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Ein Juwel für 5,5 Millionen

Dr. Gisbert Paul, Dermatologe, Dr. Ulrike Schwarzer-Queiser, Neurologin, Dr. Walentina Stecher, Pädialogin - das sind die drei bereits praktizierenden Ärzte im neuen Facharztzentrum am Puschkinplatz. Seit Anfang des Jahres haben sie nun hier ihre Praxen und damit ihre alten Standorte in Gera aufgegeben. „Es ist durchaus lukrativ als niedergelassener Arzt, diesen Status aufzugeben und in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln. Wir als neuer Arbeitgeber übernehmen einen Großteil der wirtschaftlichen Last, z.B. Buchhaltung und Personalabwicklungen. Zudem stehen wir als Betreiber natürlich für den wirtschaftlichen Erfolg gerade. Somit kann der Arzt wieder mehr seine eigentliche Tätigkeit übernehmen”, erklärt Dr. Mario Liehr, Geschäftsführer der SRH Polikliniken gGmbH, zu der u.a. das Medizinische Versorgungszentrum (kurz MVZ) am Puschkinplatz gehört. Die SRH Polikliniken sind eine Tochter des SRH Wald-Klinikums. 
Alle drei Ärzte haben ihre Praxis an das MVZ verkauft. Für z.B. Dr. Walentina Stecher ein persönlicher Vorteil dazu, denn sie will noch in diesem Jahr in Rente gehen. Somit liegt die Bürokratie und die Suche nach einem Nachfolger nicht mehr in ihren Händen. 
 Künftig sollen drei weitere Ärzte im MVZ arbeiten, geplant ist eine HNO-, Neurochirurgie- und Augenarztpraxis. Gerade an Augenärzten mangele es in Gera. „Laut kassenärztlicher Versorgung fehlen drei Stellen”, so Dr. Liehr.  
 Bis zu 20 Ärzte, Therapeuten sowie medizinnahes Gewerbe werden bis Herbst eingemietet sein. Rund 70 Prozent sind bereits vermietet. Für weitere Interessenten gibt es noch Platz im neuen Zentrum inmitten des Zentrums. „Ingesamt sollen hier zwischen 15 bis 20 Mieter verteilt auf 2.900 Quadratmeter die medizinische Versorgung gewährleisten”, erklärt Bauherr Edgar Pille von Pille Wohn- und Projektbau GmbH Erfurt. 
Gut 18 Monate hat die detailgetreue Sanierung des ehemaligen Landratsamts-Gebäudes gedauert. Mit einer Investition von 5,5 Millionen Euro ist nicht nur ein städtebauliches Juwel entstanden, die Nutzung als Facharztzentrum kommt zudem vielen Bürgern der Stadt entgegen. „Das ehemals von der Stadt genutzte herrschaftliche Gebäude wurde aufwendig restauriert und saniert. Wir haben versucht in diesem 104 Jahre alten Gebäude eine Verbindung zwischen den historischen Elementen und der modernen Nutzung zu schaffen. Auch wenn der Anfang etwas holprig war - das Genehmigungsverfahren hat gut ein Jahr gedauert - können wir nun den Abschluss der Bauarbeiten feiern. Die verkehrsgünstige Lage und die Grundrisse bieten eine hervorragende Möglichkeit eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau zu erzielen”, so Pille.
Noch sind die Wände ein wenig kahl, doch auch das wird sich in naher Zukunft ändern. Bald wird ihr persönliches Flair und Ambiente einziehen. Doch die bekannte Kunst am Bau des SRH wird man hier nicht finden. „Wir überlassen es den Ärzten, wie sie ihre Wände gestalten. Trotz Tochtergesellschaft gibt es hier kein einheitliches Corporate Design im Rahmen der Kunst”, so Geschäftsführer des SRH Wald-Klinikums Dr. Uwe Leder.

( Fanny Zölsmann, 31.01.2013 )

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