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Förderverein ade, und nun?

Kurz vor Jahreswechsel, genauer am 21. Dezember, wurde die Auflösung des rund 20-köpfigen Fördervereins Kunstverein besiegelt. Nachdem sich der Stadtrat am 20. Dezember für ein neues Museumskonzept und gegen das Kunsthaus aussprach, sah sich der Verein als überflüssig an. Doch was passiert nun mit den bereits eingegangenen Fördergeldern? „Laut Vereinssatzung ist der Zweck die Immobilie Kunsthaus und nicht Otto Dix, demnach hätte das Geld nur für die Sanierung des Hauses genutzt werden dürfen. Aus diesem Grund sahen wir uns in der Pflicht, vor der Auflösung, den Zweck zu gunsten des Künstlers ändern zu müssen”, betont das nun ehemaliges Mitglied Jochen Trautmann. „Doch dafür hätte es 100 Prozent der anwesenden Stimmen gebraucht, die aufgrund eines einzelnen Mitgliedes nicht erreicht wurden”, spielt er auf einen ehemaligen wichtigen Entscheidungsträger der Stadt an, der seinen Finger nicht zur Zustimmung gehoben habe. Es sei Dr. Norbert Vornehm gewesen, der maßgeblich an der Satzung des Vereins mitgewirkt habe.

Rund 190.000 Euro sind seit der Gründung des Vereins auf das Konto geflossen. Geld, welches nun, nach der Auflösung des Vereins der Stadt zufließt, die jenes nur dem Vereinszweck nach einsetzen oder es an die Spender zurück zahlen kann. „Viele der Spender haben sich gegen die Zurücküberweisung ausgesprochen, zum einen, weil sie die Kultur unserer Stadt unterstützen wollen und zum anderen, weil sie zusätzliche Steuern und Kosten erwarten würden”, weiß der Finanzexperte Trautmann.

Aktuell laufe die Liquidation des Vereins, welche in Abstimmung mit einem Notar geschehe. Parallel dazu werde, laut ehemaligem Vorstandsmitglied Dr. Frank Rühling, rechtlich geprüft, welche Möglichkeiten hinsichtlich der Verwendung der Vereinsmittel bestünde, nachdem der Vereinszweck nicht verwirklicht werden konnte. „Aus meiner Sicht sollte im Vordergrund stehen, die Mittel im Sinne der Spender einzusetzen. Da sich mehrere Großspender dafür ausgesprochen haben, das Geld zur Förderung von Kunst in Gera, z.B. Sanierung Otto-Dix-Haus, zu verwenden, werde ich mich dafür einsetzen”, verdeutlicht der Fachdienstleiter für Kultur Dr. Rühling. „Die Bedeutung von Otto Dix für Gera bleibt selbstverständlich unverändert hoch. Dies kommt auch im neuen Museumskonzept zum Ausdruck. Mit dem Geburtshaus von Otto Dix in Untermhaus verfügen wir über ein Alleinstellungsmerkmal mit großem Potenzial. Um die darin liegenden Möglichkeiten zeitgemäß zu nutzen, sind bauliche Veränderungen erforderlich. Dazu wird zur Zeit eine Aufgabenstellung erarbeitet”, führt er weiter aus und resümiert die Arbeit des Fördervereins als eine sehr gute Erfahrung.

Fakt ist, wenn der Vereinszweck geändert worden wäre, hätte die Stadt das Geld schon jetzt für die Sanierung des Otto-Dix-Hauses einplanen können.

( Fanny Zölsmann, 24.01.2013 )

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