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In guten wie in schlechten Zeiten

Das Standesamt begleitet jeden Menschen von seiner Geburt bis zum Tod. Und auch dazwischen, wenn Ehen oder Lebenspartnerschaften geschlossen, bestimmte Auskünfte benötigt oder Urkunden erstellt werden, führt der Weg immer wieder zum Standesamt. Wenn ein Kind geboren wird – egal in welcher Stadt – wird an diesem Ort auch die Geburt beurkundet. In der ersten Jahreshälfte erblickten in Gera bereits 520 Jungen und Mädchen das Licht der Welt. Diese werden dann in einem elektronischen Register verzeichnet. „Bis Ende 2008 haben wir alle Dokumente in Papierform aufbewahrt, doch das neue System erleichtert uns die Arbeit sehr“, sagt Standesbeamtin Anja Rüdiger und die Fachdienstleiterin für Einwohnerwesen, Diana Kölbel, fügt hinzu: „Ab 2014 ist die elektronische Erfassung für alle Standesämter Pflicht.“

Geraer Paare, die sich dazu entscheiden, den Bund fürs Leben zu schließen, müssen sich zu allererst bei ihrem örtlichen Standesamt melden, egal ob sie in ihrer Heimatstadt heiraten wollen oder außerhalb. In Gera gibt es vier verschiedene Orte, an denen sich Paare das Ja-Wort geben können.

Das Standesamt selbst verfügt über zwei Trauräume, aber auch in der Straßenbahn oder im Haus Schulenburg werden Ehen oder Lebenspartnerschaften geschlossen. Bis Ende Juni konnten die fünf Standesbeamtinnen bereits 150 Trauungen abhalten und eine Lebenspartnerschaft schließen.

Der wohl traurigste Anlass für einen Besuch im Standesamt ist, wenn ein Angehöriger verstirbt. Oftmals übernimmt das Bestattungsunternehmen die Aufgabe, alle notwendigen Formulare für Sterbeurkunde einzureichen. Im ersten Halbjahr verzeichnete das Standesamt bereits 834 Sterbefälle. Seit Mai gibt es diesbezüglich vom Gesetzgeber eine Änderung. „Bisher war es so, dass wir ausschließlich die Geburtsurkunde von Verstorbenen brauchten, die ledig waren. Jetzt brauchen wir sie von allen, unabhängig vom Familienstand“, so Diana Kölbel. Zudem muss bei jedem Verstorbenen der Personalausweis oder Reisepass vorliegen, bei Verheirateten die Eheurkunde. Diese ist auch bei verwitweten oder geschiedenen Personen notwendig, sonst kann keine Sterbeurkunde ausgestellt werden.

War die verstorbene Person verwitwet, muss auch die Sterbeurkunde des Ehegatten vorliegen. „Ratsam ist es, schon zu Lebzeiten alle Dokumente an einem Ort zu platzieren, um es dann den Angehörigen leichter zu machen“, meint Standesbeamtin Anja Rüdiger.

( Gera (NG), 18.07.2013 )

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