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Mit „Hans im Glück“ für mehr finanzielle Förderung

Keine langen Reden, dafür wurden die Gäste, die zum diesjährigen Neujahrsempfang des Stadtjugendrings Gera in das Bürgerbüro Die Linke gekommen waren, mitgenommen auf die Suche nach der Antwort auf die Frage nach dem Glück. Statistisch gesehen hört jeder von uns  jeden Tag 35-mal dieses Wort: Glück. Doch kaum ein Begriff ist so schwer zu fassen wie dieser. So blieb es auch den Zuhörern überlassen, dass ins Moderne übertragene Grimmsche Märchen „Hans im Glück“ für sich zu interpretieren. 
Nicht jeder wird sich damit anfreunden können, doch bringen wir es auf die Moral: Mensch Leute, beschwert euch doch nicht die ganze Zeit. Habt ein gutes Gefühl, wenn euch demnächst ein paar finanzielle Mittel gestrichen werden. Seid froh darüber, denn letztendlich ist Geld doch nur Last. Wichtig ist, dass ihr fröhlich seid. So fröhlich wie Hans.
Apropos Mittel gestrichen. Die wurden ja bereits schon vor längerer Zeit bei jedem Träger der Jugendarbeit um 16 Prozent gestrichen, mit denen die Stadt Vereinbarungen abgeschlossen hat. Der Unterschied zu Hans war nur, dass er den Goldklumpen von sich aus eingetauscht hat – gegen ein Fahrrad, ein Motorrad, ein Skateboard -, alles Dinge die viel mehr Spaß machen als einen schweren Goldklumpen zu schleppen. 
Im Grunde erhält im Märchen Hans bei jedem Tausch etwas Schlechteres. Seine Tauschpartner betrügen ihn nach Strich und Faden. Hans bemerkt dies nicht und ist selbst am Ende noch glücklich, als er den (unechten) Wetzstein verliert und gar nichts mehr nach Hause bringt. Nicht ganz so in der Moderne des Geraer Stadtjugendrings. Hier endet die Geschichte mit einem Schlüssel für ein Bankschließfach, den Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn an Hans, alias Micha Steppan überreicht. An Ideen fehlt es der Geraer Jugend nicht, eher an den finanziellen Mitteln, diese umzusetzen. Allerdings offen bleibt, wo sich das Bankschließfach befindet, wo der Goldklumpen, besser die 16-prozentige Mittelkürzungen, für die Jugendarbeit hinterlegt wurde. Oder gibt es doch einen Hinweis: „Hans hat ja eigentlich alles und das Gold werden wir auch noch finden“, so die Rathauschefin. 
„Insgesamt stehen dem Stadtjugendring, dem 22 Jugendvereine angehören, in diesem Jahr 68.000 Euro zur Verfügung“, so die Vorsitzende Tanja Thoß. Auf dem Programm für 2013 stehen unter anderem die Organisation einer u-18 Wahl vor der Bundestagswahl, ein Philosophieprojekt mit dem Christlichen Verein Junger Menschen sowie ein Gemeinschaftsprojekt mit der TÜV-Akademie, wo Jugendliche ihre eigenen Apps entwickeln können.
Applaus gab es auch für Natalie Sudin vom Rollsportclub Gera e.V., die für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt wurde. „Ich sollte einfach nur mal vorbeikommen, so ein Anruf von Martina Schütz. Ich dachte, warum nicht. Da lernt man neue Leute kennen, kann sich bestimmt gut unterhalten“, meinte Natalie Sudin bei der Überreichung des Wanderpokals des Geraer Stadtjugendrings. „Ein besonderes Feeling hat sie für die jüngsten Anfänger im Kindergarten- und Grundschulalter, denen sie die ersten Begriffe  und Schritte des Rollhockeys spielerisch aber konkret beibringt. Mit guten Ideen und tatkräftiger Unterstützung ist sie immer bei vereinsinternen Veranstaltungen im Nachwuchsbereich als Mitorganisator tätig“, heißt es in die Begründung der Sportjugend, die die engagierte Sportlerin zu dieser Ehrung vorgeschlagen hatten. 
Bei dem Ehrenamtspokal handelt es sich um einen Wanderpokal, gefertigt von Marcus Malik, der im Vorjahr vom Stadtjugendring erstmals ausgelobt wurde. 

( Reinhard Schulze, 07.02.2013 )

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