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„Branche hat Schlüsselrolle für Gera”

Zukunftsweisende Ideen für Umwelttechnologien standen im Mittelpunkt eines Kongresses des vom Bund geförderten Innovationsforums AWASYS – Energie- & umwelteffiziente Abwasserfördersysteme – in Gera. Anfang Februar diskutierten Experten aus ganz Deutschland zwei Tage in Plenum und Workshops das Thema „100 Jahre modernste Abwassertechnologie braucht neue Ideen!?“ (Neues Gera berichtete im Vorfeld).

Die von der Geraer Fachvereinigung für effiziente Lösungen und Strategien zu Geruch und Korrosion in Kommune, Gewerbe und Industrie (GECO) organisierte Tagung bildete den abschließenden Höhepunkt einer Workshop-Tour durch fünf Regionen Deutschlands. „Sowohl der Fachkongress als auch der Wirtschaftsmarkt waren ein Erfolg. Besonders das Fachpublikum kam aus ganz Deutschland und war zahlreich in Gera versammelt. Wir hätten uns etwas mehr lokales Interesse – Geraer Bürger und Unternehmer – gewünscht. Aber es wurde mit viel Engagement ein guter Anfang gemacht, an den sich anknüpfen lässt. Jetzt muss es darum gehen, das Pflänzchen, das mit dem AWASYS Kongress geschaffen wurde, weiter zu pflegen. Das möchten wir vor allem unter dem Gesichtspunkt einer wirtschaftlichen Wertschöpfung für Gera und die Region betreiben”, zieht Andrea Hortig, Fachdienstleiterin  Wirtschaftsförderung und Geschäftsführerin vom   Technologie- und Gründerzentrum  nach zwei Wochen Bilanz.

Umwelttechnologien seien eine Zukunftsbranche und ein Wachstumsmarkt. „Gerade in Zeiten knapper werdender Ressourcen ist es eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, effizient und in Verantwortung für die jetzige und die kommenden Generationen zu wirtschaften“, betonte Bürgermeister Norbert Hein im Rahmen des Fachkongresses. Nach Informationen der Landesentwicklungsgesellschaft sind in Thüringen 350 Unternehmen und wirtschaftsnahe Dienstleister im Bereich der Umwelttechnologien tätig. Sie beschäftigen rund 10.000 Menschen und erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. Für Gera habe die Umweltbranche „eine Schlüsselrolle sowohl in ökonomischer und ökologischer, aber nicht zuletzt auch in arbeitsmarktpolitischer Hinsicht.“ Über zwei Dutzend hochinnovative Betriebe und Dienstleister mit mehr als 1.500 Mitarbeitern seien in der Stadt ansässig.

Mit der Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus hätten sich neue wirtschaftliche Betätigungsfelder, insbesondere im Bereich der Umwelttechnologien, erschlossen. „Es wurde in enger Zusammenarbeit von Spezialisten aus Forschung und Praxis ‚Know how‘ entwickelt, das weltweit gefragt ist“, machte der Bürgermeister deutlich. „Mit international agierenden und ausgezeichneten Unternehmen wie UGN Umwelttechnik, UFT, GeraTec und weitreichendem Ingenieurs-Know-How setzen die Unternehmen unserer Stadt in dieser Branche Akzente.“

Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz beabsichtigt das Geraer Unternehmen UGN Umwelttechnik mit dem Beitrag „Entwicklung eines ressourceneffizienten Materials zur Abluftreinigung in der Industrie“ (3. Preisträger Thüringer Umweltpreis 2011) für den Deutschen Umweltpreis vorzuschlagen.

 Als ein Ergebnis des Kongresses können sich die Organisatoren die Gründung der awa.consult UG auf die Fahnen schreiben. „Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Pump- und Fließsysteme zu optimieren. Ein weiteres Ergebnis sind die beiden Arbeitsgruppen, die sich aus überregionalen Fachleuten der verschiedensten Fachrichtungen zusammen setzen werden. Letztendlich sollen daraus Projekte entstehen, die Fördermittel nutzen, um marktreife Produkte und Lösungen zu entwickeln. Dieses Ziel wird durch das, im Investitionsvorhaben ‚Enumpark‘ eingebettete, wirtschaftsnahe F & E - Unternehmen unterstützt”, führt Mitorganisator Dieter Weismann aus.

Der „Enumpark” - Energie- und Umweltpark - soll sein Zuhause in der Siemensstraße finden. Geplant sind neben Entwicklungs- und Forschungsunternehmen eine Thermolyse-Anlage. „Diese Anlage soll aus Plastik, Öl und Gas zurückgewinnen”, erklärt Weismann kurz. Laut eigener Angaben sollen rund 20 Millionen Euro investiert werden. „Vorranig soll das Geld aus privater Hand, Krediten und Energiegenossenschaften kommen”, führt er weiter aus.

Weitere Informationen sollen erstmals ab kommender Woche Dienstag, 26. Februar, online auf der Internetseite www.enumpark.de gestellt werden. 

( Fanny Zölsmann, 21.02.2013 )

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