” diesen Pfad.

Als Hauptvermieter am Bieblacher Hang hat die GWB „Elstertal” die Organisation sowie Finanzierung der Tafeln übernommen. Gemeinsam mit Bürgern, darunter die 88jährige Ingeburg Braun, die viele Dokumente und Bilder beigesteuert hat, und Schüler der 12. Regelschule, begaben sich Markus Popp, Geschäftsbereichsleiter Wohnungswirtschaft GWB „Elstertal” und Stadtteilmanagerin Steffi Nauber auf den Rundweg.

Diese Veranstaltung war einer der letzten Höhepunkt in der Woche der Generationen (wir berichteten), die vom Stadtteilbüro Bieblach ins Leben gerufen wurde, welches sich in Trägerschaft der GWB „Elstertal“ befindet. „Diese Schautafeln innerhalb des Denkmalschutzgebietes Bieblacher Hang sollen an die Besonderheiten der Entstehung dieses Wohngebietes als Bergarbeiterstadtteil erinnern und seine Entwicklung darstellen”, erklärt Markus Popp. Und so wurde die Realisierung dieses Projektes auch nur in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde möglich. „Gemeinsam mit Leiterin Sabine Schellenberg haben wir die sechs Standorte ausgewählt”, so Popp weiter. Zudem erhielten sie weitere inhaltliche Unterstützung von der Chronikgruppe des Stadtteils Bieblach unter Leitung von Elke Vorwerk sowie vom Stadtarchiv.

„Ich bin stolz, dass wir die ersten und vorerst einzigen sind, in deren Stadtteil Geschichtsunterricht im Freien stattfindet“, freut sich Stadtteilmanagerin Steffi Nauber. Es sei wichtig, sagt sie, Ereignisse für die Nachwelt aufzuheben. Vor allem aber hofft sie, dass sich die Generationen noch mehr voneinander abschauen können und der Geschichtspfad in die Lehrpläne der hiesigen Schulen aufgenommen werde - doch dies ist bekanntlich kein Spaziergang.

Entstanden ist die Idee 2010 im Rahmen des Forschungsprojektes „Wohnen im Alter im Kontext der Stadtentwicklung“. Eine Gruppe von Studenten der Fachhochschule Erfurt und des Instituts für Stadtplanung untersuchten über sechs Monate den Stadtteil und erarbeiteten Ideen und Vorschläge zu „Wohnen im Alter“. „Aufgeteilt in vier Schwerpunkten, darunter das Thema ‚Freiraum‘ entwickelten wir einen solchen Geschichtspfad”, erklärt Julia Zimmer. Sie gehörte damals mit zu den Forschenden. Seit Sommer diesen Jahres arbeitet sie auf Sylt in der Inselverwaltung. 

( Fanny Zölsmann, 24.10.2013 )

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