Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Artfullsounds - Arbeit und auch Leben

Die sechsten Geraer Songtage sind Vergangenheit, aber nach 25 Konzerten in zehn verschiedenen Locations ist sich das Publikum einig, dass die Konzertreihe eine große Bereicherung für die Stadt darstellt. Das freut in erster Linie Daniel Zein und Stefan Wenzel, die Organisatoren des Events und Köpfe von Artfullsounds.

Beide sind froh darüber, dass der Mix von Bands aus den zahlreichen Ecken der Musikwelt beim Publikum ankommt und auch die Partner wieder zufrieden waren. „Wir kennen uns seit der fünften Klasse und haben gemeinsam Abitur gemacht. In dieser Zeit haben wir schnell gemerkt, dass wir beide eine große Affinität zur Musik haben und es diesbezüglich viele Übereinstimmungen gibt“, erzählt Stefan Wenzel.

Dabei vertiefte sich nicht nur die Freundschaft, sondern auch der Gedanke im Musikbusiness tätig zu werden. Gerade in den Genres von Folk, Jazz, Blues, Funk, Soul und Songwriter fühlten sich beide zu Hause, kannten sich aus und machten sich Gedanken darüber, diese Musik einem interessierten Publikum zugänglich zu machen. „Die Musik erfüllt uns und die Stile haben nicht so ein Sprachrohr wie Rock oder Pop. Doch wir wollten zeigen, dass es hier zahlreiche gute Künstler gibt. So ist es dann gekommen das wir im Jahr 2003 Artfullsounds als Booking-Agentur ins Leben gerufen haben“, so Stefan Wenzel weiter.

„Aber wir haben erst einmal auf Mutti gehört und nach dem Abi studiert. Mütter haben ja bekanntlich immer recht und gerade wenn man ihnen mitteilt das man im Musikbusiness tätig werden will, wird erst einmal auf einen soliden Abschluss hingewiesen. Das Studium hilft auch heute noch bei der Arbeit in der eigenen Firma“, ergänzt Daniel Zein lächelnd.

Anfangs konnte die Agentur durch ihre Arbeit noch nicht auf eigenen Füßen stehen, aber beide ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Man erweiterte mit einem Label, welches im Jahr ca. vier Neuveröffentlichungen europaweit herausbringt und um den hauseigenen Musikverlag, welcher sich um die Songrechte der einzelnen Künstler kümmert. Hinzu kam das ehemalige Haus der Pioniere, in dem man einige Jahre federführend im Booking und Eventmanagement tätig war. Wie beide selbst sagen, lernten sie durch die tagtägliche Arbeit und die zahlreichen Veranstaltungen sehr viel dazu.

Außerdem bauten beide ihr Netzwerk zu anderen Künstlern und Musikern weiter aus, wodurch sie u.a. die Magdeburger Formation „T.Basco“ kennenlernten. „Jan Kubon brachte uns auf die Idee mit den Songtagen, welche es auch in Magdeburg gibt. Wir haben daraus unser eigenes Konzept entwickelt und waren von der ersten Minute an davon überzeugt, dass dies auch in Gera funktionieren wird“, erzählt Daniel Zein. Beide fügen hinzu, dass es zu der Zeit ein großes Publikum für eine solche Veranstaltungsreihe gab, aber dies keiner sah und umsetzen wollte.

Heute laufen beide Songtage mit ähnlichem Konzept, zu fast gleicher Zeit und noch immer tauscht man sich beim Booking über junge Nachwuchskünstler und gestandene Musiker aus, tauscht Erfahrungen und lernt beidseitig voneinander.

Trotz allem werden beide noch immer vom Feedback des Festivals überrascht und können manchmal gar nicht glauben, was sie damit in Gera geschaffen haben. Selbst loben liegt beiden nicht so, sie freut es wenn die Gäste, welche mittlerweile aus ganz Mitteldeutschland kommen, auf sie zukommen. Schon jetzt wird die Planung für die 7. Geraer Songtage, welche 2014 vom 14. März bis zum 17. Mai stattfinden, vorangetrieben. Mit „Ulla Meinicke“ und „Paul Armfield“ aus England verrieten sie auch schon die ersten beiden Musiker für das kommende Jahr.

Durch die eigene Liebe zur Musik haben es sich die beiden zur Aufgabe gemacht, eine breitgefächerte Livemusikkultur in Gera zu etablieren. Dies sei ihnen bisher ziemlich gut gelungen, so wie es einige Lokalbetreiber des Ortes sagen. Auch das „Comma“ setzt auf die Zusammenarbeit mit Artfullsounds. Gerade zu den fünften Songtagen übernahm die Volkssolidarität das Haus, für die im Eventbereich so ziemlich alles Neuland war. Dementsprechend war man auch auf die Zusammenarbeit gespannt.

Doch wie Nina Wunderlich, die Leiterin des Comma, heute sagt, haben die Jungs in der Eingewöhnungszeit sehr geholfen. Für Artfullsounds ist das Comma einmal eine große Konstante während der Songtage und die Top Location für Livemusik. Da man von Beginn an sehr gut harmonierte, sitzt man nun zur Saisonplanung zusammen.

Auch beim „360 Grad Heimat“ Festival hat Artfullsounds die Ideen und Wünsche des Clubs aufgenommen und diese im Booking bestmöglich umgesetzt. Beide waren mindestens genauso aufgeregt wie die Veranstalter selbst. Aber wie das vergangene Wochenende gezeigt hat, ist alles gut gelaufen und die beiden sind froh, dass die Volkssolidarität mit dem Comma genau diesen Weg eingeschlagen hat. Jetzt konzentrieren sich die Jungs wieder darauf, Ohren und Augen offen zu halten, damit Artfullsounds noch viele Künstler für die Bühnen in Gera entdeckt.

( Lars Werner, 18.07.2013 )

zurück