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„Wallfahrt“ zum Biohof Aga

Ob es daran lag, dass die Besucher ihre Tomaten und Gurken selbst ernten konnten oder vielleicht auch an den günstigen Preisen? – Carolin Ullrich kann sich diesen Massenansturm auf dem Biohof nicht erklären. Schon vor der Eröffnung des Frühjahrsmarktes mit dem Tag der offenen Türen waren die ausgewiesenen Parkplätze überfüllt, nur schwer das Durchkommen entlang der Straße der Freundschaft, die zu beiden Seiten mit parkenden Autos flankiert war.

Wer sich dann bis zum Biohof vorgearbeitet hatte, musste sich durch die wartenden Besucher im Hofladen durchkämpfen, um im Gewächshaus dann zur Tat zu schreiten. Die zahlreichen Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um die Pappkörbe zu falten, die dann mit den selbst gepflückten oder selbst ausgewählten Tomaten und Gurken gefüllt wurden.

Regen Gebrauch von diesem Angebot machten auch die Familien Friedrich und Dicke aus Gera. Sie sind selbst durch die Reihen gestreift und haben so die leckeren Tomaten und Gurken, je nach ihrer Wahl, geerntet. Den Hofladen kannte man schon, nur bis ins Gewächshaus war man bisher noch nicht vorgedrungen. Für beide Familien ein Erlebnis.

Mit dem Gesang des Chors des Handwerks Gera wurden die Besucher auf das Highlight, welches schon in den vergangenen Jahren tausende von Besuchern angelockt hatte, eingestimmt. „Es ist einfach überwältigend. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, was nur schwer schätzen lässt, wie viele Besucher es am Ende sein werden“, so die Betriebsleiterin, die eilenden Fußes zwischen den Ständen im Gewächshaus und ihrem Büro gegenüber dem Hofladen hin und her eilte. „Ich rechne mit mehr als 6.000 Besucher“, schätzte Bernd Koob, Geschäftsführer des Ortsverbandes Lebenshilfe Gera Stadt/Land e.V. und beschreibt den sagenhaften Andrang. Bis gegen 15 Uhr riss der Strom nicht ab. Am Ende waren es wohl über 8.000 Besucher, die selbst aus den Kreisen Altenburg und Jena kamen.

Auf dem Quadratmeter kommen ca. 20 kg Tomaten. Täglich werden um die 500 kg geerntet. Längst ist der Biohof in Aga zu einer anerkannten Adresse für den Biolandanbau geworden, was nicht nur für den Gurken- und Tomatenanbau gilt, worauf Ralf Rauch, Präsident des Ortsverbandes, in seiner Eröffnungsrede hinwies. „Wir können Stolz darauf sein, was hier in Gera mit dem Biohof Aga entstanden ist“, würdigte die Präsidentin des Thüringer Landtages und Vorsitzende der Lebenshilfe Thüringen e.V., Birgit Diezel, das große Engagement der Initiatoren sowie aller Mitarbeiter. Das der Biohof Aga von der Öffentlichkeit so angenommen wird, sei auch ein Beleg dafür, dass neben dem Bioanbau auch die Tätigkeit von behinderten Menschen eine hohe Wertschätzung findet, so der gewonnene Eindruck von Albert Weiler, CD-Kandidat des Bundestages für Gera, der mit seinem Sohn fleißig geerntet hatte.

Währenddessen waren die bereitgestellten Plätze in der Verpackungshalle längst besetzt. Gespannt wartete man auf den Beginn des Showkochens mit Mitgliedern vom „Regionalen Köcheklub Gera e.V.“. Wer wollte, konnte den Köchen bei der Zubereitung zusehen und gewissermaßen in die Töpfe und die Pfannen gucken und dann natürlich auch kosten. Ein Angebot, was Erika und Rainer Marquardt aus Gera gern angenommen hatten. „Einfach phantastisch.

Da schmeckt man, dass es frisch geerntet ist“, kommt Erika Marquardt beim Essen förmlich ins schwärmen. „Meine Mutti hat selbst in einer Gärtnerei gearbeitet, da weiß ich wie frisches Gemüse schmeckt. Aber das hier ist damit nicht zu vergleichen. Einfach köstlich.“ Sie hätten noch mehr von den Tomaten und Gurken mitgenommen, wenn sie nicht am nächsten Tag in den Urlaub gefahren wären. Wer wollte, konnte die Rezepte dann auch zum Nachkochen mit nach Hause nehmen.

( Reinhard Schulze, 16.05.2013 )

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