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Neue Schienen und großes Darlehen

„Gera ist Heimat“ – dies die kurzen, aber dennoch aussagekräftigen Einleitungsworte von Landtagspräsidentin Birgit Dietzel zu einem Pressegespräch vergangene Woche. Grund war der Besuch eines weiteren Politikers der Thüringer Landesregierung: Christian Carius, Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, war im Rahmen seiner Städtetour durch den Freistaat auch in Gera zu Gast. 
Zusammen mit seiner Kollegin aus dem Landtag sowie Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn und weiteren Mitgliedern des Stadtrates besuchte der Bauminister einige der historisch markanten Wahrzeichen der Stadt, ließ sich einen Einblick in die Verkehrs- und Infrastruktur geben und erfuhr im Rahmen des Rundganges mehr über gemeinsame Projekte wie beispielsweise „Genial Zentral“, bei dem auf Höhe Steinweg/Zschochernplatz durch Umbauten und private Investoren wieder eine Aufwertung vom städtischen Zentrum geschehen soll. Obwohl die Nachfrage nach größeren Wohnräumen gerade im Stadtzentrum existiert, liegt Gera mit 14 Prozent Wohnungsleerstand noch über dem Landesdurchschnitt. Dies solle durch die neuen Pläne geändert werden. „Christian Carius erfährt von mir fast zu jeder Sitzung von den Baufortschritten“, so Birgit Dietzel, die gerade jetzt nach der Verabschiedung des aktuellen Haushaltes neue Chancen und Mittel für ihre politische Heimatstadt sieht. Für Carius, welcher Rechtswissenschaften in Jena studierte, brachte der Aufenthalt eine Reihe von positiven Eindrücken seit seiner letzten Visite vor zwei Jahren. 
Speziell der Besuch der „Großbaustelle“ Goethegymnasium mit einem dazugehörigen, musikalischen Willkommensgruß brachten den Minister kurz ins Nachdenken über seine ehemalige Internatszeit: „Gerade in Bildungseinrichtungen müssen die Standards modern und gut entwickelt gehalten werden“. Auch Dr. Viola Hahn betonte erneut, dass dem Schulbauprogramm die oberste Priorität gelte und eine Reihe von konstruktiven Gesprächen, auch auf Landesebene, geführt werden. Der Bauminister konnte in diesem Zusammenhang mit einer positiven Nachricht aufwarten. Zwar müsse die Stadt Gera aufgrund der gesetzlichen Regularien im Falle des Verkaufes der Immobilie der ehemaligen Bundesbank die erhaltenen Fördergelder an den Freistaat zurückzahlen, doch sicherte Christian Carius im gleichen Atemzug eine Summe in selbiger Höhe für den Campus des Goethegymnasiums zu. Das Geld bleibe somit in Gera und würde nur anders platziert werden. „Es handelt sich hierbei um keine Schulbauförderung, sondern um ein zinsfreies Darlehen für den Städtebau und damit um eine gute Investition“, betonte der Minister und die OB ergänzte, dass man weiterhin mitten in den Verhandlungen mit Kauf-Interessenten stehe. Neben den Vorhaben zur Bau- und Stadtentwicklung äußerte sich der Landtagsabgeordnete auch zum Thema Verkehr. 
Erfreulich sei laut Carius, dass in Liebschwitz eine von drei Ortsumgehungen realisiert wird. Eine Problematik stelle sich allerdings bei der alten Zoitzbergbrücke dar, weil sich dort der Zuständigkeitsbereich von Landes- auf Bundesebene ändert. Bis 2015 solle über die weitere Zukunft entschieden werden. Neben den Straßen brachten Geras Gleise den Bau- und Verkehrsminister zu eindeutigen Aussagen. „Der Nahverkehrsknotenpunkt muss in Zukunft auch im Fernverkehrsbereich ausgebaut werden – gerade auf Mitteldeutschlands Schienen“, formulierte Carius. Besonders in Gera und Umgebung gäbe es noch zu viele eingleisige Strecken, was jedoch nicht der Situation der Verkehrsverlagerung entspricht. Das Angebot speziell auf den Schienennetzen müsse erweitert und der Grad zwischen Nah- und Fernverkehr optimiert werden. In allen Landesteilen zweigleisig fahren – im wahrsten Sinne des Wortes ein Vorhaben, was auch die Geraer in nächster Zeit begleiten und beschäftigen wird.

( Benjamin Schmutzler, 07.02.2013 )

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