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Stadtentwicklung mit Hilfe von Studenten

Interessiert laufen sie über das Buga-Gelände, die Neue Landschaft in Ronneburg und durch die Innenstadt von Gera. Wenn man nicht genau hinschaut, denkt man eine Gruppe Touristen ist unterwegs, um sich einige Highlights in und um Gera anzusehen. Doch dann machen sie auch Halt in den Stadtteilen Lusan und Bieblach, welche in den vergangenen Jahren eine rasante positive Entwicklung gemacht haben, aber in keiner Stadt zu den Touristenhighlights zählen würde. Bei genauerer Betrachtung fällt nun auf, dass die Gruppe keinen Urlaubsausflug macht, sondern zu einem Projekt gehören, welches vom Verein „Ja für Gera“ mit Unterstützung der Stadt auf den Weg gebracht wurde.

„Impulse und neue Ideen von außen, das ist was jede Stadt benötigt, auch Gera“, so Volker Tauchert, der Vorsitzende des Vereins „Ja-für Gera”. Seit über einem Jahrzehnt engagiert sich der Verein mit seiner Arbeit in der Stadt. Dabei hat man mittlerweile, in einem breit aufgestellten Tätigkeitsspektrum, ein beachtliches Netzwerk aufgebaut, mit dem Ziel, Gera für seine Bewohner, Besucher und in der Wahrnehmung nach außen nachhaltig attraktiv zu gestalten. „Wir leben in Gera und deshalb engagieren wir uns auch für unsere Stadt, damit sich diese in allen Lebensbereichen kontinuierlich und nachhaltig weiterentwickelt, lebenswert und attraktiv bleibt“, so Tauchert zu den Ambitionen des Vereines.

Ein Thema, welches den Verein schon seit seiner Entstehung begleitet, ist die Stadt- und Freiraumentwicklung in Gera. Hierzu gab es schon einmal ein Projekt, welches zusammen mit der Bauhaus Universität Weimar durchgeführt wurde. Durch ein befreundetes Unternehmen bekam Volker Tauchert nun Kontakt zu Prof. Dr. Ing. Petra Rau, die an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe Landschaftsarchitektur und Umweltplanung unterrichtet. Bereits im Juli diesen Jahres besuchte sie Gera und lernte die Stadt und den Verein kennen. Hierbei sprach man über die Möglichkeiten Studenten des Fachbereiches nach Gera einzuladen, um gemeinsam mit diesen neue Ideen für die Stadt zu entwickeln. „Gerade Menschen von außen entwickeln neue Ideen und geben Sichtweisen, welche man selbst so noch nicht betrachtet hat. Die Vorstellungen des Vereines haben mir dabei sehr gut gefallen und deshalb haben wir uns darauf geeinigt, ein solches Projekt zur Stadtentwicklung gemeinsam anzugehen“, erzählt Prof. Dr. Ing. Petra Rau.

In den vergangenen Tagen besuchten nun 14 Studenten, welche in Höxter gerade dabei sind ihren Master in Landschaftsarchitektur und Umweltplanung zu machen, samt Dozenten die Stadt, hörten Vorträge des Fachdienstes Stadterneuerung und tauschten sich mit Verantwortlichen der Stadt zum Thema Stadtentwicklung aus. „Mit Hilfe von Petra Rau und der Stadt haben wir ein Programm für die Studenten zusammengestellt, bei welchem sie zahlreiche Facetten von Gera kennenlernten“, so Tauchert. Prof. Dr. Ing. Petra Rau fügt hinzu, dass es das Ziel sei, gerade im Bereich Freiraumentwicklung, was beispielsweise Straßen und Plätze betrifft, Ideen und Konzepte zu entwickeln, welche die Stadt bei Gefallen und der möglichen Umsetzung im weiteren Verlauf der Stadtentwicklung mit einbinden kann. Ein Beispiel hierfür haben die Studenten während ihres Aufenthaltes in der Innenstadt auch schnell gefunden. Jeder Geraer kennt das Problem der Sorge mit angebundenem Zschochernplatz. Hier gab es einige Ideen, Veränderungsvorschläge und auch Kritik an der jetzigen Gestaltung des Platzes.

Schon jetzt ist klar, dass dieser Besuch viele Impulse für die Weiterentwicklung von Gera bringen wird. Außerdem soll dieser nicht der letzte und einzige Besuch der Hochschule Ostwestfalen-Lippe gewesen sein. Für die Zukunft ist eine weitere Zusammenarbeit geplant, bei welchem Studenten in Workshops und Arbeitsgruppen ihre eigenen Vorschläge für Gera entwickeln sollen. 

( Lars Werner, 24.10.2013 )

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