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Statt Geld lagern, geistiges Kapital geben

„Ich denke da ganz pragmatisch. Wenn unterm Strich etwas wirklich Gutes für Gera herauskommt, ist es in Ordnung. Ich war Gründungsmitglied im Kuratorium für das Kunsthaus Gera und bin aber auch Mitglied im SRH-Hochschulausschuss. Mir, als 1955 in Gera geborener, geht es um die Zukunft Geras. Wichtig ist, dass etwas getan wird und nicht nur geredet. Es ist schon genug zerredet worden“, blickt Peter Carqueville zuversichtlich auf den geplanten Umbau der einstigen Landeszentralbank zum Campus für die SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera. Einst engagierte er sich für das Kunsthaus nun stellt er sich den neuen Herausforderungen und hofft darauf, dass mittelfristig die Zahl der Studierenden weiter wächst. „Das brauchen wir in Gera. Und es tut gut zu wissen, dafür einen persönlichen Beitrag geleistet zu haben.“

Dort wo über Jahre Geldreserven gelagert worden, wird nun künftig geistiges Kapital vergeben. Die SRH Fachhochschule ist längst zu einer guten Adresse im Ausbildungssegment für medizinische Berufe geworden und für mache ist es das Filetstück aus der Privatisierung des ehemaligen städtischen Krankenhauses. Noch sieht alles eher etwas trostlos aus und lässt die künftigen Konturen einer Fachhochschule nur schwerlich erkennen. Vor sechs Jahren begann man mit der Hochschulausbildung in der mit viel Liebe zum Detail restaurierten „Villa Hirsch“. Hier gelang es „geistiges Kapital zu vergeben“. Die Studienbedingungen entsprechen längst nicht mehr den notwenigen Standards und auch gemessen an der Zahl der Studierenden und Lehrenden sei man an Grenzen gestoßen, begründet SRH-Vorstandschef Prof. Klaus Hekking die Notwendigkeit sich nach einem neuen Standort umzuschauen, mit dem dann auch die Studenten weiter in die Innenstadt Geras rücken.

„Thüringen ist für uns als Bildungs- und Gesundheitsunternehmen ein wichtiger Standort. Wir möchten unseren Studierenden und Patienten neue Perspektiven eröffnen und ihnen so zu mehr Lebensqualität verhelfen“, so Prof. Klaus Hekking, anlässlich des offiziellen Baustarts, der mit dem Einreißen einer Zwischenwand symbolisch begann. Architektin Marion Donnig freut sich auf die Aufgabe: „Selbstverständlich nehme ich Chipperfields Architektursprache auf. Wir sind vor zehn Jahren nach Gera gekommen. Unser Büro konzipierte bereits das SRH Wald-Klinikum. Die Zusammenarbeit mit Firmen und Handwerkern funktioniert sehr gut.“

Fünf Millionen Euro investiert die SRH Holding für Erwerb und Umbau des früheren Bankgebäudes von Stararchitekt David Chipperfield. Die große Schalterhalle wird zum Audimax mit ca. 200 Sitzplätzen umgebaut. Geplant sind 18 Seminarräume und 16 Büros. Dazu Therapieräume, Mediencenter, eine Bibliothek mit Leseplätzen sowie eine Cafeteria mit Terrasse. Was Prof. Klaus Hekking besonders am Herzen liegt, ist der zu gestaltende Campusgarten, der sich dann harmonisch in den angrenzenden Hofwiesenpark einordnen wird.

Die Zahl der Studierenden soll nach Fertigstellung von derzeit 600 auf 700 ansteigen, die von gut 50 Lehrkräften betreut werden.

Die SRH Fachhochschule ist eine von sechs bundesweit installierten und von der SRH betriebenen Hochschulen mit mehr als 7.000 Studierenden. Die erste private Hochschule in Thüringen bietet neun Bachelor- und Masterstudiengänge in Gesundheits- und Therapieberufen an, darunter Gesundheitspsychologie und Physiotherapie. Bundesweit einmalig ist der Masterstudiengang Neurorehabilitation.

Abschluss der Umbauarbeiten ist für Ende 2014 geplant, so dass während der Semesterferien im März der Umzug erfolgen und ab Anfang April der Lehrbetrieb auf dem neu gestalteten Campus beginnen kann. 

( Reinhard Schulze, 11.10.2013 )

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