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Erst Bewegung, dann Pfannkuchen!

Armzug um Armzug den Pfannekuchen näher kamen am Dienstagvormittag die Frauen und Männer einer Seniorensportgruppe des Turnvereins Gera mit ihrem diesmaligen Programm am Terraband. Dem wöchentlichen Fitness-Treffen in der Panndorfhalle sollte danach eine Faschingsfeier folgen. Das gehört seit nun rund zwanzig Jahren zum Gemeinschaftsgefühl dieser Truppe um Übungsleiterin Elke Lämmchen-Preidel. Die so aktiven Älteren genießen das sehr. Und sie gönnten es auch gleich dem neu dazu gekommenen Hans. Der übte nun erst einmal mit dem 82jährigen Otto Muhr, dessen Ehefrau seit einiger Zeit nicht mehr dabei sein kann. Andere kommen in die Gruppe schon als Paar. Das hat mit ihrer wohl besonderen Vorgeschichte zu tun: Die junge Fitnessfachfrau Katrin Reuß war die erste Betreuerin der Seniorengymnastiker; da noch an anderer Stelle. Als sie dann berufsbedingt in andere Aufgaben wechselte, übernahm die in Sport und Biologie studierte, ehemalige Lehrerin Elke Lämmchen die Vorturnerschaft. Der praktischen Handhabung wegen teilte sich die (zu) große Gruppe. In einer Nachfolgerin fanden sich vor allem Ehepaare zusammen. Das erklärt den vergleichsweise hohen Anteil von Männern im Team. Ansonsten sind das nach reiner Statistik wohl insgesamt 15 auf gut 100 Mitglieder der inzwischen fünf Seniorengruppen beim Turnverein Gera, die an diversen Wochentagen zu verschiedenen Zeiten auch bei Ulrike Schell oder Petra Zanner trainieren.

Nachwachsende wären also gern gesehen. Ob nun „Männchen“ oder „Weibchen“. Ohnehin betonten fast alle bei der Recherche Gefragten soziale Aspekte ihrer Vereinsmitgliedschaft: das vielseitige und freundliche Miteinander; die kostengünstige Version des Quartalsbeitrags für ihr regelmäßiges Übungsprogramm, aufmerksame fachliche Betreuung. Und dann eben noch Wandertage, Weihnachtsfeiern, Bowlingspiele usw. unter Gleichgesinnten. Das Menü zum Fasching hat Otto organisatorisch fest im Griff.

Über drei Hallen als Übungsstätten seien die Mitglieder ihrer Gruppen in den Jahren gefolgt. Jetzt bietet die moderne Sporthalle in Nachbarschaft zum Turnsportzentrum ein einladendes, gut erreichbares Domizil, weiß auch der nunmehr 84jährige Günther Mittenzwei zu schätzen.

Die Ü-Sechzigerinnen Regina, Christina und Brigitte „schnupperten“ vor einem Jahr erstmals bei der Gruppe von Übungsleiterin Ulrike Schell rein. Fit im Alter wollen sie sein, doch wieder etwas beweglicher werden und gesellige Kontakte finden. Ausdauergewinn und Zuwachs an Selbstgefühl verspüren sie deutlich. Trotz Knieproblem da und ... dort, die Betreuerin lässt ihren Schützlingen ja auch die Wahl, (eventuell zu) schwierige Übungen wegzulassen. Aber die Frauen trauen sich unter der Anleitung wesentlich mehr zu als vormals. „Es muss jeder seine Grenzen spüren“, sagt die ehemalige Geschäftsfrau dazu. Aber eigentlich mache es die Vielseitigkeit aus, dass sich stabile Kerne in den Seniorensportgruppen gebildet haben.

Keine Rede von Höchstleistungen. Aber sicher sehenswert wird, was demnächst diese und jene Seniorengruppe neben den Kindern, Zumba-Frauen und Gerätturnerinnen für die Feier zum zehnjährigen des Turnvereins im Spätsommer vorbereiten.

Wer noch dabei sein möchte - Anfragen gehen am besten telefonisch (( (0162) 7222815) über den Vorsitzenden Eberhard Völkel. Oder eben zu den Schnupperstunden.

( Thomas Triemner, 14.02.2013 )

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