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Geraer Wirtschaft ankurbeln, aber wie?

„Mit Energie und Umwelt die Geraer Wirtschaft ankurbeln”, schätzt Dieter Weismann als machbar ein.  Eine nachhaltige Entwicklung und Forschung sei vor allem nicht mehr nur mit Solar und Wind denkbar. Gerade ständig höher werdende Spritpreise zwingen förmlich zum Handeln. So könne und müsse Energie aus etwas verstärkt gewonnen werden, was es sowieso im Überfluss gebe. Die Lösung: Bioabfall. Wie z.B. „Kraftstoff aus Abfall“ oder „Strom aus Abwärme“ gewonnen werden kann, damit beschäftigen sich die zwei in Kürze stattfindenden Fachveranstaltungen in Gera.

Am 7. Februar lädt der Wirtschaftsmarkt zu einem Workshoptag rund um das Thema Wasser und Abwasser und Energie und Speicher ein. In beiden Workshops soll der aktuelle Status Quo, Potentiale, konkreter Bedarf und Möglichkeiten für regionale und überregionale Zusammenarbeit diskutiert werden. Dieses Event findet im IHK-Bildungszentrum statt. „Der Wirtschaftsmarkt befasst sich mit zukunftsorientierten Themen, die aber heute bereits technisch umsetzbar sind. Sie besitzen aber auch genug Potenzial für neue Ideen, Verfahren und Lösungen, die für die Wirtschaftsregion Geras konkret Chancen ergeben. Auch wenn Gera kein Forschungsstandort ist, in Sachen Energie und Umwelt schon gar nicht, halte ich es dennoch nicht für unrealistisch, dass wir in Gera eine wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung aufbauen können. Wenn Energie und Umwelt zum Leitthema werden soll, ist das sogar unverzichtbar. Und wieso denn eigentlich nicht? In Gera muss keine Grundlagenforschung passieren, das ist nicht möglich. Konzentrieren wir uns doch auf die marktreife Umsetzung von Ideen. Und dafür stellt der Staat Gelder bereit, an die man relativ unkompliziert kommt. Das nutzt der Wirtschaft am meisten und schafft am schnellsten Arbeitsplätze. Lose Zusammentreffen und Luftblasen bringen nichts.” Nicht nur als Workshopbesucher können Interessierte teilnehmen, sondern auch als Referent, Fachbesucher oder Aussteller.

Umrahmt wird dieser Workshoptag vom zweitägigen AWASYS Kongress „100 Jahre mondernste Abwassertechnologie braucht neue Ideen?!“. „Abwasser ist ein lebendiges Medium und sein Transport von A nach B ist eine Aufgabe die immer schwieriger wird. Die Gründe sind vielfältig, die Folgen technisch, wirtschaftlich und rechtlich zunehmend problematisch. Jetzt verfügbare Problemlösungen verursachen zusätzlich Aufwand und Kosten, verbrauchen wertvolle Ressourcen und Energie. Daher verkehrt sich das eigentliche Anliegen dieser Umweltschutzanlagen vielerorts ins Gegenteil. Hier setzt das Innovationsforum an”, erklärt Mitorganisator Dieter Weismann.

Für den Kongress sind die beiden Veranstaltungsorte Technologie- und Gründerzentrum und das IHK Bildungszentrum vorgesehen.

Sowohl der Wirtschaftsmarkt als auch der Kongress richten sich vorrangig an die Wirtschaft im Raum Gera. „Alles dreht sich letztendlich um Wirtschaft, Arbeitsplätze und den Standort Gera. Das sind unsere Intuition, unser Antrieb und unser Ziel. Und ich bin der Überzeugung, dass die Themen Energie und Umwelt so viel Kapazität haben, dass die Wirtschaftsregion Gera/Ostthüringen hier viel mehr partizipieren kann, als das jetzt der Fall ist. Allein im Umweltsektor werden bis 2020 etwa 4.400 Milliarden Euro umgesetzt”, so der Fachmann.

Der AWASYS Kongress ist der Abschluss des Innovationsforum „Energie- und umwelteffiziente Abwasserfördersysteme“, gefördert vom Bundesforschungsministerium. „Unser Ziel ist es, dass das Thema für den Wirtschaftsraum Gera als Keim für Ideen und Innovationen wird. Energie und Umwelt zum Leitthema zu machen, das ist nicht ganz neu und damit ist Gera nicht allein auf der Welt. Bei der Umsetzung ist bisher nur relativ wenig passiert und es ist ja einfacher gesagt als getan. Allein geht das schon gar nicht, da müssen alle an einem Strang ziehen. Für die Veranstaltungen haben wir viele Partner ins Boot holen können: Wirtschaft, Stadt, IHK, TGZ, OTWA, Verbände und Politik.”

Dass Energie, Umwelt wichtige Themen nicht erst von Morgen sind, zeigt sich an der Teilnahme zahlreicher Politprominenz am zweiten Tag des AWASYS-Kongresses am 7. Februar. So werden u.a. Repräsentanten aus der Stadt, dem Thüringer Wirtschaftsministerium und Umweltministerium als auch vom Bundesministerium und der Energie- und GreenTechAgentur erwartet.

Genaue Abläufe, Anmeldeformulare und weitere Infos auch zu den Veranstaltungsorten finden Interessierte auf der Homepage des Veranstalters unter www.geco-dialog.de.

Der Geco e.V. versteht sich als Fachvereinigung für effiziente Lösungen und Strategien zu Geruch und Korrosion in Kommune, Gewerbe und Industrie. Seine Aufgabe besteht in der branchenübergreifenden Vernetzung von Experten und der Förderung von nachhaltigen und effizienten Lösungen für die Bereiche Abwasser, Abfall und Bioenergie. 

( Fanny Zölsmann, 24.01.2013 )

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