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„Wir gestalten den Gustav-Hennig-Platz”

Gemeinsam haben sie gesponnen - die angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten des TÜV Bildungswerk mbH Gera. Sie haben sich Gedanken gemacht, Konzepte kreiert, Modelle realisiert, um den Gustav-Henning-Platz vor der  Puppenbühne neu zu gestalten und vor allem wieder zu beleben. Dieses Anliegen kam natürlich nicht von ungefähr (wir berichteten). „Es war Volker Tauchert vom Verein ‚Ja-für Gera‘, der den Stein ins Rollen brachte. Innerhalb der Tagung zu zehn Jahren ‚Ja-für Gera‘ im September vergangenen Jahres wurde dieses Konzept, diese Initiative angebahnt. Es soll über Stadtbrachen und deren Nutzung nachgedacht, Ideen gesponnen,  Visionen entwickelt und Menschen dazu begeistert werden”, erklärte Schulleiterin Anja Stöhr vergangenen Donnerstag. Denn an jenem Tag wurden die Ideen samt Modell vorgestellt.

Doch bevor es an die Entwicklung neuer Ideen kommen kann, bedarf es einer Analyse vor Ort. Seit Jahren fehle dem Park das nötige Flair, nur wenige wollen hier länger verweilen. Zudem werde das vorhandene Potential nicht genutzt, so ist u.a. der Teich komplett verwildert. Anhand der Tatsachen und Befragungen vor Ort machten sich die vier Teams an die Arbeit.

Auch wenn nicht vier völlig verschiedene Konzepte entstanden sind, so sind sie dennoch auf ihre Art besonders und bestechen durch individuelle Details.

Das Team um Martin Heck, Theresa Schulze, Jane Lage und Sabrina Wenzel spielte mit der Geradlinigkeit und Kälte der Moderne. „Gewege, Bänke, der Brunnen und auch der Spielplatz sollen beleuchtet werden. Ebenfalls sollen die aus Glasplatten bestehenden Wege in den verschiedensten Farben leuchten. Die Platten um den metallernen Spielplatz erstrahlen, wenn diese betreten werden. Als besonderes Detail unseres Konzeptes stellen wir uns einen Tunnel vor, der die beiden Parkflächen verbindet, die durch die Amthorstraße getrennt werden”, beschrieb Martin Heck. „Im Tunnel selbst sollen Touchscreens für Werbung, Informationen zu Gera und Interaktionen angebracht werden”, fügte Theresa Schulze hinzu.

Zu einem „Odeon Garten” wollen Marie Göldener, Marco Vitzthum und Mandy Beck den Park umgestalten. „Hölztöne, Pflanzen und das mediterrane Flair sollen Einzug halten”, brachte es Marie Göldener auf den Punkt. „Natursteinplatten für mehr Wärme, helle Laternen im mediterranen Stil, Bänke und Spielgeräte aus Holz, eine Liegewiese, Buchsbäume und Ligusterhecken, zählte Marco Vitzthum auf. „Das Highlight - eine durch Wasserkraft angetriebene Marmorkugel im ebenerdigen Brunnen”, verwies Mandy Beck.

„Chillex” - so nennen Stefanie Pahnke, Lisa Jahn, Franziska Mlinzk und Sandra Leuthäußer ihr Konzept. „Natürliche, organische Formen, geschwungene Wege und Bänke, neue Beete, Hecken und ein Zebrastreifen, der die beiden Parkhälften verbindet, sieht unser Konzept vor”, schilderte Sandra Leuthäußer.  Das Individualität dieser Idee spielgelt sich im Outdoor-Fitnessplatz wider.

Zentrumsnah, idyllisch, verspielt mit runden fließenden Formen, sauber und gepflegt - so sehen Tessa Urban, Vanessa Handke, Lisa-Marie Sonntag und Markus Engel ihren Park „Evergreen”. Ihr Konzept besticht mit zwei Besonderheiten. „Zum einen wollen wir ein Insektenhotel auf der Seite des Teiches integrieren. Zum anderen sehen wir vor der Puppenbühne eine Freilichtbühne”, präsentierte Tessa Urban.

Alle Konzepte verbindet, dass sie Entspannung, Aktivität und vor allem die Generationen vereinen.

„Es zeigt sich, wie gut es ist, dass die eigenen Bevölkerung und vor allem die jungen Menschen in die Stadtentwicklung einbezogen werden. Denn gerade der Gustav-Henning-Platz spielt eine wichtige Rolle in der Innenstadt. Jetzt müssen wir schauen, was aus den Projekten machbar ist, z.B. brauchen wir Studenten, die sich mit der Planung und Realisierung dieser Konzepte auseinandersetzen. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit im Steinweg”, zeigte sich Volker Tauchert sichtlich erfreut über die vielen gesponnenen Ideen und lädt schon jetzt alle Interessierten zur Ausstellung der Konzepte in die Bürgergalerie ab 14. März ab 18 Uhr ein.

( Fanny Zölsmann, 14.02.2013 )

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