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Vergangenheit und Zukunft

„Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten“ – unter diesem Motto steht der diesjährige Internationale Museumstag am Sonntag, 12. Mai. „Um die Gegenwart zu begreifen und die Zukunft zu gestalten, bedarf es der Erinnerung an die Vergangenheit. Nirgendwo wird das Zusammenspiel deutlicher als in den Museen. Als Horte der Erinnerung, die das kulturelle Erbe bewahren, ausstellen und vermitteln, sind sie zugleich Orte der Begegnung und des Austauschs sowie der Auseinandersetzung mit Fragen der Gegenwart und Zukunft“, heißt es dazu in der vom Deutschen Museumsbund herausgegebenen Broschüre.

So lädt die Kunstsammlung Gera an diesem Tag um 11 Uhr zu einer öffentlichen Familienführung in das Otto-Dix-Haus ein. Der Rundgang beginnt im historischen Wohnbereich, wo sich das Leben um die Jahrhundertwende in Gera widerspiegelt, und führt zu den bekanntesten Orten, an denen der junge Dix seine Heimatstadt im Bild festhielt. In der Orangerie steht ab 19 Uhr eine gemeinsame Veranstaltung der Kunstsammlung und des Vereins ihrer Freunde und Förderer auf dem Programm. Der Berliner Historiker Dr. Hans-Joachim Hinz wird in seinem Vortrag „Im ‚Dritten Reich’ verloren – bis heute gesucht. Raubkunst und Provenienzforschung“ über Kunstverluste aus jüdischen Sammlungen nach 1933 und deren Suche referieren.

Das Museum für Angewandte Kunst bietet 16 Uhr eine Reise in die Vergangenheit. Im Rahmen einer öffentlichen Führung durch die Sonderausstellung „Zwischen Johanna und Klementine“ dreht sich alles um Werbegrafik in der DDR 1950 bis 1970. Grundlage der umfangreichen Exposition bilden die eigenen gebrauchsgrafischen Bestände. Dazu zählen zahlreiche Vor- und Nachlässe von Gebrauchsgrafikern der DDR, die seit 1990 durch Ankäufe, Dauerleihgaben und zahlreiche Schenkungen, auch von Bürgern der Stadt Gera, systematisch erweitert werden. Vergnüglicher Sehgenuss wird durch bekannte Klassiker des Werbefilms und beliebte Werbespots aus der Werbesendung des DDR- Fernsehens „Tausend Tele Tips“ geboten. Viele Exponate wecken Erinnerungen.

In der Museumswerkstatt können die großen und kleinen Besucher ab 16 Uhr in der Aktion „Tütenzauber“ selbst kreativ werden und zauberhafte Tüten für allerlei Krimskrams oder zum Verschenken gestalten.

Mit drei speziellen Führungen wartet das Museum für Naturkunde auf. Unter dem Motto „Die geheimsten Winkel im Schreiberschen Haus“ dreht sich dabei alles um die Geschichte, aber auch aktuelle Nutzung des ältesten Hauses der Geraer Altstadt.

14, 15 und 16 Uhr führen die Besichtigungen in die besonderen Räumlichkeiten des Hauses, das über acht Etagen verfügt. Ursache und Verlauf des damaligen Stadtbrandes werden in der Führung genau erläutert. Die dazu gehörige Sage können die Besucher auf bemalten Glasfenstern in einem sonst nicht zugänglichen Raum entdecken.

Auch der Höhler des Schreiberschen Hauses wird während des Rundgangs unter die Lupe genommen. Schließlich handelt es sich um den größten erhaltenen Höhler der Stadt. Eine Besonderheit des Hauses ist zudem der prächtige Barocksaal im zweiten Obergeschoss. An seiner üppigen Stuckdecke befinden sich zwischen unzähligen Früchten zwei kleine versteckte Tiere, die es zu entdecken gilt.

Höhepunkt der exklusiven Besichtigung ist der Gang auf den sonst Besuchern nicht zur Verfügung stehenden Dachboden. In ihm lagert ein Teil der Sammlung des Museums. Vor allem aber ist die Konstruktion des ältesten Dachstuhls der Geraer Altstadt zu bestaunen.

Für die Teilnahme an einer der drei Führungen ist eine Voranmeldung unter ( 52003 erforderlich.

( Gera (NG), 08.05.2013 )

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