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Optimismus bleibt erhalten

Der Konjunkturmotor im Ostthüringer Handwerk läuft auf Hochtouren – der Geschäftsklimaindex weist den besten Wert seit der Wiedervereinigung im Herbst 1989 aus. Das geht aus der aktuellen Herbstumfrage der Handwerkskammer für Ostthüringen unter ihren Mitgliedsbetrieben hervor. Auch für die kommenden Monate sind die Handwerksunternehmerinnen und –unternehmer optimistisch.

94 Prozent der befragten Betriebe schätzen ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend ein – das sind fünf Prozent mehr als im Herbst des Vorjahres. Getragen wird diese sehr gute Einschätzung insbesondere von der Branche der personenbezogenen Dienstleistungen (Friseure u.a.) sowie den Bau- und Ausbaubetrieben. Ebenso profitieren die Gesundheitshandwerke vom stabilen Konsumlima und konnten eine Steigerung von knapp acht Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreichen. Dagegen spüren das Zulieferhandwerk und das Kfz-Handwerk eine nachlassende Dynamik.

Die insgesamt positive Grundstimmung in den Betrieben spiegelt sich auch im Auftragsbestand wieder. Immerhin über 60 Prozent der Handwerksunternehmen weisen einen Auftragsbestand von mehr als acht Wochen aus. Der gestiegene Auftragsbestand führte auch zu einer besseren Umsatzentwicklung. Die Zahl der Betriebe, die gleichbleibende oder gestiegene Umsätze verzeichnen konnten, stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozentpunkte auf nunmehr 89 Prozent. Während hier das Bauhauptgewerbe ein Umsatzwachstum von 14 Prozentpunkten verzeichnen konnte, haben viele Betriebe des Kfz-Handwerks und der Zulieferer mit Umsatzrückgängen zu kämpfen.

Das Investitionsklima bleibt im Ostthüringer Handwerk auch weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Bei annähernd gleichbleibender Investitionsbereitschaft ist die durchschnittliche Investitionssumme aufgrund der aktuell günstigen Finanzierungsbedingungen im Vergleich zum Vorjahr auf 32.000 Euro pro Unternehmen gestiegen.

Die positive Entwicklung wirkt sich auch auf die Beschäftigung im Ostthüringer Handwerk aus. Elf Prozent der Unternehmen haben zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und die große Mehrheit der Handwerksbetriebe hält an ihren Beschäftigten fest.

Die regionale Entwicklung im Ostthüringer Handwerk zeigt, dass fast in allen Regionen der Aufschwung weiter geht. Es sind 94 Prozent der Betriebe mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Der Optimismus in den Handwerksunternehmen bleibt auch in den kommenden Monaten erhalten. 93 Prozent erwarten, dass sich die Geschäftslage weiter gut bzw. zufriedenstellend entwickelt. Drei Viertel der Betriebe gehen von konstanten oder steigenden Aufträgen aus. Auch die Investitionsbereitschaft bleibt unverändert auf hohem Niveau. „Die Umfrageergebnisse stimmen uns sehr optimistisch“, so Klaus Nützel, Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen. „Wir haben eine Geschäftslage im Ostthüringer Handwerk, die so gut ist wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Das zeigt einmal mehr, dass das Handwerk als regionaler Konjunkturmotor unverzichtbar ist.“ Die wichtigste Voraussetzung für eine Beibehaltung des Aufschwungs sei jedoch eine verlässliche und verantwortungsvolle Regierungspolitik sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. „Dazu gehören beispielsweise die Zukunftssicherung der sozialen Sicherungssysteme, verbunden mit einer dauerhaften Reduzierung der Beitragsbelastung auf unter 40 Prozent. Ebenso müssen direkte Förderungen von Investitionen mit dem Schwerpunkt auf kleine und mittlere Unternehmen weiter fortgesetzt werden. In Bezug auf die Energiewende in Deutschland, die das Handwerk ausdrücklich begrüßt, muss darauf geachtet werden, die Belastungen sowohl für Privatverbraucher als auch Unternehmen zu senken, um das derzeitige positive Konsum- und Investitionsklima nicht zu zerstören. Nicht zuletzt gilt es mit Hilfe einer gezielten Bildungspolitik den künftigen gut qualifizierten Fachkräftenachwuchs im Handwerk zu sichern, und durch langfristig attraktive Rahmenbedingungen Fachkräfte für ein Bleiben und Zurückkehren nach Ostthüringen zu begeistern“, so Klaus Nützel abschließend. 

( Gera (NG), 11.10.2013 )

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